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HSV-Kapitän: So will Sebastian Schonlau das „Langersehnte“ schaffen

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Von: Robin Dittrich

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Das 2-0 gegen den FC Heidenheim war für den HSV ein weiterer Schritt in Richtung Aufstieg. Kapitän Sebastian Schonlau erklärt, wie das klappen kann.

Hamburg – Mit dem dritten Sieg in Serie ist der Hamburger SV endlich wieder Tabellendritter. Nur einen Punkt hinter dem FC St. Pauli und Werder Bremen. Spätestens beim Nordderby gegen Werder könnten die Rothosen einen direkten Aufstiegsplatz erklimmen. Das ist auch das Ziel von HSV-Kapitän Sebastian Schonlau.

Der 27-Jährige war nach dem 2-0-Sieg gegen den FC Heidenheim zu Gast im Sportstudio des NDR. Dort sprach er über Aufstiegspläne und sogar ein Karriereende, über das er vor einigen Jahren nachdachte.

Fußballspieler:Sebastian Schonlau
Geboren:5. August 1994 in Warburg
Aktueller Marktwert:2 Millionen Euro (transfermarkt.de)
Karten in dieser Saison:1 Gelbe (FC St. Pauli), 1 Gelb/Rote (Werder Bremen)

Sebastian Schonlau hatte zu Beginn Schwierigkeiten mit Tim Walters System

Im Interview erzählt der HSV-Kapitän, dass er nach Amtsantritt bei den Rothosen Probleme mit Tim Walters Art zu Spielen hatte. „Wir haben viel Ballbesitz und spielen von hinten raus. Danach sind wir nicht an unsere Positionen gebunden und nehmen am Spiel teil.“ Von seinen vorherigen Stationen war der 27-Jährige eher eine feste Position als Innenverteidiger gewohnt. Dass Walters System funktioniert, lässt sich auch an Schonlaus Statistiken erkennen. Der Kapitän weist die meisten Ballkontakte der gesamten Zweiten Liga auf.

Sebastian Schonlau rennt im HSV-Trikot in Richtung Ball. Im Hintergrund ist das Volksparkstadion mit voller Tribüne zu sehen.
Kapitän Sebastian Schonlau will mit dem HSV in die Erste Bundesliga (24hamburg.de-Montage) © Philipp Szyza/Oliver Ruhnke/Imago

„Am Anfang hatte ich damit zu kämpfen, weil es anders ist, als ich es bisher gewohnt war.“ Scheint, als hätte Schonlau sich mittlerweile dran gewöhnt. Trotz der variablen Aufstellung hat der HSV mit 20 Gegentore die beste Defensive der Zweiten Bundesliga. Im American Football ist der Glaubenssatz „Offensive gewinnt Spiele, Defensive gewinnt Meisterschaften“ eine feste Größe. Das könnte auch für den HSV gelten – bedeuten die wenigen Gegentore die Meisterschaft und so den Aufstieg? Einige Statistiken sprechen dafür.

Bei Paderborn durchlief Sebastian Schonlau zwischenzeitlich eine schwierige Zeit. Er wurde aussortiert und dachte sogar über ein Karriereende nach. „Dann wäre Studieren Plan B gewesen. Aber es gab immer nur einen Traum und das war Fußballprofi.“ Zum Glück lebt er diesen Traum als Kapitän beim HSV weiter.

Der Aufstieg ist für den HSV der langersehnte Traum – nur darüber sprechen will niemand

Auf die Frage, ob der HSV nach überzeugenden Siegen gegen die direkte Konkurrenz schon den Aufstieg plant, blieb der Kapitän eher verhalten: „Wir müssen im Hier und Jetzt bleiben und gar nicht auf die Tabelle gucken. Es sind noch 12 Spiele, da kann viel passieren.“ Das liegt auch an der extrem engen Tabellensituation. Tabellenführer FC St. Pauli liegt nur vier Punkte vor dem Sechsten aus Heidenheim. Und doch lässt sich beim HSV ein eindeutiger Trend in Richtung Aufstieg erkennen. Trainer Tim Walter drückt trotzdem gewaltig auf die Euphorie-Bremse.

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Auch Sebastian Schonlau nimmt das Wort „Aufstieg“ nicht in den Mund. Es könnte wider Erwarten ja noch der Einbruch drohen – in den letzten Saisons fing der zur jetzigen Zeit an. HSV-Kapitän Schonlau ist glücklich bei den Rothosen, egal ob in Liga eins oder zwei. „Für mich war es der richtige Schritt“, als er zu Saisonbeginn von Ligakonkurrent SC Paderborn wechselte. Mit den Paderbornern schaffte er den Aufstieg schon zweimal in die Erste Liga, zuletzt 2019. Auch mit dem Hamburger SV ist das Ziel für den 27-Jährigen ganz klar: „So viele Spiele wie möglich gewinnen, dann klappt hoffentlich das Langersehnte.“

Mit ein wenig Glück kann der Hamburger SV in naher Zukunft sogar wieder in einem vollen Volksparkstadion spielen. Aktuell sind 10.000 Fans erlaubt, in Hamburg will man jedoch unbedingt mehr. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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