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Spieltag wie verhext: Droht HSV gegen Sandhausen erneut der Absturz?

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Von: Denny Konzack

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Der Hamburger SV ist seit vier Partien erfolgreich, rechnet man den Sieg im DFB-Pokal 2022 mit. Doch trotz der guten Auftritte in letzter Zeit droht jetzt die Wende.

Hamburg – Erst das Weiterkommen im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den 1. FC Köln, danach der Sieg im heiß umkämpften Stadtderby gegen den Rivalen und Aufstiegskonkurrenten FC St. Pauli. Darauf folgte anschließend der Gala-Auftritt gegen Darmstadt 98 und am vergangenen Wochenende reihte sich noch ein wahrer Arbeits-Sieg gegen den 1. FC Heidenheim mit ein. Vier Spiele infolge konnte der Hamburger SV somit für sich entscheiden.

Verein:Hamburger SV
Gegründet am:29. September 1887
Höchste Niederlage gesamt:1954/55, Oberliga Nord, Arminia Hannover, 10:2
Höchster Sieg gesamt:1981, DFB-Pokal, SG Rot-Weiss Frankfurt, 11:0

In dieser Saison konnte die Konkurrenz den HSV zudem lediglich zweimal in die Knie zwingen. Mit diesem Top-Wert hängt der HSV sogar den FC Bayern München und Borussia Dortmund ab. Rekordverdächtig. Doch betrachtet man die zurückliegenden Spielzeiten der Rothosen, könnte HSV-Fans nun der Magen grummeln. Zu diesem Zeitpunkt in der Saison verspielte der Nordklub nämlich in allen drei Spielzeiten der zweiten Liga den Aufstieg. Droht gegen Sandhausen erneut der Einbruch?

Vierter Einbruch im vierten Anlauf? Darum muss der HSV im Februar zittern

Der Hamburger SV spielt seit der Saison 2018 in der Zweiten Bundesliga und versucht seitdem permanent den Schritt zurück ins deutsche Oberhaus zu packen. Doch wie jedem HSV-Fan bekannt sein dürfte, verspielten die Rothosen in den zurückliegenden drei Jahren jedes Mal den Aufstieg. Begonnen hatte der Absturz zu jeder Spielzeit wann? Genau, im Februar. Gegen Jahn Regensburg verlor der HSV mit 1:2, verpasste am Ende den direkten Aufstieg in die Bundesliga. In der Saison 2019/20 verpassten es die Rothosen wichtige Punkte gegen den FC St. Pauli mitzunehmen und rutschten auf den Relegationsplatz ab.

(v.l) Miro Muheim, HSV-Kapitän Sebastian Schonlau und Moritz Heyer sind nach einer Niederlage bedient
Nach zuletzt starken Auftritten droht dem HSV jetzt der Einbruch in der Rückrunde. Blicke auf die Statistik sagen dieses Szenario voraus. © JanHuebner/Imago

Ein Jahr später verloren die Hanseaten ebenfalls gegen den Stadtnachbarn aus Pauli und mussten sogar den Absturz auf den vierten Tabellenplatz hinnehmen. Kurios an der ganzen Geschichte ist, dass diese Partien allesamt am 23. Spieltag der jeweiligen Saison stattgefunden haben. Der kommende Gegner des Hamburger SV und dessen Trainer Tim Walter heißt SV Sandhausen und bittet die Rothosen jetzt, ebenfalls am 23. Spieltag, zum Stelldichein.

Mit der besten Defensive der Liga und einer starken Mentalität kann der HSV dem „Fluch“ trotzen

Der HSV legt in dieser Spielzeit eine außerordentlich positive Leistung hin. Mit der besten Defensive der Zweiten Bundesliga halten die Rothosen mit nur 20 Gegentoren hinten dicht. Mit Sturmtank-Robert Glatzel, der seine eigene Rekordmarke von 13 Treffern pro Saison im Spiel gegen Darmstadt 98 egalisierte und dem neuen Leader Sonny Kittel, der sich derzeit im Höhenflug befindet, haben die Hanseaten ordentlich Qualität in der Offensive.

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Der Niederländer Ludovit Reis, der van der Vaarts Erbe antritt, sowie den schnellen Flügelspielern Faride Alidou und Bakery Jatta stellen im Zentrum und den Außen eine schier unlösbare Aufgabe für jeden Gegner. Mit HSV-Trainer Tim Walter, der den Erfolg nach Hamburg zurückgebracht hat und ebenso auf junge Talente setzt, sind die Rothosen in dieser Saison Stand jetzt nicht sonderlich gefährdet, den Aufstieg zu verspielen.

Die Mentalität hat dem HSV so einige Spiele gerettet und auch der mannschaftliche Zusammenhalt im Volkspark ist größer als die vergangenen Jahre. Somit erwartet jeden HSV-Fan am Samstag, dem 19.02.2022, ein erneut spannender Spieltag, der definitiv als „richtungsweisend“ einzustufen ist. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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