Fußballprofi spielt keine Rolle mehr

HSV-Spieler Kyriakos Papadopoulos: Hamburger Lamborghini-King auf dem Transfer-Abstellgleis

Der Paderborner Sven Michel (hinten) im Kampf um den Ball mit Kyriakos Papadopoulos (links) aus Hamburg.
+
Kyriakos Papadopoulos im DFB-Pokal Viertelfinale 2019
  • Johannes Rosenburg
    vonJohannes Rosenburg
    schließen

Er kam als Hoffnungsträger. Mittlerweile spielt er unter Trainer Dieter Hecking sportlich keine Rolle mehr.

  • Zum Erfolgsprofil des HSV-Spielers Kyriakos Papadopoulos gehört der Gewinn nationaler Titel in Griechenland
  • Wichtigster Karrieresprung war im Anschluss Papadopoulos‘ Wechsel nach Deutschland
  • Unschön hingegen ist das traurige Ende seiner Zeit beim Hamburger SV

HamburgAufgefallen ist HSV-Spieler Kyriakos Papadopoulos zuletzt nur noch durch seinen dicken Lamborghini. Im Sommer 2019 kam er mit neuem 200.000-Euro-Auto zum Training am Volksparkstadion. Sportlich ging es für den Defensivspezialisten seither steil bergab. Der gebürtige Grieche wird in Hamburg seit Monaten nicht mehr berücksichtigt. Wenn überhaupt kam der Innenverteidiger in der Regionalliga Nord zum Einsatz. Und das, obwohl der Hüne (Größe 1,85 Meter, Gewicht 87 Kilo) im besten Fußballeralter ist. Geboren wurde Papadopoulos am 23. Februar 1992 in Katerini (Griechenland), seine fußballerische Ausbildung genoss er bei seinem Jugendclub GAS Svoronos und beim griechischen Rekordmeister Olympiakos Piräus, mit dem er zweimal griechischer Meister und einmal griechischer Pokalsieger wurde. Privat ist über den Profispieler nicht viel bekannt. Eine Frau oder Freundin soll er nicht haben.

Dickes Gehalt für HSV-Spieler Kyriakos Papadopoulos: Protz-Auftritt mit neuem Auto

Von seinem üppigen Gehalt hat sich der zweikampfstarke Spieler zu Beginn der Saison einen Lamborghini Huracán Performante gegönnt – Kostenpunkt weit über 200.000 Euro. Das Auto beschleunigt in unter drei Sekunden von 0 auf 100 km/h. Wo er damit in Zukunft zum Training fährt, ist Stand jetzt ungeklärt. Immer wieder wird er mit Clubs aus China oder Russland in Verbindung gebracht. Dabei kommt es natürlich auch darauf an, wer bereit ist, sein hohes Gehalt zu zahlen. Der HSV-Spieler Kyriakos Papadopoulos kostet dem Verein allein von Januar bis Ende Juni 2020 noch rund eine Million Euro. Geld, das der HSV sicher auch anderweitig gut gebrauchen könnte.

HSV-Spieler Kyriakos Papadopoulos: Starke Jahre bei Schalke und Leverkusen

Seine erste Station in Deutschland war Gelsenkirchen. Beim FC Schalke 04 setzte sich der Rechtsfuß durch, wurde zwei Jahre lang Stammspieler. Verletzungen warfen ihn danach aber immer wieder zurück. Ergebnis: Spiele für die zweite Mannschaft und der Wechsel zu Bayer 04 Leverkusen. Insgesamt ist seine Zeit bei S04 insgesamt als erfolgreich zu werten. Mit den Königsblauen wurde er 2010/11 Deutscher Pokalsieger und sicherte sich in der Folgesaison den Deutschen Superpokal. Das kann sich sehen lassen. Nach einem halbjährigen Intermezzo bei RB Leipzig landete HSV-Spieler Kyriakos Papadopoulos schließlich in der Hansestadt.

Profi-Stationen des HSV-Spielers Kyriakos Papadopoulos

  1. Olympiakos Piräus
  2. FC Schalke 04 
  3. Bayer 04 Leverkusen
  4. RB Leipzig
  5. Hamburger SV

Kyriakos Papadopoulos: Aufstieg und Fall in Hamburg (HSV)

Beim Hamburger SV ging es zunächst gut los. Papadopoulos stieg zu einem der Topverdiener im Club auf. Er leistete in seinem ersten Jahr einen Beitrag zum Nicht-Abstieg und verpasste in seiner zweiten HSV-Saison lediglich fünf Spiele. Den späteren Abstieg in die 2. Bundesliga konnte er aber nicht verhindern. Insgesamt lief er 51 Mal für die Hanseaten auf und erzielte dabei drei Tore. Die Saison 2018/19 verpasste er verletzungsbedingt fast komplett. Lediglich ein Ligaeinsatz und ein Einsatz im DFB-Pokal stehen hier zu Buche. Auch in der Vorbereitung auf die neue Saison konnte er nicht überzeugen, wurde zudem immer wieder mit Transfers in Verbindung gebracht und forderte dann offen seinen Verkauf im Winter.

HSV-Spieler Kyriakos Papadopoulos: Degradierung und Wechselgerüchte

Sein vom 1. Juli 2017 datierter Vertrag endet am 30. Juni 2020. Dass der HSV-Spieler Kyriakos Papadopoulos nochmal für seinen aktuellen Verein in der 2. Bundesliga auflaufen wird, ist derzeit mehr als unwahrscheinlich. Seine Spielerberater-Agentur Seven United GmbH befindet sich derzeit bereits in Gesprächen mit anderen Clubs. Einnahmen wird der HSV mit seinem Verteidiger nicht mehr generieren. Papadopoulos wird ablösefrei wechseln. Sein Marktwert ist aber ohnehin eingebrochen. Von 18 Millionen Euro im Jahr 2012 auf heute nur noch 1,5 Millionen Euro. Sportlich hat sich der Grieche nichts zuschulden kommen lassen und haut auch im Training mit der U21 rein, wie die Rautenperle berichtet. Trotzdem stehen die Zeichen jetzt auf Abschied.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare