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HSV-News: Bundesliga nicht verdient? So sieht‘s der Mainz-Boss

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Von: Jan Knötzsch

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Der HSV ist zweitklassig. Ebenso wie Schalke und Bremen. Große Klubs. Mainz 05-Boss Stefan Hofmann hat eine klare Meinung zu den Traditionsvereinen.

Hamburg – Der Name dürfte den meisten Fans des Hamburger SV nichts sagen: Stefan Hofmann. Stefan wer? Nie gehört? Gut denkbar. Denn Stefan Hofmann hat mit Hamburg eigentlich wenig am Hut. So wie der Norddeutsche mit Karneval. Oder irgendwelchen anderen Bräuchen, die nicht gerade in und um die Hansestadt Hamburg ihren Ursprung haben. Aber was ist nun mit Stefan Hofmann? Der Mann ist für die aktuellste HSV-News verantwortlich.

Denn in Sachen Fußball hat Stefan Hofmann tatsächlich schon einen Namen. Zumindest im Südwesten der Republik. Dort ist besagter Hofmann derzeit Vorstandsvorsitzender. Genauer gesagt: bei Mainz 05. Von dort aus sagt er seine Meinung.

Fußballverein:Hamburger SV
Gegründet:29. September 1887
Vereinsfarben:Blau-Weiß-Schwarz
Mitglieder:84.200

HSV-News: Vorstandsvorsitzender von Mainz 05 kann auf Vereine wie den HSV in der Ersten Liga verzichten

Mit seinem Klub FSV Mainz 05 ist Hofmann dort vertreten, wo der HSV gerne hin will: in der Bundesliga. Sportlich könnte man sagen, dass Hofmann dem HSV Lichtjahre voraus ist. Die Lage bei den Rheinhessen ist um einiges besser als beim HSV, bei dem es gerade erst das Finanzbeben um HSV-Finanzchef Frank Wettstein gegeben hat. Während der Klub aus dem Volksparkstadion überlegt, wie es bald ohne Frank Wettstein im HSV-Vorstand weitergeht, hat Hofmann eine deutliche Sicht der Dinge, warum der HSV dort ist, wo er ist – und dass er in der Ersten Liga nicht unbedingt fehlt. Zumindest nicht Stefan Hofmann. Das gilt beim Mainz-Boss auch für Werder Bremen und Schalke 04.

Im Hintergrund HSV-Fahnen. Im Vordergrund das Wappen von Mainz 05 und Mainz-Boss Stefan Hofmann sowie HSV-Trainer Tim Walter.
Mainz-Boss Stefan Hofmann (rechts) hat eine klare Sicht auf den HSV um Trainer Tim Walter (links). (24hamburg.de-Montage) © Hoch2/angerer/imago & Martin Hoffman/imago & MIS/imago

Und das sagt Hofmann in einer der Fachzeitschriften schlechthin: dem „kicker“, einer Institution in Sachen guter Fußball-Berichterstattung. Der 58-Jährige, früher selbst als Trainer im Jugendbereich tätig, antwortet im „kicker“ auf die Frage, ob ihm Traditionsvereine wie der FC Schalke 04, der SV Werder Bremen oder der HSV in der Ersten Bundesliga fehlen würden, mit einem klaren „Nein“. Rumms! Das sitzt, wenn man es als Fan mit dem HSV hält und schon daran zu knabbern hat, dass der HSV in der zweiten Liga nur noch Mittelmaß ist und der FC St. Pauli nicht nur in den Augen von Ex-HSV-Spieler Sergej Barbarez die Nummer eins in Hamburg ist.

HSV-News: Mainz-Boss Stefan Hofmann fehlen auch Werder und Schalke nicht – diese Kritiker ätzen gegen den HSV

Die HSV-Fans stellen sich bereits die bange Frage: Ist der HSV etwa unaufsteigbar? Eine Statistik macht dem HSV Mut, wo Trainer Tim Walter zuletzt verbal gegen seine Kritiker ausgeteilt hat. Und derer gibt es viele: Unter anderem ätzte gerade erst TV-Experte Torsten „Tusche“ Mattuschka gegen den HSV, der ehemalige HSV-Spieler Mladen Petric sieht die HSV-Entwicklung skeptisch.

Auch TV-Experte Peter Neururer pöbelt immer wieder gegen HSV-Trainer Tim Walter und seine Mannschaft. Gleiches gilt für Ex-HSV-Trainer und -Spieler Felix Magath, dem wiederholt wegen des HSV der Kragen geplatzt ist. Dagegen sind die Äußerungen von Stefan Hofmann im „kicker“ vergleichsweise sachlich. Denn so sehr den Fans des HSV, bei dem Torwart Daniel Heuer Fernandes mit anderen Klubs spricht, die Aussagen des Mainz-Bosses auch weh tun müssen – er begründet seine Sicht der Dinge.

HSV-News: Vorstands-Chef von Mainz 05 wütet – darum hat der HSV die erste Liga nicht verdient

„Fußball ist Sport. Die Sportliche Leistung entscheidet“, sagt Stefan Hofmann im „kicker“-Interview mit Blick auf die Traditionsvereine Schalke, Werder und HSV, der laut Mittelfeldmann Jonas Meffert auch mal „einen Gegner töten“ muss. Sportlich läuft‘s beim HSV tatsächlich nicht. Acht Unentschieden sprechen eine klare Sprache: der Verein aus der Stadt von Hamburger Hafen und Michel läuft in der Zweiten Bundesliga der Musik hinterher.

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„Ob wir ein Stadion haben, in das knapp über 30.000 Zuschauer reingehen und im Schnitt 27.000 kommen oder ob ein Verein ein Stadion mit 64.000 Plätzen besitzt und regelmäßig ausverkauft ist – das ist nicht entscheidend“, sagt Mainz-Boss Stefan Hofmann im „kicker“ und schließt seine Aussagen mit den Worten: „Es spielen die in der Bundesliga, die es verdient haben“. Und das hat die Mannschaft aus dem Volkspark, die in dieser Saison wieder einmal gute HSV-News jagt, aber selten realisiert, offenkundig nicht. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Transparenzhinweis: Dieser Text wurde am Donnerstag, 11. November 2021, um 8:22 Uhr aktualisiert.

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