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HSV-News: Wieder nur Remis – KSC-Fans verhöhnen Hamburger

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Von: Robin Dittrich

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Der HSV kann es einfach nicht mehr. Positive HSV-News mit Siegen gibt es nur noch vereinzelt. Die Hamburger mussten bei aller Unzufriedenheit noch hämische Gesänge der KSC-Fans ertragen.

Hamburg/Karlsruhe – Die Quote für ein Unentschieden des Hamburger SV dürfte immer weiter fallen. Zu oft steht nach einem Spiel in dieser Saison nur ein weiterer Zähler in der Punktetabelle. Das 1-1 beim Karlsruher SC war bereits das achte Unentschieden der Saison. Wieso gewinnt der HSV nicht mehr? Trotz eigener guter Torchancen durften sich die Rothosen gegen den KSC bei ihrer Glücksfee bedanken. Nach vielen Torschüssen der Karlsruher hätte sich der HSV auch bei einem 2-Tore-Rückstand zur Pause nicht beschweren dürfen. Konsequenz: Die Anhänger des KSC stimmten hämische Fangesänge an. Es sind düstere HSV-News.

Fußballspiel:Karlsruher SC - Hamburger SV
Endergebnis:1 - 1
Tore:Sonny Kittel (HSV), Philipp Hofmann (KSC)
Zuschauer:20.000

HSV-News: Der HSV trifft das Tor nicht mehr und steht hinten immer unsicherer

Nur 20 Tore nach 13 Spielen – das ist zu wenig für die Ansprüche des HSV. Zum Vergleich: Spitzenreiter FC St. Pauli hat mit einem Spiel weniger schon 28-mal eingenetzt. Das Spiel der Kiezkicker musste aufgrund von 18 Corona-Fällen beim Gegner Sandhausen kurzfristig abgesagt werden. HSV-Stürmer Robert Glatzel macht im Strafraum der Gegner schon länger eine eher unglückliche Figur. Seinen starken Saisonstart konnte er bisher nicht mehr bestätigen.

Wer soll die Tore schießen, wenn nicht der gelernte Mittelstürmer? Gestern war es Sonny Kittel in der 14. Minute. Kittel wird beim HSV immer mehr zu einem Schlüsselspieler. Sonst sieht es eher mau aus. Leider vergab Kittel in der zweiten Halbzeit eine Großchance frei vor dem Tor. Nach einem guten Pass zog er den Ball am Tor vorbei. Beim gestrigen Spiel sprangen zu wenig Torchancen heraus. Die hatte der KSC.

Tim Walter steht verzweifelt mit ausgebreiteten Armen auf dem Platz. Im Hintergrund sind HSV-Fans zu sehen.
Das Team um HSV-Trainer Tim Walter kann nicht mehr gewinnen. © Jan Huebner/imago

Die Karlsruher hatten in der ersten Halbzeit drei Großchancen, konnten sie aber nicht in Tore umsetzen. Einmal stand der sehr gut aufgelegte Moritz Heyer im Weg, dann parierte der neue Mann im Kasten, Marko Johansson. Bis kurz vor dem Spiel war unklar, ob Stammtorhüter Daniel Heuer Fernandes spielen kann. Letztlich stand dann Johansson zwischen den Pfosten. Beim Gegentor war der Schwede machtlos – sonst war er einer der Besten gegen den KSC.

Die Anhänger des KSC stimmen hämische Fangesänge an: „Nie mehr erste Liga HSV“.

Die Fans des Karlsruher SC hatten vor und nach dem Spiel zwar nicht allzu lange in der Kreativabteilung gearbeitet, gesessen haben ihre Gesänge aber trotzdem. Minutenlang tönte es „nie mehr erste Liga HSV“ von den Rängen. Dabei spielte eine Menge Frust mit. Im Jahr 2015 sorgte der HSV mit einem direkten Freistoßtor kurz vor Ende der Partie dafür, dass es der KSC in der Relegation doch nicht in die Erste Bundesliga schaffte. Die Fans der Badener versuchten, sich dafür zumindest ansatzweise zu revanchieren.

Auch wenn beim KSC einiges an Frust vorhanden war – von Ungefähr kamen die Gesänge nicht. Der HSV spielt jetzt schon die vierte Saison in Liga zwei. Die Zahl vier scheint die Rothosen zu verfolgen. Drei vierte Plätze stehen zum Saisonabschluss bisher zu Buche. In dieser Saison schafften es die Hamburger nur zu vier Siegen. Schafft der HSV noch den Aufstieg ins Oberhaus? Dieses Ziel rückt mit jedem Spiel in weitere Ferne. Es muss sich etwas ändern.

Trainer Tim Walter rückt in den Mittelpunkt – es müssen Punkte her

HSV-Trainer Tim Walter sagte auf der Pressekonferenz, dass es ein schwieriges Spiel war. Durch die vielen langen Bälle der Karlsruher fanden die Hamburger nur schwer in das Spiel. „Wir haben es trotzdem sehr gut verteidigt“, war zumindest Walters Ansicht. Oftmals rettete jedoch der Pfosten oder die eigene Unfähigkeit der Karlsruher vor dem Tor. Ein Schönreden des Unentschiedens. HSV-Anhängern wird klar: Es muss sich etwas ändern.

Nie mehr Erste Liga HSV.

Fans des Karlsruher SC vor und nach dem Spiel gegen den HSV

Tim Walter nahm die Gesänge der KSC-Fans eher mit Humor. „Es ist doch schön, dass wir als HSV in der Fremde noch für Aufmerksamkeit sorgen.“ Das täuscht nicht darüber hinweg, dass die Hamburger Punkte brauchen. Tore brauchen. Bis zur Winterpause müssen die Aufstiegsplätze zumindest wieder greifbar werden.

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Im nächsten Training dabei sein werden wieder viele Jugendspieler. Ein Großteil des HSV-Kaders ist in der nächsten Woche bei Länderspielen. Im HSV-Campus, der Kaderschmiede der Hamburger, gibt es einige Spieler, die sich in dieser Zeit beweisen wollen. Vielleicht rückt noch ein weiterer Jugendspieler in den aktiven HSV-Kader. Das ist zuletzt Jonas David und Faride Alidou gelungen.
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