Neue Verbalattacke

HSV-News: Ex-Torwart Frank Rost wird zum Dauer-Pöbler – „alle austauschbar“

  • Jan Knötzsch
    VonJan Knötzsch
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Ruhe rund um den HSV? Ein Widerspruch in sich. Sportlich läuft‘s langsam, dafür steht der Verein arg in der Kritik. Ex-Torwart Frank Rost rastet wieder aus.

Hamburg – Eine Runde auf den HSV drauf hauen, dem Verein aus dem Volksparkstadion* mal verbal so richtig einen vor den Kopf knallen – das gehört offenbar inzwischen zum guten Ton in und um die Hansestadt Hamburg* herum. Nicht nur für Fans aus dem gegnerischen Lager. Nein, auch für Personen, die in Hamburg mal in Amt und Würden standen. Manch einer kann‘s einfach nicht lassen, wird gefühlt als Dauer-Pöbler zum festen Bestandteil von HSV-News.

So wie Frank Rost. Der Ex-HSV-Torwart hat dem Hamburger SV gerade erst ein großes HSV-Schreckensszenario als möglich vorhergesagt. Jetzt reitet der 48-Jährige schon die nächste Attacke, die zu einer HSV-News führt.

Ex-Fußballspieler:Frank Peter Rost
Geboren:30. Juni 1973 (Alter: 48 Jahre) in Chemnitz
Stationen als Spieler im Herrenbereich:Red Bull New York, Hamburger SV, Schalke 04, Werder Bremen, 1. FC Markkleeberg
Trainerstationen:Werder Bremen Jugend, Hamburger SV Frauen
Eltern:Peter Rost, Christina Rost

HSV-News: Ex-Torhüter Frank Rost sieht Schreckensszenario kommen – das hält er für den Auslöser

„Es wird verdammt schwer, da wieder rauszukommen. Vielleicht geht es irgendwann auch noch eine Etage tiefer, ich würde es nicht ausschließen“, hatte Frank Rost noch vorm Nordderby im „kicker“ orakelt, als die Mannschaft von HSV-Trainer Tim Walter* im Tabellenmittelfeld zu versinken drohte. Neben Kritik an der Zusammenstellung des Teams, in dem eine stabile Achse fehle und es zu oft HSV-News von der Verpflichtung von Spielern gegeben hätte, die „von Absteigern verpflichtet“ sein worden, hatte Frank Rost auch gegen die handelnden Personen im Verein geschossen.

Wutanfall, Teil zwei: Ex-HSV-Torhüter Frank Rost knöpft sich erneut seinen ehemaligen Verein vor und wird bei seiner Kritik sehr deutlich. (24hamburg.de-Montage)

Beim HSV habe es, so sagte Rost im „kicker“-Interview, zu viele Entscheidungsträger gegeben „die mit Profisport leider nichts zu tun hatten.“ Dabei sei nicht nur der ehemalige HSV-Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann* Schuld an schlechten HSV-News in der Vergangenheit gewesen: „Die Probleme saßen auch im Aufsichtsrat. Und das hat sich über Jahre so durchgezogen. Es ist ein Grund, warum der HSV jetzt in der 2. Liga gelandet ist“, sagte Rost dem „Kicker“.

HSV-News: Frank Rost reiht sich in Kritiker-Riege ein – auch diese Personen schießen verbal gegen den HSV

Damit hatte Sich Frank Rost im Vorfeld des Nordderbys in den Reigen einer ganzen Armada von Auslösern schlechter HSV-News eingereiht: Klaus-Michael Kühne pöbelte gegen die HSV-Transfers. Auch HSV-Legende Uwe Seeler* hat Probleme, die HSV-Neuverpflichtungen nachzuvollziehen. Mit Aaron Hunt ätzte ein Ex-HSV-Spieler gegen seinen früheren Verein*. Und Bremens Ex-Torwart Tim Wiese bombardierte den HSV mit martialischen Worten. Nach dem Nordderby krachte im TV es zwischen HSV-Trainer Tim Walter und TV-Experte Martin Harnik.

Da sind vom Präsidenten bis zum Ersatzspieler alle austauschbar, ich kann mich da mit kaum jemandem noch identifizieren.

Ex-HSV-Torwart Frank Rost om Podcast „kicker meets DAZN“

Und weil es sich offenbar in die Kerbe, in die alle schlagen, so leicht auch noch ein weiteres Mal einprügeln lässt, wird Frank Rost nun zum Dauer-Pöbler – und legt fies nach, indem er die nächste HSV-News provoziert: „Es ist halt Zweite Liga. Nicht mehr und nicht weniger“, attestiert der frühere HSV-Schlussmann dem Verein aus der Stadt von Landungsbrücken* und Michel*, dass er nur noch Tristesse ausstrahle und Begeisterungsstürme früherer Zeiten längst verblasst sind.

HSV-News: „Ich kann mich da mit kaum jemandem noch identifizieren“ – das fehlt Frank Rost beim HSV und auch in Bremen

„Ich persönlich glaube, dass wir damals mehr Persönlichkeiten hatten. Heute sind da zwei Mannschaften, da sind vom Präsidenten bis zum Ersatzspieler alle austauschbar, ich kann mich da mit kaum jemandem noch identifizieren“, schreibt er im Podcast „kicker meets DAZN“ sowohl dem HSV als auch Werder Bremen ins Stammbuch.

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„Dass jemand mal etwas ausstrahlt und Verantwortung übernimmt, das gibt es nach meinem Dafürhalten kaum noch“, sagt Rost und findet, dass das Problem nicht in Hamburg oder Bremen, sondern allgemein im heutigen Fußball liegt: „Es wird auch direkt unterbunden in der Ausbildung. Individualität wird komplett kastriert.“ * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Team2/imago & Waldmüller/imago

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