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HSV-News: 1,2 Millionen Euro – Jonas Boldt muss vor Gericht

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Von: Robin Dittrich

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Der Spielerberater Marcus Haase fordert 1,2 Millionen Euro vom HSV. Es geht um den Transfer von Douglas Santos zu St. Petersburg. Der HSV wehrt sich.

Hamburg - 12 Millionen Euro. So viel Geld hat der Hamburger SV 2019 von Zenit St. Petersburg für die Verpflichtung von Douglas Santos erhalten. Seine Finger im Spiel hatte damals der Spielerberater Marcus Haase. Dieser gibt vor Gericht an, einen Auftrag vom HSV für den Transfer bekommen zu haben. Die Hamburger streiten das ab. Es geht um eine Menge Geld. 1,2 Millionen Euro fordert Haase vom HSV für seine Dienste. Sportvorstand Jonas Boldt musste deshalb sogar vor Gericht erscheinen.

Parteien vor Gericht:Marcus Haase (Spielerberater), Jonas Boldt (Sportvorstand HSV)
Transfer:Douglas Santos (12 Millionen Euro)
Forderung:1,2 Millionen Euro

HSV-News: HSV-Sportvorstand Jonas Boldt muss vor Gericht erscheinen

Er war einer der Leistungsträger des HSV – Douglas Santos. Drei Saisons verzückte er die Fans im Volksparkstadion. Selbst in der zweiten Liga kickte der Brasilianer noch eine Saison und machte 33 Spiele. Dann musste Santos, auch aus finanziellen Gründen, leider verkauft werden. Der HSV forderte 25 Millionen Euro für den Außenverteidiger.

Jonas Boldt steht vor HSV-Fans. Er schaut auf einen Gerichts-Hammer, der den Rechtsstreit verdeutlicht.
Jonas Boldt muss vor Gericht. Es geht um 1,2 Millionen Euro. © Oliver Ruhnke/Imago

Letztendlich bekamen die Hamburger nicht einmal die Hälfte davon. Trotzdem gilt Santos mit 12 Millionen Euro Ablöse als einer der teuersten Transfers der Rothosen. Der HSV hätte Santos gerne noch länger in Hamburg gesehen. Er wollte jedoch Champions League spielen und der HSV hatte nach dem Abstieg große finanzielle Probleme.

Beim HSV ist es so, dass wir uns aus finanziellen Gründen mit einem Verkauf beschäftigen müssen.

Der damalige HSV-Sportvorstand Ralf Becker im Interview mit der BILD

Zum Ablauf des Transfers gibt es zwei Versionen. Marcus Haase gibt an, direkt am Transfer von Douglas Santos beteiligt gewesen zu sein. Als Spielerberater würden ihm deshalb mit dem HSV vereinbarte 10 Prozent Beteiligung zustehen. Unglücklich für Haase: es soll sich um eine mündliche Abmachung handeln, weshalb es keinen schriftlichen Vertrag gibt.

Der HSV um Sportvorstand Jonas Boldt kontert hingegen, dass Haase nie einen konkreten Auftrag erhalten haben soll. Somit habe er keinen Anspruch auf eine Zahlung. Trotzdem boten die Hamburger dem Spielerberater eine fünfstellige Summe, damit die Angelegenheit nicht vor Gericht geht.

HSV-News: Hamburger bieten Spielerberater fünfstellige Summe

Laut Marcus Haase habe es vor dem Transfer von Douglas Santos Telefonate mit dem ehemaligen HSV-Sportvorstand Ralf Becker gegeben. Sein Nachfolger Jonas Boldt soll Haase dann aber eine klare Absage erteilt haben. Es steht Aussage gegen Aussage. Der Streit zieht sich mittlerweile seit zwei Jahren.

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Der HSV wollte einer größeren Auseinandersetzung schon damals aus dem Weg gehen und bot Haase rund 300.000 Euro. Zu wenig für den Berater. Auch jetzt offerierte der HSV eine fünfstellige Summe zur Beendigung des Prozesses. Haase lehnte abermals ab. Das Verfahren läuft somit weiter – Ausgang ungewiss.* 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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