Investoren-Frage

Verkauft der HSV weitere Anteile? Das sagt Sportvorstand Jonas Boldt

  • Jan Knötzsch
    VonJan Knötzsch
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Der HSV braucht Geld. Es stehen Namen neuer Interessenten im Raum, die Anteile am Verein erwerben könnten. HSV-Sportvorstand Jonas Boldt sagt seine Meinung.

Hamburg – Das Thema ist in und um Hamburg ein rotes Tuch. Zumindest für Teile der Fans des Hamburger SV. Die melden sich nicht nur zu Wort, wenn es um die Ziele in der neuen Zweitliga-Saison geht, sondern auch dann, wenn die Rede im und ums Volksparkstadion auf Investoren kommt. Ein großer davon ist mit Klaus-Michael Kühne schon lange da. An ihm scheiden sich die Geister. Gerade Aufsichtsrats-Chef Marcell Jansen, der sich im August 2021 zur Wiederwahl als Präsident stellt und positive HSV-News schreiben will, wird eine gewisse Nähe zum Investor nachgesagt.

Immer wieder im Gespräch: dass der HSV weitere Anteile verkauft und Kohle kassiert. Dabei sind zuletzt auch die Namen von zwei in der Hansestadt Hamburg bestens bekannten und vernetzten Brüdern gefallen. Was sagt HSV-Sportvorstand Jonas Boldt über sie und mögliche HSV-News zu neuen Investoren?

Fußballmanager:Jonas Boldt
Geboren:19. Januar 1982 in Nürnberg
Position beim HSV:Sportvorstand
Vertrag beim HSV bis:30. Juni 2023

HSV-News: Anteile verkaufen? Sportvorstand Jonas Boldt spricht über „riesiges Interesse“ am Verein – aber auch über Skepsis bei Hamburger Unternehmen

„Das Interesse am HSV ist riesig“, erklärt der Sportvorstand des HSV in einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt. Doch das ist nur der eine Teil der Aussage von Jonas Boldt, der zuletzt mit HSV-Sportdirektor Michael Mutzel an der HSV-News vom Verkauf von Amadou Onana nach Lille gebastelt hat. Und Teil zwei der Aussage macht Sorgen: Die Skepsis bei Hamburger Unternehmern und Unternehmen sei „aufgrund der vergangenen Jahre genauso groß.“ Klar, wer immer wieder den Aufstieg verspielt und mit Trennungen von Trainern miese HSV-News produziert, mit dem arbeitet keiner so gern.

HSV-Sportvorstand Jonas Boldt äußert sich zu möglichen Investoren und Anteils-Verkäufen beim Zweitligisten. (24hamburg.de-Montage)

„Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, an dieser Stelle das Networking hinter den Kulissen ein wenig zu intensivieren. Wir möchten das verloren gegangene Vertrauen zurückgewinnen“, sagt HSV-Sportvorstand Jonas Boldt im Interview mit dem Abendblatt. Klingt so, als schließe der 39-Jährige in Zukunft die HSV-News von einer Zusammenarbeit mit weiteren Investoren nicht aus. Logisch, denn trotz der Millionen aus dem Onana-Transfer und eines plötzlichen anderen Geldregens schwimmt der HSV nicht in Unmengen von Euros.

HSV-News: HSV-Sportvorstand Jonas Boldt spricht über Hamburger Brüderpaar als Investoren – Kontakte zu Tomislav und Zeljko Karajica

Selbst die Namen potenzieller Unternehmer, die ein großes Interesse am HSV und Anteils-Käufen haben sollen, fallen im Abendblatt-Interview bereits. Angeblich soll Tomislav Karajica, in Hamburg Inhaber des Co-Working-Space „Hamburger Ding“ und im Fußball bei Viktoria Berlin und Austria Klagenfurt (Österreich) engagiert, darüber nachgedacht haben, beim HSV einzusteigen. Es sei, so Boldt, mit Blick auf diese bisher nicht zustande gekommene HSV-News „nichts schiefgelaufen. Der Austausch zu den Brüdern Tomislav und Zeljko ist sehr gut.“

Wir möchten das verloren gegangene Vertrauen zurückgewinnen.

HSV-Sportvorstand Jonas Boldt

Das gelte, versichert HSV-Sportvorstand Jonas Boldt, der noch auf der Suche nach einem Torhüter für den Kader von Trainer Tim Walter ist und hier bald gerne eine HSV-News vermelden will, auch für „ihre Clubs in Berlin und Österreich.“ Es gebe, erzählt Boldt weiter, „da durchaus Ideen.“ Tomislav Karajica ist in Hamburg bereits in Sachen Sport aktiv – bei den Basketballern der Hamburg Towers. Sein Bruder Zeljko Karajica ist Chef der neuen European League of Football, in der die Hamburg Sea Devils spielen.

HSV-News: Sportvorstand Jonas Boldt beruhigt Gemüter der Fans wegen Investoren – „bestimmen darf allein der Vorstand“

„Wir denken und arbeiten immer in und an Lösungen“, konstatiert Jonas Boldt in Sachen mögliche neue HSV-Investoren oder Partnerschaften. Und zieht den HSV-Fans auch gleich den Zahn, dass die Verantwortlichen im Volksparkstadion die Seele des Vereins leichtfertig verkaufen würden: „Was die Mitbestimmung betrifft: Bestimmen darf allein der Vorstand. Das wissen und akzeptieren alle unsere Anteilseigner und Gremien“, bezieht der HSV-Sportvorstand Stellung und ergänzt: „Ich bin auf jeden Fall sehr optimistisch, dass es Ideen und Möglichkeiten gibt, in Zukunft wieder mehr Hamburger Unternehmen und Unternehmer beim HSV zu binden.“ * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Christian Charisius/dpa & Jan Huebner/imago

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