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HSV-Legende Rafael van der Vaart trainiert jetzt in Dänemark

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Von: Denny Konzack

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Nach Beendigung seiner aktiven Profi-Karriere in Dänemark: Van der Vaart übernimmt Co-Traineramt beim dänischen Erstligisten Esbjerg fB und unterstützt dabei einen Ex-St. Pauli Spieler

Hamburg - Als Van der Vaart dem Hamburger SV in der Saison 2015/16 endgültig „Lebewohl“ sagte, wurde er gebührend verabschiedet und bekam sogar ein persönliches Abschiedsspiel im Volksparkstadion, das vor Publikum stattfand. Mit dabei waren ebenfalls verdiente Spieler des HSV wie Piotr Trochowski, Ailton, Ruud van Nistelrooy und Nigel de Jong. Es war ein herzzerreißender Abschied von einem Spieler, der sich für den Hamburger SV mehr als verdient gemacht hatte.

Spieler:Rafael Van der Vaart
Geboren am:11. Februar 1983, Heemskerk (Niederlande)
Spiele für den HSV (Tore):199 (66)
Aktueller Verein:Esbjerg fB (Dänemark), Co-Trainer

Van der Vaart ließ seine Karriere bei den dänischen Vereinen FC Midtjylland und dem Esbjerg fB ausklingen. Bei letzterem Verein, für den er bis zum 4. November 2018 aktiv war, steht er heute an der Seitenlinie als Co-Trainer und unterstützt den jetzigen Coach und Ex-St. Pauli Spieler Roland Vrabec. Rafael Van der Vaart ist eine wahre Legende, die beim Hamburger SV aktiv war und die vielleicht in absehbarer Zeit noch einmal in den Volkspark zurückkehren wird.

Rafael van der Vaart: Bei Ajax Amsterdam entdeckt – beim HSV zur Legende geworden

Am 19. April 2000 gab der ehemalige HSV-Kapitän Rafael van der Vaart im Alter von 17 Jahren sein Profidebüt beim holländischen Spitzenklub Ajax Amsterdam. Seine Eltern schrieben den niederländischen Edeltechniker mit 10 Jahren in der Jugendakademie des AFC ein, weil sie das Feuer und auch das Talent in ihm schnell erkannten. So war es auch nicht verwunderlich, dass van der Vaart in seiner ersten Saison bereits zum Stammspieler und mit sieben Toren und sieben Torvorlagen zum Nachwuchstalent des Jahres gewählt wurde.

Rafael van der Vaart im HSV Trikot schießt eine Ecke.
Die Rückennummer „23“ gehörte über 6 Jahre lang dem Zauberfuß des Hamburger SV: Rafael Van der Vaart © actionphotos/IMAGO

In der darauffolgenden Saison 2001/02 verletzte er sich schwer am Knie, musste sich nach zwei Operationen sogar den Meniskus entfernen lassen. Dennoch erzielte van der Vaart für den holländischen Rekordmeister in dieser Saison noch 14 Tore. Ein Zeichen dafür, wie willig und leidenschaftlich er den Fußball bereits in jungen Jahren lebte. Im Jahr 2002 wurde er beim „Amsterdam Tournament“ zum Spieler des Turniers gewählt und schoss zwei Tore gegen den FC Barcelona. Die Kapitänsbinde erhielt er 2004/05 von Ronald Koeman.

Eine neue Ära beim damals formstarken HSV wurde durch seine Unterschrift im Mai 2005 eingeleitet – van der Vaart sollte sie prägen.

Für satte fünf Jahre engagierte man die Künste des Niederländers im Jahre 2005 und sollte mit diesem Transfer einen Volltreffer landen. Bereits in seiner ersten Saison gewann der Hamburger SV mit seiner Hilfe den damaligen UI-Cup und sicherte sich so die Qualifikation für den UEFA-Cup, in dem man allerdings im Achtelfinale gegen Rapid Bukarest ausschied.

Doch der Traum von der ganz großen Bühne sollte nicht zu Ende geträumt sein, denn am Ende der Saison qualifizierten sich van der Vaart und der HSV mit dem dritten Tabellenplatz in der Bundesliga für ein Engagement in der Champions League.

In der Champions League-Saison 2006/07 konnte er aufgrund einer Verletzung die ganze Saison nicht richtig mitwirken. Traf dennoch dreimal in drei Spielen der Königsklasse und wurde zum Kapitän der Rothosen (heute hält Sebastian Schonlau diese Position inne) ernannt. Das Ausscheiden als Gruppenletzter war jedoch nicht zu verhindern. Dennoch qualifizierte sich der HSV mit seinem niederländischen Kapitän am Ende der Saison noch für den UI-Cup (der bis 2008/09 ausgetragen wurde).

Kurz gesagt: Der HSV war eigentlich der einzige Verein, der mich wollte.

Rafael Van der Vaart im Podcast „Fox Sports“ über seinen ersten Wechsel von Ajax Amsterdam zum Hamburger SV

Trikot-Affäre führte zum Shitstorm gegen den niederländischen Zauberfuß und schlussendlich zu einer bösen Trennung

Als Rafael van der Vaart in der darauffolgenden Saison (2007/08) öffentlich seinen Wechselwunsch zum spanischen Klub FC Valencia kundtat und sich mit einem Valencia Trikot ablichten ließ, hagelte es Hasstiraden und Beleidigungen für den Niederländer. Er ging sogar so weit, dass er ein Spiel des HSV boykottierte, in dem er vorgab, an Rückenschmerzen zu leiden. Eine Trennung war unausweichlich.

Doch bevor er den Verein Richtung Spanien verließ, stellte er einen Rekord bei den Rothosen ein. In sieben Spielen in Folge traf der Edeltechniker jeweils einmal, dies gelang zuvor nur HSV-Legende „Uns“ Uwe Seeler. Am 4. August 2008 wechselte van der Vaart dann für eine Rekordablösesumme von 15 Millionen Euro zu Real Madrid nach Spanien.

Rafael van der Vaart bei seinem Abschiedsspiel im Volksparkstadion.
Am 13. Oktober 2019 sagte Van der Vaart „Tschüß!“ in seinem Abschiedsspiel im Volksparkstadion © EIBNER/IMAGO

In Real Madrid wurde Van der Vaart zum Weltfußballer nominiert – später kehrte er zum HSV zurück

Bei den Königlichen blieb er nur in der ersten Saisonhälfte stark. Wurde aufgrund seiner Leistungen im Jahre 2008 zum Weltfußballer nominiert. Bei seinem Engagement in Tottenham reifte er aufgrund seiner Leistung zum Fan-Liebling (Faride Alidou zählt heute zu den Lieblingen der HSV-Anhänger) und kurz darauf zum Führungsspieler. Doch die Sehnsucht zum HSV wurde größer und letztlich folgte die Wiedervereinigung im August 2012.

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Wieder in die alte Wirkungsstätte zurückgekehrt, wurde er mit seiner Rückennummer 23 ausgestattet und direkt zum Kapitän ernannt. Er spielte mit dem HSV zweimal in der Relegation gegen Fürth und den Karlsruher SC, ehe der HSV im Jahr 2017/18 in die zweite Liga abstieg. Im Jahr 2015 machte er sein 150. Pflichtspiel für die Rothosen und wurde nach Aussagen vom damaligen Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer zu einem „der besten und bedeutendsten Spielern der jüngeren HSV-Geschichte“. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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