1. 24hamburg
  2. HSV

HSV: Freistellung von Sportdirektor Mutzel unwirksam – entscheidet Gericht

Erstellt:

Von: Kevin Goonewardena

Kommentare

HSV-Sportdirektor Michael Mutzel hat gegen seine Freistellung geklagt. Das Hamburger Arbeitsgericht gab ihm recht und erklärte die Maßnahme für unwirksam.

Hamburg – Die knapp dreijährige Zusammenarbeit zwischen Sportdirektor Michael Mutzel und dem Hamburger SV endete schmutzig: Im April 2019 unter dem ehemaligen Sportvorstand Ralf Becker sein Amt angetreten, arbeitete Mutzel auch unter dessen Nachfolger Jonas Boldt. Der Aufstieg in die Bundesliga gelang dem HSV in der Amtszeit Mutzels jedoch nicht – drei vierten Plätzen folgte die verlorene Relegation gegen Hertha BSC unter Ex-Trainer Magath zum Ende der abgelaufenen Saison. Mutzel war da schon von Boldt zum Kaderplaner degradiert – seinen Titel Sportdirektor durfte er jedoch weiter führen.

Wegen des angeblich gestörten Verhältnis zur Mannschaft und dem Trainer-Team um Cheftrainer Tim Walter wurde ihm der Kontakt untersagt. Am 12. Juni beurlaubte der Club Michael Mutzel schließlich bis zum 12. August, um ihn im Anschluss freizustellen. Gegen seine Freistellung war Mutzel vor das Arbeitsgericht Hamburg gezogen und bekam nun in einem Eilverfahren Recht zugesprochen.

Lesen Sie auch: HSV-Transfergerüchte: Wechselt Ante Coric aus Italien nach Hamburg?

Name:Michael Mutzel
Geburtsdatum und -ort:27. September 1979 in Memmingen
Beim HSV seit:01. April 2019
Vorherige Stationen (als Funktionär):TSG 1899 Hoffenheim (als Jugendtrainer & Leitung Scouting), Direktor Profifußball Greuther Fürth

Arbeitsgericht erklärt Freistellung Mutzels für unwirksam

Das Gericht entschied, dass die Beurlaubung Mutzels gegen dessen ausdrücklichen Willen durch die HSV-Fußball AG nicht rechtens gewesen ist. Außerdem, heißt es in einer Mitteilung, äußerten die Richter am Arbeitsgericht Zweifel an der Wirksamkeit der im Arbeitsvertrag enthaltenden einseitigen Freistellungsmöglichkeit.

HSV Sportdirektor Michael Mutzel und Sportvosrtand Jonas Boldt
Hatten sich am Ende nicht mehr viel zu sagen: HSV-Sportdirektor Michael Mutzel und Sportvorstand Jonas Boldt im Mai 2022 © Oliver Ruhnke / Imago

Auch das als Freistellungsgrund durch die Club-Verantwortlichen genannte nachhaltig gestörte Vertrauensverhältnis zwischen den Beteiligten konnte das Gericht nicht feststellen. „Interne Abstimmungsschwierigkeiten und die Verweigerung der Teilung des outlook-Kalenders“ würden dafür nicht genügen.

Lesen Sie auch: Felix Magath über Uwe Seeler: „Er hat den Fußball gelebt, er hat den HSV gelebt“

24hamburg.de Newsletter

Im Newsletter von 24hamburg.de stellt unsere Redaktion Inhalte aus Hamburg, Norddeutschland und über den HSV zusammen. Täglich um 8:30 Uhr landen sechs aktuelle Artikel in Ihrem Mail-Postfach – die Anmeldung ist kostenlos, eine Abmeldung per Klick am Ende jeder verschickten Newsletter-Ausgabe unkompliziert möglich.

Gericht: Erheblicher Reputationsschaden für Michael Mutzel zu befürchten

Lesen Sie auch: HSV-Transfergerüchte: Holt Jonas Boldt Sturm-Talent Sekou Diawara?

Das Gericht stimmte der besonderen Eilbedürftigkeit für eine fortgesetzte Beschäftigung zu, da ein „weitergehender erheblicher Reputationsschaden beim Verfügungskläger zu befürchten ist“ heißt es in der Mitteilung weiter. Gegen das Urteil kann am Landesarbeitsgericht Hamburg Berufung eingelegt werden.

Auch interessant

Kommentare