Neue Knallhart-Kritik vom Ex-Spieler

HSV-News: „Schafft der HSV Jahr für Jahr nicht“ – Hunt haut heftig drauf

  • Jan Knötzsch
    VonJan Knötzsch
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Wer den Schaden hat, braucht für Spott nicht zu sorgen: Der HSV steht nach schwachem Start und Remis in Aue in der Kritik. Ex-Spieler Aaron Hunt pöbelt wieder.

Hamburg – Aaron Hunt und der Hamburger SV – das war über die sechs Jahre, die der inzwischen 35-Jährige im Trikot des Klubs aus dem Volksparkstadion mit für HSV-News gesorgt hat, eine gute Verbindung. Meistens zumindest. Gegen Ende seiner Hamburg-Zeit wurde er vom HSV-Kapitän zum Bankdrücker, blühte dann nochmal kurz auf und wurde von den Fans und seinen HSV-Mitstreitern emotional verabschiedet, nachdem er keinen neuen Vertrag mehr bekommen hatte.

Inzwischen aber scheint Aaron Hunt den HSV ein bisschen anders zu sehen. Kritischer als zu seiner aktiven Zeit. Zuletzt ätzte er gegen den HSV. Jetzt legt er die nächste HSV-News nach und meckert schon wieder. Was regt Hunt auf?

Fußballspieler:Aaron Hunt
Geboren:4. September 1986 (Alter: 35 Jahre) in Goslar
Position:Offensives Mittelfeld
Zeit beim HSV:31. August 2015 bis 30. Juni 2021
Spiele/Tore für den HSV:153 Spiele/26 Tore

HSV-News: Team von Tim Walter startet mehr schlecht als recht in die Saison – diese Schulnote gibt Aaron Hunt dem HSV

Kurze und knappe Antwort: die Misere des HSV in der bisherigen Zweitliga-Saison und den letzten Jahren. Die Highlights sind überschaubar, die negativen HSV-News überwiegen. „Wenn wir nach Schulnoten geben, dann würde ich eine Vier geben. Man ist gegen Schalke gut in die Saison gekommen, hat sich dann aber sehr schwergetan“, analysiert Aaron Hunt beim TV-Sender Sport1 den Start des Zweitligisten aus der Hansestadt Hamburg, dem HSV-Sportdirektor Jonas Boldt attestiert, er müsse gar nicht aufsteigen. Auch die Fans sehen den HSV nur noch als Mittelmaß-Team.

Er schreit wieder in Richtung HSV: Ex-Spieler Aaron Hunt kommt zum zweiten Mal in dieser Saison mit einer Knallhart-Kritik gegen seinen ehemaligen Verein um die Ecke. (24hamburg.de-Montage)

Wegen dieser offenbar immer wiederkehrenden Misere hat auch Aaron Hunt genau so wie HSV-Legende Uwe Seeler seine Zweifel am HSV-Aufstieg. „Es wird noch schwerer als zuletzt, weil mit Schalke 04 und Werder Bremen zwei starke Mannschaften mit dabei sind und Mannschaften wie der FC St. Pauli aufgeholt haben“, ist auch Hunt nicht entgangen, dass in Hamburg derzeit nur wenige gute HSV-News geschrieben werden, sondern eher der Lokalrivale aus dem Stadtteil St. Pauli nahe der Reeperbahn für positive Töne sorgt.

HSV-News: Nur noch Zweitliga-Mittelmaß – das ist aus Aaron Hunts Sicht das größte HSV-Problem

Warum die HSV-News der Extraklasse (noch) ausbleiben, ist für Aaron Hunt nicht von der Hand zu weisen. „Sie haben den Stil von Tim Walter noch nicht verinnerlicht. Nach vorne sieht das gut aus, hinten sind sie aber zu anfällig. Das wird auf Dauer in dieser Liga nicht gutgehen. Es gibt noch einiges zu tun“, sieht sich der 35-Jährige in seiner ersten Knallhart-Kritik, die er vor dem Nordderby gegen Werder Bremen geäußert hat, bestätigt. Und Aaron Hunt haut ein weiteres Mal verbal ordentlich drauf. Der Offensivmann knöpft sich seinen Ex-Klub vor – und ist dabei alles andere als zimperlich.

„Es ist schwierig, wenn du jedes Jahr einen neuen Trainer holst und eine komplette Achse austauschst. Es ist viel Qualität, die weggegangen ist“, erklärt der Mann, der die HSV-News vom Wutanfall von HSV-Trainer Tim Walter in Aue aus der Ferne statt als HSV-Spieler erlebte. „Mir fehlt, dass man mit einem Trainer und ein paar Spielern zusammen über Jahre hinweg etwas aufbaut. Das schafft der HSV Jahr für Jahr nicht. Es ist schwer, wenn du jedes Jahr zehn neue Spieler und einen neuen Trainer einbauen musst. Das braucht Zeit und die hast du in Hamburg meistens nicht“, sagt Hunt bei Sport1.

Was für eine verbale Ohrfeige. Quasi die ganz harte Hand von Hunt, der nach seinem HSV-Aus seit dem 1. Juli 2021 noch immer ohne einen neuen Verein ist. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Ulmer/Cremer/imago & Michael Schwarz/imago

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