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„Einfach nur lächerlich“ – HSV-Fans attackieren Jonas Boldt

  • Jan Knötzsch
    VonJan Knötzsch
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Jonas Boldt spricht über den Nicht-Aufstieg des HSV in der letzten Saison und greift zwei Vereine an. Der HSV-Sportvorstand bekommt Gegenwind von Fans.

Hamburg – Der Hamburger SV krebst immer noch in der Zweiten Bundesliga herum. Und das aktuell mehr schlecht als recht. Nach dem katastrophalen Auftritt in Aue hat HSV-Trainer Tim Walter erst einmal einen Wutanfall hingelegt und damit eine HSV-News produziert. Zudem hat sich der HSV-Coach auch noch mit Aues Sören Gonther gezofft*. Die Nerven in der Hansestadt Hamburg* liegen offenbar schon ein wenig blank. Dabei hätte auch alles anders kommen können. Sagt Jonas Boldt*.

Der HSV-Sportvorstand hat im Podcast „kicker meets DAZN“ über die aktuelle und die vergangene Saison des HSV gesprochen. Auch über den verpassten HSV-Aufstieg: Er attackiert zwei Aufsteiger – und bekommt Stress mit Fans.

Fußballmanager:Jonas Boldt
Geboren:19. Januar 1982 (Alter: 39 Jahre) in Nürnberg
Position beim HSV:Sportvorstand
Vertrag beim HSV bis:30. Juni 2023
Vorheriger Verein:Bayer 04 Leverkusen

HSV-News: Sportvorstand Jonas Boldt attackiert Fürth und Bochum – „sie haben von Corona profitiert“

In dem Podcast, in dem Jonas Boldt auch erklärt hat, dass der HSV in dieser Saison nicht aufsteigen muss, fällt der 39-Jährige ein überraschendes Urteil: „Sie haben von Corona profitiert“, tritt der HSV-Sportvorstand, der früher Angestellter von Bundestrainer Hansi Flick in dessen Sportladen war*, gegen den VfL Bochum und die SpVgg Greuther Fürth, die den Sprung in die Bundesliga geschafft haben, verbal nach. Er wolle, so sagt Boldt, der damit schon wieder eine HSV-News heraufbeschworen hat, die Arbeit der beiden Vereine mit seiner Aussage jedoch nicht schmälern.

Fan-Ärger: HSV-Sportvorstand Jonas Boldt (links) bringt mit Aussagen Anhänger anderer Klubs gegen sich auf – doch auch HSV-Fans distanzieren sich von ihm und seinen Worten. (24hamburg.de-Montage)

„Sie hatten Spieler, die sehr attraktiv waren, die sie unter normalen Umständen verkauft hätten und damit einen Wechsel in der Mannschaft gehabt hätten“, analysiert Jonas Boldt aus seiner Sicht weiter. „Das haben sie nicht, dadurch haben sie die Spieler dieses Jahr ablösefrei verloren. Deshalb ist dieses Jahr der Umbruch größer, aber davor war Kontinuität da“, steht für Jonas Boldt fest, wo der Vorteil für Bochum und Fürth gelegen hat und die HSV-News vom Aufstieg zum wiederholten Male ausgeblieben ist.

HSV-News: Jonas Boldt bringt mit Aussage Fans enorm gegen sich auf – auch die Anhänger des HSV

So weit, so gut – oder eben nicht. Denn mit seinen Aussagen macht sich HSV-Sportvorstand Jonas Boldt, der bald über die HSV-Zukunft von Manuel Wintzheimer, Daniel Heuer Fernandes und Jan Gyamerah entscheiden muss, keine Freunde. Stattdessen wird der Mann, der beim HSV gerade einen Ex-Bayern-Spieler an der Angel hat*, von diversen Fans im Sozialen Netzwerk Facebook ziemlich hart attackiert. Und das nicht nur von Anhängern anderer Vereine, sondern auch von Fans des Klubs aus dem Volksparkstadion*, die ihr Team in dieser Saison im Mittelmaß angekommen sehen.

„Einfach nur lächerlich“, kommentiert ein User auf Facebook die Ausführungen von Jonas Boldt. „Bei allem Respekt, Herr Boldt, auf diese Ausrede muss man wirklich erst mal kommen“, schreibt ein anderer. Ein weiterer Facebook-Nutzer wirft Boldt vor: „Da kommt wohl Neid auf.“ Ein Bochum-Fan wirft HSV-News-Erzeuger Boldt vor, dass seine Meinung „zumindest in Bezug auf Bochum völliger Quatsch“ sei. Für einen der User ist „Jonas Boldt die meist überschätzte Person im Fußball-Management. Er hat noch nie was auf die Reihe gebracht.“

HSV-News: Fans zerreißen Jonas Boldt auf Facebook – „ist die meist überschätzte Person im Fußball-Management“

Erstaunlich: Auch die von guten HSV-News zuletzt wenig verwöhnten Fans des Zweitligisten aus Hamburg sind mit dem, was ihr Sportvorstand von sich gegeben hat, alles andere als einverstanden. „Was für ein Blödsinn. Boldt ist jetzt über zwei Jahre in Hamburg und hatte vier Transferperioden Zeit, eine gescheite Mannschaft zusammenzubauen. Das Ergebnis hat man gegen Aue gesehen“, zählt ein HSV-Fan den Sportvorstand des Klubs aus dem Volksparkstadion an.

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Ein weiterer Anhänger des Traditionsvereins aus Hamburg nimmt die Äußerung von Jonas Boldt, der zuletzt miterleben musste, wie TV-Experte Peter Neururer die Leistungen des Teams von HSV-Trainer Tim Walter öffentlich kritisierte*, humorvoll aufs Korn. Sein Statement zu der Aussage Boldts, Corona habe Fürth und Bochum bevorteilt und die HSV-News vom Aufstieg verhindert: „Und wenn der Taucher absäuft, ist die Badehose schuld.“ * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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