Kampf um die Bundesliga

HSV zu doof zum Aufsteigen? Jonas Boldt macht Ansage

  • Natalie-Margaux Rahimi
    vonNatalie-Margaux Rahimi
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Der Hamburger SV will in die Bundesliga – doch zuletzt schwächelte das Team von Trainer Daniel Thioune. Hat die Mannschaft etwa ein Aufstiegstrauma?

  • Der HSV will zurück in die 1. Bundesliga – im dritten Versuch.
  • Zwar ist der Hamburger SV seit elf Spielen ungeschlagen – zuletzt gab es aber nur zwei Remis.
  • Fans haben schon die Aufstiegsflatter – hat die Mannschaft auch schon Panik?

Hamburg – Irgendwie auch erstaunlich, dass der Hamburger SV schon im dritten Jahr in Folge mit um den Aufstieg in die Erste Bundesliga kämpft. Aktuell sind die Rothosen Tabellenführer – punktgleich mit den Verfolgern aus Bochum und Kiel. Optimisten werden sagen, dass es mit elf ungeschlagenen Spielen doch recht gut läuft für die Jungs von der Elbe. Doch wer den HSV kennt, der weiß, dass nach zwei Remis in Folge, die Aufstiegsflatter, zumindest bei den HSV-Fans, schon wieder da ist. Wie aber, sieht es bei der Mannschaft aus? Wird sie dem enormen Druck in dieser Saison standhalten können? HSV-Vorstand Jonas Boldt hat Antworten.

Fußballverein:Hamburger SV
Gründung:29. September 1887
Stadion:Volksparkstadion
Kapazität:57.000
Cheftrainer:Daniel Thioune

HSV kämpft um Aufstieg: Die beiden Vorsaisons interessieren Sportvorstand Jonas Boldt nicht

Auf dem Papier sieht die aktuelle Situation des HSV gut aus – die Rothosen sind Tabellenführer und seit elf Spielen ungeschlagen. Trotzdem ist die Situation nicht so rosig, wie es auf den ersten Blick scheint. Der HSV spielt eine ansehnliche Saison, jedoch tat der Verein das auch in den beiden Vorjahren. Aber wieder kann er sich nicht ausreichend von seinen Verfolgern im Aufstiegskampf absetzen. Das liegt unter anderem auch daran, dass immer wieder unnötig Spiele nicht gewonnen werden. So zum Beispiel beim ärgerlichen Unentschieden gegen Aue oder beim torlosen Remis gegen Verfolger Greuther Fürth. Auch in der Vergangenheit war das genau das Problem der Hamburger, die am Ende der letzten beiden Saisons jeweils auf Platz vier landeten und damit den Aufstieg um Haaresbreite verpassten.

Hat der HSV das Zeug zum Bundesliga-Aufstieg? Jonas Boldt redet Klartext. (24hamburg.de-Montage)

HSV-Vorstand Jonas Boldt will von der Vergangenheit nichts mehr wissen. Vielmehr interessiere ihn das Hier und Jetzt, sagte er in einem Interview mit dem Vereinsmagazin HSVlife. „Ich muss sagen, dass wir die Zweite Liga deutlich besser angenommen haben“, erklärte er. Vor allem in der Arbeit gegen den Ball sehe Boldt eine enorme Steigerung zu den Vorjahren: „Wir sind bei Standards und allgemein in der Luft, was im Vorjahr noch eine Schwäche war, deutlich besser geworden“. Das liege auch an den beiden Innenverteidigern Toni Leistner, der aktuell mit einer Muskelverletzung zu kämpfen hat und Stephan Ambrosius, der im nächsten Duell gegen Würzburg aufgrund einer Gelbsperre nicht spielen darf.

HSV-Vorstand Jonas Boldt zum HSV im Aufstiegskampf: „Wir haben uns weiterentwickelt“

Insgesamt habe sich das Team weiterentwickelt, findet Boldt. Und genau darum gehe es ihm auch: Stück für Stück und Woche für Woche immer etwas weiterzukommen. Daher stehe für ihn auch fest, dass das Team von Trainer Daniel Thioune zu Recht da stehe, wo es aktuell steht – an der Tabellenspitze der Zweiten Bundesliga. Aber Jonas Boldt mahnte, vielleicht doch mit den beiden Vorsaisons im Hinterkopf: „Wir müssen immer wieder daran anknüpfen. Das ist ganz entscheidend“. Ihn jedem Spiel müsse sich der HSV aufs Neue klarmachen, dass diese Zweite Liga „wahrscheinlich die ausgeglichenste Liga in ganz Europa ist“. Bedeutet in anderen Worten: „Jeder kann jeden schlagen“.

Das bedeutet aber auch, dass nach zwei Unentschieden in Folge mal wieder ein Sieg für die Rothosen her muss. Das weiß auch Jonas Boldt und sagt: „In dieser Liga musst du konstant sein. Konstant punkten. Und auch mal eine Serie hinlegen“. Irgendwo würden aber auch immer andere mal Punkte liegen lassen. Die Liga sei so ausgeglichen, dass jederzeit alles passieren könne, stellt Boldt klar. Mit der Entwicklung seiner Mannschaft ist der HSV-Vorstand allerdings sehr zufrieden. Sie sei schön anzusehen, sagte er. Der restlichen Saison und sicherlich auch dem damit verbundenen Bundesliga-Aufstieg sieht Boldt daher positiv entgegen. „Wir vertrauen der Mannschaft, denn wir sehen ihre Entwicklung“, betonte er noch einmal. *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © Jan Huebner/imago images

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