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HSV News: Vorstand verzichtet auf sein Gehalt

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Von: Robin Dittrich

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Im eigenen hsv.de-Interview stellt der Hamburger SV seinen neuen Vorstand Dr. Thomas Wüstefeld vor. Das Besondere: Der Neue verzichtet generell auf sein Gehalt.

Hamburg – Die Bombe platzte nach vielen Spekulationen gar nicht mehr so überraschend: Der Hamburger SV löst den Vertrag mit Vorstandsmitglied Frank Wettstein auf. Der ohnehin zum Saisonende auslaufende Kontrakt wird somit nicht erfüllt. „Es war mir eine Ehre“ sagte Wettstein zu seiner Zeit beim HSV. Nachfolger an der Seite von Sportvorstand Jonas Boldt wird mit sofortiger Wirkung der Aufsichtsratsvorsitzende der HSV Fußball AG, Dr. Thomas Wüstefeld. Der 53-Jährige verzichtet dabei auf jegliches Gehalt.

Neues HSV-Vorstandsmitglied:Dr. Thomas Wüstefeld
Gehalt:0 Euro
Abtretender Vorstand:Frank Wettstein
Abfindung:200.000 Euro

HSV News: Wettstein bekommt Abfindung – Wüstefeld verzichtet auf jegliches Gehalt

„Ich lasse mir meine Tätigkeit für den HSV nicht vergüten, ich arbeite pro bono.“ Es war wohl einer der wichtigsten Sätze des neuen Vorstands Thomas Wüstefeld. Der HSV muss wie ganz Fußball-Deutschland erneut auf Zuschauer verzichten, woraus sich ein riesiger Verlust ergeben wird. Erst am Dienstag beschloss der Hamburger Senat die Geisterspiele. Der Verein versucht deshalb, an allen Ecken und Enden zu sparen.

Ein Gehaltsverzicht des neuen Mannes im Vorstand empfangen die Rothosen deshalb mit offenen Armen. Auch, weil der abtretende Frank Wettstein 200.000 Euro Abfindung kassiert. Ganz leer geht Wüstefeld allerdings nicht aus – er hält seit Oktober knapp 5 Prozent Anteile an der HSV Fußball AG. Im Dezember 2020, als es Werder Bremen wegen der Corona-Krise schlecht ging, verzichteten auch die Werder-Profis auf ihr Gehalt.

HSV-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Wüstefeld vor HSV-Flaggen und einer Hand, die mehrere Geldscheine hält
HSV-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Wüstefeld verzichtet auf sein Gehalt. (24hamburg.de-Montage) © sanpharma.com/Lukas Schulze/dpa/imago

Wüstefeld möchte dem Hamburger SV unbedingt helfen, das wird in seinem Interview deutlich. Der Unternehmer will trotz Zeitmangels alles unter einen Hut bekommen: „Ich werde viel Zeit im Volkspark verbringen, mein Hauptarbeitsplatz wird hier beim HSV sein.“ Genau so einen Einsatz brauchen die Rothosen in der schwierigen finanziellen Lage jetzt. „Ich werde das bestmögliche für den HSV herausholen.“ Viel Zeit hat er dafür nicht – seinen neuen Posten hat er wohl nur bis Saisonende inne. Eingesetzt wird er nämlich nur kommissarisch, der Vertrag läuft deshalb maximal zwölf Monate.

HSV erneut ohne Zuschauer – was kann Thomas Wüstefeld noch retten?

Die Beschlüsse des Hamburger Senats über die erneuten Geisterspiele trafen den HSV und auch den FC St. Pauli wie ein Schlag ins Gesicht. FC St. Pauli-Präsident Oke Göttlich äußerte schon seine Unzufriedenheit mit den neuen Regeln. Thomas Wüstefeld versucht beim Hamburger SV zu retten, was zu retten ist: „Ich werde jetzt schnell Kontakt zur Hamburger Politik aufnehmen, um dort unsere Position zu vertreten.“ Das Nordderby des HSV gegen St. Pauli am 21. Januar wird im Volksparkstadion aber wohl sehr sicher keine Zuschauer sehen. Trotzdem wird Wüstefeld alles dafür geben, dass das nicht für die komplette Rückrunde der Fall ist.

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Die Rothosen absolvieren trotz aller Maßnahmen momentan im spanischen Sotogrande ihr Trainingslager für das neue Jahr. Auch so weit von Hamburg entfernt kommt der HSV nicht zur Ruhe. Erst fiel Bakery Jatta durch eine Corona-Infektion aus und kann nicht am Trainingslager teilnehmen. Doch er ist nicht der einzige Profi, der auf die spanische Sonne verzichten muss. Youngster Anssi Suhonen verletzte sich schon am zweiten Trainingstag und fällt vermutlich mehrere Wochen lang aus. Ob Hamburg oder Spanien – Hauptsache schlechte News für den HSV. Wobei der Gehaltsverzicht des neuen Vorstandsmitglieds Thomas Wüstefeld zumindest ein positives Zeichen setzt. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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