1. 24hamburg
  2. HSV

HSV-News: „So viele Dilettanten“ – Ex-Handball-Coach attackiert Verein

Erstellt:

Von: Jan Knötzsch

Kommentare

Bob Hanning hat mit Fußball wenig zu tun. Dafür aber mit dem HSV – allerdings mit den Handballern. Da war er mal Coach. Jetzt rechnet er mit dem HSV-Fußball ab.

Hamburg – Die Gegend rund um das Volksparkstadion kennt Bob Hanning bestens. Auch wenn er mit den Fußballern des Hamburger SV so eigentlich gar nicht viel zu tun hat. Aber: Der Mann hat immerhin eine HSV-Vergangenheit. Bei den HSV-Handballern. Die führte Hanning zwischen den Jahren 2002 und 2005 aus dem Tabellenkeller in die ungeahnte Höhen des europäischen Geschäfts. Sphären und HSV-News, von denen der Klub im Fußball als Zweitligist nur träumen kann.

Und das nervt Bob Hanning. Noch mehr geht ihm auf den Zeiger, dass dieser Misserfolg selbstverschuldet ist. So sagt es zumindest der Ex-Handball-Coach. Und holt zur großen Abrechnung aus, was beim HSV alles falsch gelaufen ist.

Handballtrainer und Sportfunktionär:Hans Robert „Bob“ Hanning
Geboren:9. Februar 1968 (Alter: 53 Jahre) in Essen
Aktuelle Tätigkeit:Vizepräsident des Deutschen Handballbundes (DHB)
Erlernter Beruf:Kaufmann
Spitzname:„Napoleon“

HSV-News: Handball-Ikone Bob Hanning reizt Job bei HSV-Fußballern – „da würde ich niemals nie sagen“

„Wenn mich in Hamburg noch einmal eine sportliche Aufgabe reizen würde, dann tatsächlich im Fußball. Da würde ich niemals nie sagen“, verrät Bob Hanning Und zwar in seinem Buch „Hanning. Macht. Handball“, das er veröffentlicht und wegen dem er jüngst Gast im Podcast des Hamburger Abendblatts war. Die fehlenden, richtig guten HSV-News der zurückliegenden Wochen, Monate und Jahre lassen Bob Hanning alles andere als kalt. Das gibt der Handball-Trainer – aktuell Vizepräsident des Deutschen Handballbundes (DHB) – entsprechend wortgewaltig preis.

Im Hintergrund HSV-Fahnen auf der Tribüne im Volksparkstadion. Im Vordergrund der Handballtrainer -und funktionör Bob Hanning.
Einmal laut schreien: Ex-HSV-Handballtrainer Bob Hanning rechnet mit den Fußballern des HSV ab. (24hamburg.de-Montage) © Philipp Szyza/imago & camera4+/imago

„Schon zu meiner Zeit bei den Hamburger Handballern habe ich mich immer gewundert, warum dieser Club nicht dauerhaft in der Champions League spielt. Mein Herz blutet, wenn ich sehe, wie der HSV seit Jahren in der Zweiten Liga herumdümpelt“, heißt es in dem Buch von Bob Hanning, der beim Abendblatt ergänzt: „Die Treue der Fans zu diesem Club und die Möglichkeiten in einer Stadt wie Hamburg, wo das Geld auf der Straße liegt, sind unbegrenzt.“ Die HSV-News von großen sportlichen Momenten fehlen dennoch.

HSV-News: Bob Hanning von HSV-Misserfolg getroffen – „mir blutet das Herz, wenn ich sehe, wie der HSV seit Jahren in der Zweiten Liga herumdümpelt“

Für Bob Hanning steht fest: „Es waren im Laufe der Jahre so viele Dilettanten am Werk, dass ich sie gar nicht mehr alle zusammenbekomme. Leute, die sich über den Verein profilieren wollten. Und Leute, die von Führung ganz offensichtlich keine Ahnung hatten. Ganz grausam.“ Doch wie hätte er für bessere HSV-News in den vergangenen Jahren gesorgt? „Entscheidend für Erfolg ist, dass jeder bereit ist, ein Stück mehr zu geben, als er sich selbst nimmt. Ein Verein darf nicht zum In­strument von einzelnen Personen werden“, so Hanning gegenüber dem Abendblatt..

Für den 53-Jährigen steht fest, dass auch die aktuelle HSV-Spitze mit Sportvorstand Jonas Boldt, der die Stadt Hamburg wegen der Corona-Beschränkungen für den HSV attackiert hat, und Finanzchef Frank Wettstein, der sich über zehn Millionen Euro Coronahilfe für den HSV freuen kann, nicht die Ideallösung für bestmögliche HSV-News ist. „Manchmal ist ein König, wenn er an alle denkt, besser als eine Demokratie. Es hilft, wenn du einen starken Mann an der Spitze eines Unternehmens hast. Aber nur dann, wenn er an alle denkt und alle mitnimmt“, so Hannings Meinung.

HSV-News: Handball-Coach Bob Hanning sieht Probleme – „Leute, die von Führung offensichtlich keine Ahnung hatten – ganz grausam“

Und für den Fall, dass es wirklich einmal die HSV-News gibt, dass Bob Hanning einen Posten bei den HSV-Fußballern übernimmt, kennt er auch schon seinen einer ersten Arbeitsschritte: Der amtierende DHB-Vizepräsident würde dafür sorgen, dass es eine Philosophie beim Volkspark-Club gibt, dessen Team um Trainer Tim Walter auf einmal Aufstiegs-Favorit ist und der künftig die 2G-Regel im Volksparkstadion anwendet.

Noch mehr News aus Hamburg und Umgebung und zum HSV erhalten Sie mit unserem Newsletter – jetzt kostenlos anmelden!

„Ich habe immer vom Hamburger Weg gelesen und mich gefragt: Was ist denn eigentlich der Hamburger Weg? Was ist die Philosophie?“, fragt sich Bob Hanning im Abendblatt für was der Verein, bei dem es HSV-Transfergerüchte um Top-Talent Robin Velasco gibt, die Rückkehr eines Nürnbergers im Raum steht und HSV-Trainer Tim Walter gerne einen Weltstar hätte, denn eigentlich steht. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare