1. 24hamburg
  2. HSV

HSV-Spätstarter vor Verlängerung – wegen besonderer Verbindung zu Tim Walter?

Erstellt:

Von: Antonio José Riether

Kommentare

Zu Beginn der Saison überraschte HSV-Trainer Tim Walter, als er auf Maximilian Rohr aus der Reservemannschaft setzte. Nun steht der 26-Jährige vor einer Vertragsverlängerung.

Hamburg – Momentan laufen beim HSV die Planungen für die restliche sowie die kommende Spielzeit. Die Verantwortlichen des Aufstiegskandidaten stehen dabei vor einigen kniffligen Entscheidungsfragen, besonders die auslaufenden Verträge stellen eine Herausforderung dar. Neben den Arbeitspapieren der Leihspieler Miro Muheim und Mikkel Kaufmann sowie dem des wechselwilligen Faride Alidou, laufen drei weitere Verträge diesen Sommer aus. Bei Jan Gyamerah und Manuel Wintzheimer herrscht offenbar noch Unklarheit über eine Verlängerung, Maximilian Rohr hingegen soll länger gebunden werden.

HSV-Profi:Maximilian Rohr
Geboren am (Alter):27. Juni 1995 (26 Jahre)
Beim HSV seit:29. September 2020
Spiele für den HSV:6 Pflichtspiele (1 Vorlage)

Hamburger SV: Spätstarter und Langzeitverletzter Maximilian Rohr vor Verlängerung?

HSV-Fans werden sich gewundert haben, als Trainer Tim Walter bei seinem Amtsantritt einen 26-Jährigen aus der zweiten Mannschaft aus dem Hut zauberte. Nach nur drei Einsätzen für die Regionalliga-Reserve in der chaotischen ersten Corona-Saison empfahl sich Rohr für höhere Aufgaben. Am ersten Spieltag der laufenden Spielzeit feierte er sein Profi-Debüt gegen den FC Schalke 04, bei dem er nach seiner Einwechslung prompt einen Treffer vorbereitete. Auch in den nächsten fünf Zweitliga-Partien wurde Rohr eingesetzt, stand dabei sogar einmal in der Startelf. Dann folgte ein herber Rückschlag für die Überraschung der ersten Spieltage.

Tim Walter kennt Maximilian Rohr noch aus Karlsruher Zeiten. (24hamburg.de-Montage)
Tim Walter kennt Maximilian Rohr noch aus Karlsruher Zeiten. (24hamburg.de-Montage) © RHR-Foto/Jan Huebner/Laci Perenyi/imago-images

Der Defensiv-Allrounder zog sich Anfang September eine komplexe Muskelverletzung zu, die ihn für fünf Monate ausbremste. Erst kürzlich kehrte Rohr ins Mannschaftstraining zurück, am vergangenen Montag absolvierte er seine erste komplette Einheit mit dem Team. Trotz seiner Zwangspause gibt es aber gute Nachrichten für den Schwaben. Denn seine Auftritte vor seiner monatelangen Leidenszeit könnten ihm nun einen neuen Kontrakt bescheren, wie die Mopo berichtet. Demzufolge soll die HSV-Führungsriege auch in Zukunft mit dem Spätstarter planen, die Gespräche über eine Vertragsverlängerung sollen bereits laufen.

Hamburger SV: Trainer Tim Walter sagte Rohr einst eine Profikarriere voraus

Auch wenn Rohr gerade einmal sechs Pflichtspiele für den HSV absolvierte, genießt er innerhalb des Vereins eine hohe Wertschätzung. Als zuverlässiger Ersatzspieler, der sich nicht zu wichtig nimmt, machte er sich beliebt. Anders als die meisten seiner Kollegen war er bei seinem Wechsel für die zweite Mannschaft vorgesehen. Um ihn vom Drittliga-Absteiger Jena loszueisen, legten die Hamburger 280.000 Euro auf den Tisch. Dass sich der defensive Mittelfeldspieler trotzdem in der ersten Mannschaft beweisen kann, liegt wohl an Trainer Tim Walter, den Rohr bereits seit Jugendtagen kennt.

Walters Trainerkarriere begann in der Jugendabteilung des Karlsruher SC, dessen U15 er von 2007 bis 2013 durchgängig betreute, ehe er über die U17 und U19 des KSC den Weg in den Nachwuchs des FC Bayern München fand. Rohr spielte in seiner frühen Jugendtagen ebenfalls für den Karlsruher SC, wo er erstmals auf Walter traf. „Mach dir keine Sorgen, du wirst mal Fußball-Profi“, soll ihm sein heutiger Coach bereits mit 15 Jahren prophezeit haben, wie Rohr der Heilbronner Stimme im Oktober verriet.

Hamburger SV: Von der Landesliga in die HSV-Startelf - wird Rohr jetzt für seinen Aufstieg belohnt?

Ungeachtet Walters kühner Vorhersage wurde Rohr mit 16 Jahren aufgrund seiner damals schwachen Physis in Karlsruhe aussortiert und spielte fortan für Walldorf und Eppingen, mit letzterem Klub holt er 2016 die Landesliga-Meisterschaft. Als seine Freundin zum Studieren nach Reutlingen zog, bewarb er sich per Mail fürs Reserveteam, wurde jedoch zum Leistungsträger in der Oberliga-Mannschaft. Beim Ligakonkurrenten SGV Freiberg fing er eine Ausbildung an, bis er in den Fokus des Drittligisten Carl-Zeiss Jena rückte.

Nach nur einer Saison bei den Thüringern, die mit dem Abstieg in die vierte Liga endete, wurde der HSV auf ihn aufmerksam. Rohrs mühsamer Aufstieg von der Landesliga bis in die Startformation des Zweitliga-Topteams ist schon jetzt eine kleine Sensation. Nun könnte der Verein seinen Quereinsteiger mit einer Vertragsverlängerung belohnen. (ajr) *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Auch interessant

Kommentare