Kleiner, aber feiner Trost

HSV: Glück im Unglück – verpasster Aufstieg spart Millionen ein

  • Natalie-Margaux Rahimi
    VonNatalie-Margaux Rahimi
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Bundesliga-Aufstieg verpasst, weiterhin Zweitligist. HSV am Ende? Nicht ganz. Denn die nicht erfolgte Bundesliga-Rückkehr spart den Hamburgern Millionen.

Hamburg – Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass der HSV finanziell angeschlagen ist. Ebenso wenig ist es eine Überraschung, dass die Corona-Krise die Situation der Hamburger nicht gerade verbessert hat. Millionenbeträge gehen dem Hamburger SV durch fehlende Zuschauereinnahmen durch die Lappen. Dass der Aufstieg in die Bundesliga nun zum dritten Mal in Folge vergeigt wurde, bereitete vielen Fans im Hinblick auf die finanzielle Lage des Vereins noch mehr Bauchschmerzen. Das kuriose: ausgerechnet der verpasste Aufstieg erspart den Rothosen wohl ein Rekordminus.

Fußballverein:Hamburger SV
Gründung:29. September 1887
Vereinsfarben:Blau-weiß-schwarz
Stadion:Volksparkstadion

HSV: Dank verpasstem Aufstieg – Rekordminus von 21 Millionen Euro bleibt wohl aus

Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, rechnete HSV-Finanzvorstand Frank Wettstein für das laufende Geschäftsjahr mit einem Rekordminus von 21 Millionen Euro, während das Eigenkapital auf 15 Millionen Euro zusammengeschrumpfte. Das teilte er kürzlich auch den HSV-Bossen mit. Eingerechnet war da allerdings noch nicht, dass die Rothosen gegen Osnabrück patzen und den Aufstieg zum dritten Mal in Folge verspielen.

Verpasster Aufstieg erspart HSV neues Rekordminus. (24hamburg.de-Montage)

Nach der Besiegelung des dritten Nicht-Aufstiegs der Hamburger sei das Rekordminus demnach aber vom Tisch, schreibt das Abendblatt. Grund dafür ist, dass der HSV im Falle eines Bundesliga-Aufstiegs große Summen im Millionenbereich an Aufstiegsprämien hätte zahlen müssen – diese Zahlungen bleiben nun natürlich aus. So bleibe dem HSV laut des Berichts auch das neue Rekordminus in Höhe von 21 Millionen Euro erspart. Den größten wirtschaftlichen Fehlbetrag hatten die Hamburger in der Saison 2014/2015 eingefahren – damals betrug das Minus ganze 16,9 Millionen Euro.

HSV: Rekordminus umgangen – tut der verpasste Aufstieg den Hamburgern finanziell etwa gut?

Glück im Unglück also für die Hamburger? Ein Grund zum Feiern ist dieses Ergebnis bei Weitem nicht. Denn auf lange Sicht geht dem HSV durch den verpassten Aufstieg eine Menge Geld flöten. Allein bei den Einnahmen aus TV-Geldern muss sich der HSV nun mit 19 Millionen Euro statt 39 Millionen Euro begnügen. Am 1. Juni 2021 wird Frank Wettstein auf der Hauptversammlung des Vereins einen aktuellen Überblick über die finanzielle Situation liefern.

Dann wird auch das genaue Ausmaß der Corona-Krise auf den Verein deutlich. Gut, dass der HSV durch den Verkauf des Stadiongeländes an die Stadt Hamburg (mit Erbbaurecht) ganze 23,5 Millionen Euro verbuchen konnte. Ohne dieses Geld wäre dem Verein ein neues Rekordminus wohl nicht erspart geblieben. Anders als Clubs wie der FC St. Pauli, Schalke oder Eintracht Frankfurt kann der HSV so auch auf ein Darlehen der KfW-Bank verzichten. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Michael Schwarz/imago images & Michael Weber/imago images

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