Abwehrmann redet Klartext

HSV-News: Abrechnung nach Aus – so räumt Toni Leistner mit Gerüchten auf

  • Jan Knötzsch
    VonJan Knötzsch
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Belgien statt Hamburg: Trotz seines Abschieds vom HSV beschäftigt sich Toni Leistner noch mit dem Verein. Er rückt Unterstellungen gegen ihn ins rechte Licht. 

Hamburg – Seit Freitag, 3. September 2021, ist das Kapitel Toni Leistner beim Hamburger SV Geschichte. Nachdem erst vermutet worden war, der 31-Jährige würde nach seiner Freistellung womöglich seinen Vertrag bis 2022 in Hamburg aussitzen, sprießten HSV-Transfergerüchte um einen Wechsel zu Hansa Rostock und verschwanden genauso schnell. Genau wie die Spekulationen um einen Transfer zum 1. FC Köln.

Toni Leistner, so die jüngste HSV-News, ist stattdessen nach Belgien gewechselt. Doch der HSV lässt ihn nicht los. Der 31-Jährige legt nochmal nach, diesmal verbal. Mit der einen oder anderen Ohrfeige für Hamburg und den Verein.

Fußballspieler:Toni Leistner
Geboren:19. August 1990 (Alter 31 Jahre), Dresden
Position:Innenverteidiger
Verein:VV St. Truiden
Marktwert:1,0 Million Euro (Quelle: transfermarkt.de)

HSV-News: Toni Leistner widerspricht nach Abschied Darstellung des Vereins und räumt mit Unterstellungen auf

Auch nach seinem Aus beim Klub aus dem Volksparkstadion ist Toni Leistner so wie immer: offenes Visier, keine Rücksicht auf Verluste. Ähnlich, wie sich der Abwehrspieler nach der EM 2021 auf Twitter mit einem England-Fan zoffte. Oder im gleichen Sozialen Netzwerk mehr als deutlich auf Kritik von HSV-Fans reagiert und HSV-News produziert. Diesmal kriegen aber nicht die Anhänger des HSV ihr Fett weg, die lobt er sogar. Stattdessen rechnet Toni Leistner ab. Er wehrt sich gegen diverse Unterstellungen. Dinge, die aus seiner Sicht unwahr sind.

Toni Leistner redet nach seinem HSV-Abschied noch einmal Klartext. (24hamburg.de-Montage)

„Dass es so abrupt endet, hätte ich nicht gedacht“, zitiert das Hamburger Abendblatt den Abwehrspieler, der letztmals am 23. August 2021 gegen den SV Darmstadt 98 im HSV-Kader von Trainer Tim Walter steht. Besser gesagt: sitzt. Draußen auf der Ersatzbank. Die Fans feiern ihn trotzdem. „Ich wusste zu dem Zeitpunkt nicht, dass es mein letztes Spiel ist. Aber wenn man es Revue passieren lässt, geht das runter wie Öl. Wenn man nach nur einem Jahr so gefeiert wird, zeigt es, dass man etwas Positives hinterlassen hat“, sagt der in vergangenen Saison lange verletzte Toni Leistner.

HSV-News: Toni Leistner unterschreibt eidesstattliche Versicherung – die Instagram-Nachricht komme nicht von ihm

Was folgt, ist die HSV-News um den Instagram-Zoff, der das Ende von Toni Leistner beim Hamburger SV einleitet. In einer privaten Nachricht, die öffentlich wird, kritisiert er Trainer und Vereinsführung. Oder anders formuliert: Er soll sie kritisiert haben. Dass er die Nachricht verfasst hat, bestreitet Toni Leistner weiterhin. Wie das Abendblatt berichtet, habe der 31-Jährige sogar eine eidesstattliche Versicherung unterzeichnet, dass er nicht der Verfasser ist. Für den HSV egal. Der vorher schon in Ungnade gefallene Innenverteidiger ist spätestens nach dieser Geschichte zum Abschuss freigegeben.

„In ergebnisoffenen Gesprächen (…) wurde über die aktuell ihm zugedachte Rolle innerhalb der Mannschaft gesprochen. Diese wollte er in der vorgetragener Form nicht annehmen“, vermeldet der HSV schließlich das Aus von Toni Leistner, der seinen Stammplatz an Jonas David verloren hat. „Es war schon so, dass mir mitgeteilt wurde, dass es für beide Seiten besser wäre, einen Schnitt zu machen und eine faire Lösung zu finden“, hat Toni Leistner zur HSV-News seines Abschieds eine ganz andere Sichtweise. Wie in weiteren Punkten auch.

HSV-News: Toni Leistner wird „immer positiv an den HSV zurückdenken“ – aber „ich lasse mich nicht verbiegen

„Manchmal passt ein Spieler nicht in die Philosophie des Trainers. Das ist auch nicht schlimm. Ich finde nur, dass man dann eine gewisse Ehrlichkeit an den Tag legen sollte, dass es miteinander nicht funktioniert“, sagt Leistner im Abendblatt und reagiert auch auf die HSV-News, er habe nicht mehr vollen Einsatz gezeigt: „Was ich mir nicht vorwerfen lasse ist, dass ich mich hängen gelassen habe und nicht alles gegeben habe im Training. Wer mich kennt, der weiß ganz genau, dass es bei mir nur Vollgas gibt.“

Es wird von Jahr zu Jahr beim HSV über den Haufen geworden, was man zuvor noch analysiert hat

Ex-HSV-Spieler Toni Leistner

Auch einen Streit mit Trainer Tim Walter nach dem Stadtderby gegen den FC St. Pauli habe es – anders als in HSV-News kolportiert – nicht gegeben. „Das ist frei erfunden“, wettert Toni Leistner, der noch eine Kritik in petto hat: „Es wird von Jahr zu Jahr beim HSV über den Haufen geworden, was man zuvor noch analysiert hat.“ Sein Abgang, so zeigt sich Leistner einsichtig, „hätte ruhiger verlaufen können.“ Dennoch werde er „immer positiv an den HSV zurückdenken.“

Aber mit einer klaren Ansage: „Ich werde mich nie verbiegen lassen.“ * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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