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HSV-Frust: Trotz Zweitliga-Rekord – miese Stimmung und Minusrekord im Volkspark

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Von: Denny Konzack

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Der Hamburger SV hat sich im Aufstiegsrennen fulminant zurückgemeldet. Dennoch verzeichnet der HSV einen Minusrekord an Zuschauerzahlen im vergangenen Spiel gegen den FC Ingolstadt.

Hamburg – An bislang zwölf der vergangenen vierzehn Spieltagen blieben die Rothosen ungeschlagen und stellen damit einen absoluten Zweitligarekord auf. Mit den Partien gegen Jahn Regensburg und zuletzt dem FC Ingolstadt, arbeitete sich der Hamburger SV mit zwei dominanten Auftritten sogar wieder an die Aufstiegsplätze der Zweiten Bundesliga heran und übt damit ordentlich Druck auf die Konkurrenz aus.

Verein:Hamburger SV
Gegründet am:29. September 1887
Mitgliederzahl (Stand 17. August 2021):84.200
Berühmte Spieler:Uwe Seeler, Rafael Van der Vaart, Manfred Kaltz, Mladen Petric

Trotz der gelungenen Leistungen der letzten Spiele fällt dem neutralen Beobachter dennoch etwas ins Auge, was aufgrund der momentanen sportlichen Situation nicht leicht zu erklären ist. Am vergangenen Spieltag fertigte der HSV das Tabellenschlusslicht FC Ingolstadt mit einem 3:0 im heimischen Volksparkstadion ab, stellten jedoch einen Minusrekord auf. Nicht im Vergeben von Torchancen oder etwa einem Unentschieden nach einer Pausen-Führung, nein. Sondern aufgrund der niedrigen Zuschauerzahlen.

HSV schaut auch bei Zuschauerzahlen zum FC St. Pauli hoch – was ist los im Volksparkstadion?

Aufgrund des miesen Wetters, den neuen verschärften Corona-Regelungen im Stadion und der Unattraktivität der Gegner könnten sich die Verantwortlichen in Hamburg den Rückgang der Zuschauerzahlen erklären. Jedoch dürften diese Argumente im Sande verlaufen, wenn sich die Verantwortlichen die Zahlen der verkauften Tickets vom Nachholspiel des städtischen Nachbarn FC St. Pauli gegen den SV Sandhausen anschauen würden.

Fantribüne des Hamburger SV mit wenigen Zuschauern im Volksparkstadion
Der Hamburger SV spielt groß auf. Dennoch blieben die Ränge im Volkspark erschreckend leer. © Kalle Meincke/IMAGO

Denn während der Hamburger SV gegen den Tabellenletzten aus Ingolstadt vergangenes Wochenende lediglich 19.739 Karten an den Mann bringen konnte, verkaufte der Stadtrivale St. Pauli am vergangenen Mittwoch gegen den SV Sandhausen (Platz 17) satte 23.401 Tickets. Hinzu kommt noch der absolute Minusrekord des HSV, der in dieser Saison einen Zuschauerschnitt von 24.842 Fans pro Partie vorzuweisen hat – so wenig, wie seit 1992/93 nicht mehr. Die Ultras verweigern zudem die Rückkehr ins Stadion.

HSV steht vor Heimspielen gegen Hansa Rostock und Schalke – droht jetzt ein Corona-Zuschauer-Ausschluss?

Klar könnte man im Volkspark jetzt wieder böse Geister wecken und sich auf die negativen Zuschauerzahlen fokussieren. Doch sollte der HSV weiterhin so engagiert und dominant auftreten, werden die Zuschauer das Volksparkstadion wieder öfter besuchen kommen, sofern es die 2G-Regelung und das Infektionsgeschehen zulassen. Mit dem FC Hansa Rostock spielt der HSV im heimischen Stadion gegen einen weiteren Nordrivalen und, mit dem FC Schalke 04, gegen einen direkten Aufstiegskonkurrenten.

Corona und die neue Virusvariante Omikron könnten jedoch dafür sorgen, dass der HSV sein Stadion in den letzten beiden Heimspielen der Saison gar nicht mehr vollmachen darf.

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Vor der Winterpause haben die Rothosen also noch wichtige und attraktive Spiele vor der Brust. Mit einem Sonny Kittel, der versucht Simon Teroddes Bestmarke zu knacken und einem beflügelten Faride Alidou, der Ingolstadt fast im Alleingang abgeschossen hat, dürfte den Hamburger Supportern eine Rückkehr in den Volkspark auf jeden Fall noch schmackhafter gemacht werden. Beide sind in einer überragenden Form und lassen die Herzen vieler Fans im Moment höher springen. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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