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HSV im Halbfinale: Heuer Fernandes wird im Elfmeterschießen zum Hamburger Helden

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Von: Jan Knötzsch

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Der HSV-Wahnsinn im DFB-Pokal geht weiter. Die Mannschaft von Trainer Tim Walter hat den Einzug ins Halbfinale geschafft – durch einen Sieg gegen den Karlsruher SC.

Hamburg – Der Hamburger SV hat es geschafft: Das Halbfinale des DFB-Pokals in der Saison 2021/2022 findet mit dem Zweitligisten aus der Hansestadt Hamburg statt. Die Mannschaft von HSV-Trainer Tim Walter, die am zurückliegenden Wochenende im Nordderby gegen Werder Bremen den Kürzeren zog (2:3), dabei aber bei strittigen Entscheidungen Sky-Experte „Tusche“ Mattuschka auf seiner Seite hatte, gewann gegen den Karlsruher SC im Viertelfinale mit 5:4 nach Elfmeterschießen

Damit ist nicht nur der Einzug ins Halbfinale perfekt, sondern auch der Traum vom Pokalfinale in Berlin für den Klub aus Hamburg, bei dem HSV-Sportvorstand Jonas Boldt gegen die Corona-Politik wütet, lebt weiter. Weil in der heißen Phase beim Elfmeterschießen Torhüter Daniel Heuer Fernandes zum Hamburger Helden wurde und gleich drei Elfmeter parierte. Und das, obwohl der Keeper des HSV in der regulären Spielzeit doch zweimal gar nicht gut aussah.

DFB-Pokalspiel im Viertelfinale:Hamburger SV – Karlsruher SC
Ergebnis:5:4 nach Elfmeterschießen
Austragungsort:Volksparkstadion

HSV im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Karlsruhe: Sonny Kittel vergibt vom Elfmeterpunkt das 2:2

Am Ende spielten die Karlsruher im Volkspark sogar in Unterzahl – und die Hamburger brauchten ewig, bis sie beim Stand von 1:2 endlich noch einmal zuschlugen und sich ins Elfmeterschießen retten konnten. Dabei war die Chance darauf sogar schon früher da. Genauer gesagt in der 72. Minute: Da durfte Sonny Kittel nach einem Foul im Strafraum zum Elfmeter ran – doch der zuletzt immer wieder bärenstarke HSV-Kicker scheiterte an KSC-„Goalie“ Marius Gersbeck. Für das Foul, das zum Strafstoß zugunsten des HSV geführt hatte, sah Karlsruhes Christoph Kobald die Gelb-Rote Karte, ehe Kittel zum Eins-gegen-Eins-Duell gegen den KSC-Schlussmann antreten durfte.

HSV-Torwart Daniel Heuer Fernandes klatscht im Pokalspiel gegen Karlsruhe einen Ball nach vorne ab.
HSV-Torhüter Daniel Heuer Fernandes erwischte im DFB-Pokalspiel gegen Karlsruhe erst im Elfmeterschießen seinen besten Tag. © imago

Zuvor hatte der Karlsruher SV im zweiten Abschnitt durch Philipp Hofmann, der beim HSV als Neuzugang im Gespräch war, aber nicht kam, weil es zwischen ihm und HSV-Trainer Tim Walter nicht passte, auf 2:0 erhöht. Der Stürmer war nach einer Hereingabe von links an den Ball gekommen, weil HSV-Torwart Daniel Heuer Fernandes das Leder nur abklatschen konnte (50.). Doch der HSV zeigte sich von diesem zweiten Nackenschlag unbeeindruckt und kam nur zwei Minuten danach durch Robert Glatzel zum 1:2 aus HSV-Sicht, als dieser per Kopf nach einer Flanke von HSV-Winter-Neuzugang Georgi Chakvetadze vollendete. Doch da war ja noch Glatzels Treffer zum 2:2 (90.+1), der für die „Overtime“ reichte.

HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes stellt im DFB-Pokal-Viertelfinale vor der Pause die Mauer beim Freistoß falsch

In der ersten Halbzeit hätten der HSV, bei dem nach dem Derby HSV-Legende Uwe Seeler zu einer Wutrede ausholte, nach 19 Minuten in Rückstand gehen können, doch HSV-Kapitän Sebastian Schonlau konnte einen Fehler von HSV-Torwart Daniel Heuer Fernandes noch ausmerzen, als er dem Karlsruher Benjamin Goller den Ball vom Fuß grätschte. Nur drei Minuten später vereitelte Heuer Fernandes selbst dann einen möglichen Karlsruher Treffer, als er nach einem Konter einen Schuss von Kyoung-Rok Choi parierte. Und der HSV? Der hatte zwei Minuten später seine erste richtig gute Gelegenheit, als Robert Glatzel nach einer Flanke von Miro Muheim nur knapp am Tor vorbei köpfte (24.).

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Noch vor dem Pausenpfiff sollten die Hamburger dann allerdings doch ins Hintertreffen geraten – und dieses Mal machte HSV-Schlussmann Daniel Heuer Fernandes, der vor einigen Wochen seinen Vertrag beim Klub aus dem Volksparkstadion bekanntlich verlängert hat, abermals keine gute Figur – so wie schon bei er ersten KSC-Chance. Diesmal gab es in der 40. Minute einen Freistoß für Karlsruhe. Heuer Fernandes stellte die Mauer so, als erwarte er den Schuss eines Rechtsfußes. Doch weit gefehlt: Linksfuß Philip Heise trat an, traf und der HSV lag hinten. Ein Rückstand, von dem sich der HSV nicht mehr erholen sollte ... * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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