Am 1. August 2021 gegen Dynamo Dresden

HSV-News: Zuschauer erlaubt – nur Hamburgerinnen und Hamburger im Stadion

  • Jan Knötzsch
    VonJan Knötzsch
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Wenn der HSV am 1. August 2021 in der neuen Saison im Volksparkstadion sein erstes Heimspiel absolviert, dürfen Fans dabei sein. Ein Problem gibt es allerdings.

Hamburg – Das Warten hat ein Ende. Endlich. Nein, es geht nicht darum, dass der Hamburger SV bereits sein erstes (Test-)Spiel absolviert hat. Und auch nicht um die noch immer andauernde Suche nach einem weiteren Stürmer neben dem bereits verpflichteten Robert Glatzel. Die Rede ist vielmehr davon, dass der HSV – ebenso wie der FC St. Pauli – endlich weiß, dass er sein erstes Heimspiel des Saison 2021/2022 in der Zweiten Bundesliga vor Zuschauern absolvieren darf. Das Volksparkstadion wird gefüllt sein – nicht ganz, aber immerhin mit einer nennenswerten Zahl an Fans.

Stadion in Hamburg:Volksparkstadion
Eröffnung:1953
Kapazität:57.000 Plätze
Eigentümer:HSV Fußball AG
Adresse:Sylvesterallee 7, 2252 Hamburg

HSV und FC St. Pauli einigen sich mit Behörden um Sportsenator Andy Grote – beide Klubs dürfen zum Saisonauftakt Stadion zu 30 Prozent auslasten

Die beiden Hamburger Zweitligisten dürfen zum Auftakt der neuen Saison ihre Heimspiele mit einer Stadionauslastung von 30 Prozent bestreiten. Darauf haben sich die zuständigen Behörden aus Hamburg und die Klubs geeinigt. „Mit diesem Schritt kommen wir der sportlichen Normalität ein gutes Stück näher“, sagt Andy Grote (SPD). Der Hamburger Sport- und Innensenator Grote mahnt gleichzeitig auch zur Vorsicht in der aktuellen Phase der Coronavirus-Pandemie: „Wir bleiben aber verantwortungsbewusst“, erklärt er die Begrenzung der Zuschauer im Stadion.

Zum ersten Heimspiel der Saison 2021/2022 in der Zweiten Bundesliga darf der HSV das Volksparkstadion zu 30 Prozent auslasten. (24hamburg.de-Montage)

30 Prozent Auslastung – was bedeutet das für den HSV nun genau? Während der FC St. Pauli bereits am ersten Spieltag der neuen Saison am 25. Juli zu Hause spielt und gegen Holstein Kiel 9000 Fans ins Millerntorstadion lassen darf, ist die Mannschaft des neuen Trainers Tim Walter, der im Kader noch jede Menge Baustellen hat, zum Saisonauftakt erst einmal auswärts aktiv. Sie trifft am 23. Juli 2021 auf den FC Schalke 04, den neuen Verein von Ex-HSV-Stürmer Simon Terodde.

HSV-News: Über weitere Auslastung im Volksparkstadion und Millerntorstadion wird zu späterem Zeitpunkt entschieden

Ein Heimspiel des HSV im Volksparkstadion steht am 1. August 2021 auf dem Plan. Dann ist der HSV Gastgeber von Dynamo Dresden. Legt man die 30-Prozent-Regel bei einer Kapazität von 57.000 Plätzen in der Heimspielstätte des Zweitligisten aus der Stadt von Alster und Elbe zugrunde, dann können gut 17.000 Zuschauer die Begegnung vor Ort in der Arena in Hamburg-Stellingen verfolgen. Laut der Hamburger Innenbehörde dürfen im Volksparkstadion nur Sitzplätze vergeben werden. Nach zuschauerlosen Zeiten, die den Verein in der Corona-Phase um viel Geld gebracht haben, immerhin eine positive Perspektive.

Gäste-Fans sind nicht zugelassen. Die Tickets sind personalisiert und werden nur an Zuschauer mit Erstwohnsitz in Hamburg vergeben. „Wir freuen uns, dass wir für die Vereine jetzt Klarheit schaffen konnten“, sagt Sportsenator Andy Grote, „insgesamt können damit mehrere Zehntausend Fans beim Saisonstart ihrer Mannschaften dabei sein, die jetzt mit zusätzlichem Rückenwind in die neue Saison starten.“ Über eine weitere Auslastung der Stadien in Hamburg soll zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden.

HSV-News: Nur Menschen mit Wohnsitz im Hamburger dürfen ins Stadion – Verein denkt über Beschwerde und Widerspruch nach

Und genau die Sache mit den Fans, die ihren Erstwohnsitz in Hamburg haben müssen, regt den HSV auf. „Das können und wollen wir so nicht akzeptieren. Unsere Stadtgrenzen liegen weniger als vier Kilometer vom Volksparkstadion entfernt und unsere Anhängerschaft kommt zu einem großen Teil auch aus den benachbarten Bundesländern. Wir sehen aufgrund der ohnehin erforderlichen Kontaktnachverfolgung mit personalisierten Tickets und vielen weiteren Schutzmaßnahmen zudem keinerlei Zusatznutzen im Sinne der Pandemiebekämpfung“, sagt HSV-Vorstand Frank Wettstein.

Der HSV prüft deshalb eine Beschwerde und einen möglichen Widerspruch gegen diese Auflage. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Transparenzhinweis: Der Text wurde am 2. Juli 2021 um 19:08 Uhr aktualisiert.

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