Peinlich-Pleite in Sandhausen

HSV-Fans total sauer: Trainer Daniel Thioune muss gehen

  • Natalie-Margaux Rahimi
    vonNatalie-Margaux Rahimi
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Man, HSV! Das Team von Coach Daniel Thioune patzt im Aufstiegskampf – mal wieder. Die Hamburger Fans rasten aus und fordern das Ende vom Trainer.

Hamburg – Der Plan des HSV war klar. Nach Sandhausen fahren – drei Punkte mitnehmen. Doch daraus wurde nichts. Am Ende nimmt der HSV keinen einzigen Punkt aus Sandhausen mit. Und das völlig verdient. Es wirkte wie ein falscher Film, den sich die HSV-Fans am Abend des 22. April 2021 ansehen mussten.

Rollentausch: Während Sandhausen mutig, spielfreudig und kämpferisch aufspielte, gelang dem HSV: fast nichts. Und das brachte die Fans der Rothosen nach Abpfiff zum Ausrasten. „Schämt euch“, „Thioune muss weg“ und „lächerlich diese Mannschaft“ sind Kommentare der netteren Sorte. 24hamburg.de/hsv fasst den Gemütszustand der Fans zusammen.

Fußballverein in Hamburg:Hamburger SV
Gründung:29. September 1887
Liga:2. Bundesliga
In der Liga seit:2018
Cheftrainer:Daniel Thioune

HSV: Fans nach Niederlage wütend auf Thioune – „wann schmeißen die endlich den Trainer raus?“

„Heute hat es eindeutig der Trainer versaut. Die Aufstellung ging gar nicht“, resümierte ein Fan in der Facebook-Gruppe „Volksparkstadion NUR DER HSV“. Andere wurden noch deutlicher: „Das Experiment Thioune ist sang- und klanglos gescheitert“ oder „wann schmeißen die endlich den Trainer raus?“ Die Fans des Hamburger SV sind sauer. Und wen wundert das? Zum dritten Mal spielen die Rothosen um den Aufstieg, zählen dank erfolgreicher Hinrunde zu den Top-Bundesliga-Kandidaten. Doch zum dritten Mal folgt in der Rückrunde der brutale Absturz.

Die HSV-Fans sind nach Niederlage gegen Sandhausen wütend auf Daniel Thioune und seine Mannschaft. (24hamburg.de-Montage)

Was ist gegen Sandhausen bloß schiefgelaufen? Man könnte meinen, fast alles. In der ersten Halbzeit wirkte der HSV verunsichert, ein Positionsspiel war nicht zu erkennen. Man hatte das Gefühl, keiner wusste so recht, wo er stehen soll. Die Dreierkette aus Jan Gyamerah, Moritz Heyer und Stephan Ambrosius, die Daniel Thioune in der Defensive aufstellte, wirkte planlos. Ein Aufbauspiel – dementsprechend gar nicht möglich.

Teilweise wirkte die Mannschaft des HSV vogelwild. Mit langen Bällen versuchte sich das Team von Hinten heraus zu befreien – Sandhausen presste früh. Doch die Abstöße von Torhüter Sven Ulreich und seinen Mitspielern landeten nur im seltensten Fall überhaupt beim Mitspieler. Und so ging der Hamburger SV in Sandhausen gnadenlos unter. Das Stephan Ambrosius die Niederlage noch mit einem Eigentor einläutete und Manuel Wintzheimer eine Viertelstunde vor Schluss den Anschlusstreffer schoss, ist da fast nur noch nebensächlich.

HSV: Fans haben nach Peinlich-Pleite gegen Sandhausen die Schnauze voll – „Schämt euch“

Dass Daniel Thioune trotz einer desaströsen ersten Hälfte zum Wiederanpfiff nicht wechselte, treibt viele Fans auf die Palme. Andere nehmen den Trainer dennoch in Schutz. „Es liegt nicht immer am Trainer“, „bitte keine Trainer-Diskussion“ oder „wieso der Trainer, wie wäre es, wenn wir die Mannschaft rausschmeißen?“, lauten die Kommentare.

Mit so einer Leistung gehört ihr auf jeden Fall nicht in die erste Liga

HSV-Fan nach Sandhausen-Pleite auf Instagram

„Wir geben nicht auf. Man sollte uns auf keinen Fall abschreiben“, sagte HSV-Trainer Daniel Thioune nach dem Spiel. Doch das wollen oder können viele Fans offenbar nicht mehr hören. „Schämt euch“, schreibt einer von ihnen in Großbuchstaben unter den Ergebnispost des HSV auf Instagram. „Mit so einer Leistung gehört ihr auf jeden Fall nicht in die erste Liga“, so scheinbar der Tenor vieler Fans.

HSV: Trainer Daniel Thioune trotz Niederlage kämpferisch – „Fußball spielen und Spaß haben“

Während viele Fans den Aufstieg also schon abgehakt haben, zeigt sich Daniel Thioune weiter kämpferisch. „Wir müssen jetzt die Ohren zu machen und auf Durchzug schalten. Wir müssen Fußball spielen und Spaß haben“, sagte er im Anschluss an die Niederlage. Spaß würden die Anhänger des Teams von der Elbe sicher auch gerne haben. Dann müsste sich die Leistung des HSV nach nur zwei Siegen aus den letzten zehn Spielen aber wieder deutlich steigern. Gut, dass das nächste Duell gegen Jahn Regensburg laut neuem Spielplan bereits am Sonntag, 25. April 2021, ansteht.

Dann sollte das Team vom HSV möglichst um Wiedergutmachung bemüht sein – ein Sieg muss her. Noch haben die Rothosen fünf Spiele vor der Brust, in denen sie beweisen können, dass sie in die Bundesliga gehören. Zumindest Relegationsrang drei sollte auch nach der Niederlage gegen Sandhausen weiter möglich sein. „Ich sehe es schon kommen. Relegation gegen Bremen“, wittert ein Fan auf Facebook. „Das wärs“, schreibt ein anderer. Noch ist das möglich: Immerhin haben die Bremer nur noch vier Punkte Vorsprung auf Relegationsplatz 16. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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