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HSV-News: Heiko Westermann schießt gegen Ex-Verein – „keine Führung“

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Von: Natalie-Margaux Rahimi

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Heiko Westermann hat beim HSV mit dem Spitznamen „HW4“ Legendenstatus erreicht. Seine Zeit war jedoch alles andere als leicht. Nun räumt er erneut mit dem Verein auf.

Hamburg – Er war elf Jahre lang Spieler des HSV. Heiko Westermann, durch Fans und HSV-News besser bekannt als HW4 – halb Mensch, halb Tier. Er nahm sogar einen Fan-Song mit HSV-Rapper Elvis auf und eroberte so die Herzen der HSV-Fans. Als Spieler wurde Heiko Westermann jedoch nicht immer geliebt, gerade seine Zeit als HSV-Kapitän war schwer – der Druck zu groß. Jahre nach Verlassen des Vereins, packt Westermann jetzt noch einmal über seine Zeit an der Elbe aus – mit harten Worten.

Fußballspieler:Heiko Westermann
Geboren:14. August 1983, Wasserlos, Alzenau
Position:Innenverteidiger
VereineHamburger SV, Schalke 04, Betis Sevilla, und mehr

HSV-News: Heiko Westermann packt über seine Zeit in Hamburg aus – „Beim HSV ging es nicht wirklich ums Fußballspielen“

Den schlimmsten Moment in der Geschichte des Hamburger SV, den erstmaligen Abstieg aus der Bundesliga 2018, erlebte Heiko Westermann nicht mehr als Spieler des Vereins mit. Den jahrelangen Überlebenskampf des HSV kennt er trotzdem nur zu gut. In einem Interview mit dem Onlineportal Watson sprach Heiko Westermann jetzt noch einmal über seine HSV-Zeit und verriet: „Beim HSV ging es nicht wirklich ums Fußballspielen. Es ging darum, in der Bundesliga zu bleiben und irgendwie das nächste Spiel zu gewinnen“.

Die HSV-Flagge mit der Raute weht, ist jedoch zerrissen. Davor Ex-Innenverteidiger Heiko Westermann der einen Vogel zeigt.
HSV-News: Harte Worte über den Verein – Heiko Westermann räumt mit HSV-Zeit auf. (24hamburg.de-Montage) © Waldmüller/imago & Ulmer/imago

Zu seiner Zeit war der HSV noch der Bundesliga-Dino – letztes Gründungsmitglied der Liga, das noch nie abgestiegen ist. Für alle Fans und Verantwortlichen gab es daher nur ein Ziel: Den erstmaligen Abstieg mit allen Mitteln zu verhindern, koste es, was es wolle. „Ich hatte elf Trainer in fünf Jahren. Ich bin ein sehr positiver Mensch, aber wenn der neunte Trainer kommt und wieder alles umschmeißt, ist es nicht von Vorteil“, erzählt Westermann weiter.

HSV-News: HW4 mit harten Worten über Ex-Verein – „Wir hatten keine klare Führung“

Westermann wolle zwar niemandem einen Vorwurf machen, „weil die Manager auch jährlich ausgetauscht wurden“. Jedoch sage man nicht ohne Grund, „dass viele Köche den Brei verderben“, urteilte der ehemalige Innenverteidiger weiter. Hinzu kam laut Westermann außerdem die mediale Präsenz in Hamburg. „Du hast viele Tageszeitungen, deshalb war immer Feuer unter dem Kessel“, erklärte er.

Immerhin die Führung des HSV scheint sich gefestigt zu haben: Jonas Boldt hält sich bereits seit 2019 im Amt des Sportvorstands – allerdings saßen unter ihm, mit Dieter Hecking, Daniel Thioune, Horst Hrubesch und nun Tim Walter, auch schon vier Trainer auf der Bank des HSV.

Als Fußballer habe er, Westermann, damals Aufgaben übernommen, die eigentlich gar nicht in das Profil eines Profis passen. „Ich habe mich zu Themen geäußert, die gar nicht in meinem Bereich lagen. Eigentlich müsstest du dich als Spieler immer nur auf das Fußballspielen konzentrieren“, klagte Westermann weiter. Zwar habe es auch mal ein oder zwei ruhige Jahre gegeben, aber „ansonsten war es schwer“, so HW4.

HSV-News: Trotz der „schwierigen Zeit“ findet Heiko Westermann auch versöhnliche Worte

Auch Jahre nach Westermanns Abgang läuft es beim HSV nicht rund – selbst Legende Uwe Seeler teilt mittlerweile schon gegen seinen Verein aus. Doch trotz der schwierigen Jahre hegt Westermann keinen Groll gegen seinen Ex-Verein. Er findet trotz der harten Kritik auch versöhnliche Worte und sorgt so für einen liebevollen Abschluss dieser HSV-News. „Dennoch ist mir der Verein echt ans Herz gewachsen. Ein cooler Club, mit geilem Stadion und vielen Fans“, erklärte er Watson.

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Seinen Spitznamen HW4 findet der ehemalige Innenverteidiger übrigens gar nicht schlimm. Lediglich „wenn es ins Lächerliche gezogen wird, finde ich es nicht mehr lustig, weil ich natürlich auch einen seriösen Job habe und ihn auch in Zukunft machen will“, sagte Westermann deutlich. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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