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HSV im Schiri-Pech: Sky-Experte „Tusche“ tönt – „ganz klarer Elfmeter“

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Von: Denny Konzack

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Der HSV konnte seine „Unbesiegt“-Serie in Hannover nicht fortsetzen. Entscheidend: eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters. Ein TV-Experte bezieht klar Stellung.

Hamburg – Das war es dann also. Der Hamburger SV unterliegt dem Nordrivalen Hannover 96 am 16. Spieltag mit 0:1. Und muss sich nach zwölf Spielen ohne Niederlage in Folge geschlagen geben. Es war jedoch keine dieser Niederlagen, in der man den Rothosen kein Engagement attestieren konnte. Eher lag es, wie zu oft in der laufenden Saison, an der mangelnden Chancenverwertung. Auch HSV-Top Talent Faride Alidou, bei dem Kapitän Sebastian Schonlau aufgrund dessen Hypes auf die Bremse drückt, konnte am Spielstand diesmal nicht entscheiden eingreifen, wie zuletzt, als er den FC Ingolstadt fast im Alleingang aus dem Volkspark geballert hatte.

Verein:Hamburger SV
Gegründet:29. September 1887
aktueller Tabellenplatz (Stand 06.12.2021):7. Tabellenplatz (26 Punkte)
Tabellennachbarn:1. FC Nürnberg (6. Platz, 27 Pkt.), FC Schalke 04 (8. Platz, 26 Pkt.)

Allerdings lag es nicht nur an der schlechten Chancenverwertung des HSV, die eine Niederlage hätte verhindern können. In der elften Minute köpfte der seit bereits fünf Spielen torlose Hamburger Torjäger Robert Glatzel zur vermeintlichen 1:0-Führung ein, doch die Freude des HSV hielt nicht lange an. Nachdem der „Keller“ in Köln die Szene analysierte hatte, gab es statt dem Führungstreffer eine Abseits-Entscheidung. Alles auf Anfang also. Kurz darauf kam es zu einer Szene, die den kompletten Spielverlauf auf den Kopf stellen sollte.

HSV-News: Führungstreffer durch Hannovers Linton Maina – über die Entstehung wird heiß diskutiert

Sky-Experte Thorsten Mattuschka lehnt auf dem Sky-Pult und hält ein Handy in der Hand
Sky-Experte Thorsten Mattuschka hat eine klare Meinung zur kritischen Situation, welche die 1:0 Führung für Hannover 96 gegen den HSV bedeutete © Maik Hölter/IMAGO

Bis zum nicht gegebenen Führungstreffer drückte der HSV die Männer von Hannover 96 in ihre eigene Hälfte, diese verteidigten ihr Tor mit viel Einsatz und Fleiß. In der 13. Spielminute sollte dann der Wendepunkt in dieser Partie erfolgen. Bakery Jatta, dessen wahre Identität demnächst aufgedeckt werden soll, wurde im Sechzehner der Hannover-Elf von Muroya zu Fall gebracht – nach klarem Kontakt am Fuß. Der Pfiff sowie die Videoanalyse blieben jedoch aus. Kein Elfmeter für die Hamburger, die in diesem Spiel – wirklich verdient – in Führung hätten gehen dürfen.

Doch viel Zeit zum Ärgern blieb den Rothosen nicht. Direkt nach der sehr strittigen Situation, quasi im selben Atemzug, konterte Hannover schnell in Richtung des Hamburger Tores. Hannovers Linton Maina ließ HSV-Ersatzkeeper Marko Johansson keine Chance. Somit gingen die Hausherren in Führung – man möchte nicht sagen: unverdient, aber aufgrund der spielerischen Anteile und dem nicht gegebenen Elfmeter konnte man diese Führung als zumindest „sehr glücklich“ einstufen. Fortan rannte der HSV wieder an. Er ließ sich, wie schon in vergangenen Partien der Saison, von einem Rückstand nicht einschüchtern. Geholfen, hatte es diesmal jedoch nichts.

HSV-Coach Tim Walter bedient – Torsten Mattuschka bei TV-Sender Sky: „Klarer Elfmeter“

Einer, der nicht begreifen konnte, warum man nun mit leeren Händen nach Hause fahren würde, war HSV-Trainer und Jugendförderer Tim Walter. Dieser äußerte sich auf der Pressekonferenz wie folgt: „Da muss man jetzt auch nichts mehr zu sagen, das ist in dieser Saison schon häufiger passiert.“ Walter ergänzte „Freud und Leid liegen so nah beieinander, das hat man in der Szene deutlich gesehen. Wir wissen gar nicht, warum wir jetzt ohne etwas in den Händen zurückfahren.“ Ganz klar: Die nach einer so krassen Fehlentscheidung übliche Schiedsrichter-Debatte ließ Walter nicht aufkommen.

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Einer äußerte sich wie immer in gewitzter, direkter und lockerer Manier. Sky-Experte Thorsten Mattuschka, der den HSV nur noch als normalen Zweitligisten sieht, wertete die Situation um den nicht gegebenen Elfmeter und ließ verlauten, dass es sich in der strittigen Situation um einen „klaren Elfmeter“ gehandelt hatte. Damit dürfte sich der bei HSV-Fans umstrittene TV-Experte Freunde in Hamburg gemacht haben.

Tim Walter indes nutzte die Chance noch, um einem für ihn ganz besonderen Menschen Liebesgrüße auszurichten: „Glückwunsch an meine Frau, denn die hat Geburtstag“, äußerte er sich am Pressemikrofon und fuhr fort „Deswegen: herzlichen Glückwunsch, mein Schatz!“ Statt „Liebesgrüße aus Moskau“, nun also „Liebesgrüße aus Hannover“. Wobei die laufende Saison für sämtliche HSV-Supporter spannender sein dürfte, als irgendein James-Bond-Film. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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