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HSV-News-Hammer: Verfahren um Bakery Jatta eingestellt!

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Von: Robin Dittrich

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Viel zu lange zog sich der Prozess um HSV-Star Bakery Jatta. Jetzt lehnte das Hamburger Amtsgericht die Verfahrenseröffnung ab. Jatta ist also unschuldig.

Hamburg – Über Jahre musste sich HSV-Star Bakery Jatta mit Anschuldigungen um seine Identität rumschlagen. Schon Ende des Jahres 2021 kündigte der Generalstaatsanwalt Jörg Fröhlich an, dass man kurz vor einer Entscheidung stehe. Die ist jetzt laut Berichten des Hamburger Abendblattes endlich gefallen: Bakery Jatta ist unschuldig! Die Eröffnung des Hauptverfahrens wurde abgelehnt. Als Grund wird angegeben, dass kein hinreichender Tatverdacht festgestellt werden konnte.

Doch die Staatsanwaltschaft lässt (noch) nicht locker: Wegen eines angeblichen Verfahrensfehlers droht im Fall Jatta schon die nächste Runde.

Fußballspieler:Bakery Jatta
Geboren:6. Juni 1998 in Gunjur, Gambia
Beim HSV seit:1. Juli 2016
Vertrag bis:30. Juni 2024

Bakery Jatta kann endlich aufatmen: das jahrelange Verfahren wurde eingestellt

Schon im Jahr 2015 flüchtete Bakery Jatta aus Gambia nach Deutschland. Er gab damals an, minderjährig zu sein und erhielt so einen besonderen Schutz als Geflüchteter. Die Hamburger Staatsanwaltschaft hatte jedoch Zweifel an der Identität Jattas, der seit 2016 beim Hamburger SV spielt. Sie leiteten im Sommer 2019 ein Verfahren ein – Ende 2021 wurde dann offiziell Anklage gegen Jatta erhoben. Von seiner Unschuld überzeugt (wer sollte es besser wissen als Jatta selbst), ging der Prozess nicht ganz spurlos an Jatta vorbei.

Bakery Jatta lacht und hält seine Hand auf die HSV-Raute auf seinem Trikot. Im Hintergrund ist eine volle Tribüne im Volksparkstadion zu sehen.
Bakery Jatta kann endlich aufatmen: Das Verfahren um seine Identität wird eingestellt. (24hamburg.de-Montage) © Imago

Jetzt kann er endlich aufatmen. Das Hamburger Amtsgericht eröffnet kein Hauptverfahren gegen den Gambier. Die Beweise gegen Jatta hätten schlichtweg nicht ausgereicht, um ein Verfahren zu rechtfertigen. Laut Abendblatt wäre ein Freispruch bei einem Verfahren sehr wahrscheinlich gewesen: „Das Ermittlungsergebnis trägt im vorliegenden Fall die Tatvorwürfe nicht“ lautet der Beschluss des Amtsgerichts. Jatta soll zukünftig keine Ermittlungen mehr befürchten müssen, „Nachermittlungen sind nicht veranlasst.“

Haltlose Vorwürfe gegen Bakery Jatta befeuerten das Verfahren

Die Diskussion um Bakery Jattas Identität wurde durch die „Sport Bild“ befeuert, die behauptete, Jatta sei in Wirklichkeit Bakery Daffeh und somit zwei Jahre älter. Daffeh war ein schon bekannter Spieler aus Gambia, der bei der Einreise Jattas in Deutschland 2015 nicht mehr minderjährig gewesen wäre. Ein besonderer Schutz für Minderjährige hätte für ihn also nicht mehr gegolten. Der Vorwurf der Sport Bild: Jatta machte sich zwei Jahre jünger, um eine Aufenthaltsgenehmigung zu erhalten.

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Laut Amtsgericht konnte die Staatsanwaltschaft nichts dergleichen nachweisen – die Vorwürfe waren vollends haltlos. Auch ein von der Universität Freiburg erstelltes Gutachten hinsichtlich der Identität sei als Beweis nicht ausreichend. Jattas Anwalt Thomas Bliwier äußerte schon im letzten Jahr scharfe Kritik an dem Gutachten.
Nach all dieser Zeit und den schlimmen Vorwürfen gegen den HSV-Liebling steht laut Amtsrichter Stegmann endlich fest: „Nach dem Ermittlungsergebnis muss hinreichend sicher davon ausgegangen werden, dass der Angeschuldigte Bakery Jatta heißt und am 6.6.1998 geboren wurde.“ Bleibt zu hoffen, dass sich Bakery Jatta schnellstmöglich von dieser heftigen Phase erholt. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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