Termin-Aufreger

HSV gegen Verfolger: DFL-Ansetzung sorgt für Riesen-Ärger

  • Natalie-Margaux Rahimi
    vonNatalie-Margaux Rahimi
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Die DFL hat Spieltage 24 bis 28 terminiert. Großer Unmut beim Hamburger SV. Gibt es eine Verschwörung, um den Bundesliga-Aufstieg des HSV zu verhindern?

  • DFL terminiert die Spieltage 24 bis 28 zeitgenau.
  • HSV spielt montags gegen Holstein Kiel, freitags gegen den VfL Bochum
  • Hamburger SV ist unzufrieden mit der Spielansetzung – wird der Verein benachteiligt?

Hamburg – Am 11. Februar hat die DFL die genauen Ansetzungen für die Spieltage 24 bis 28 in der 2. Bundesliga veröffentlicht. Der Hamburger SV spielt demnach zweimal freitags, einmal montags und jeweils einmal samstags und sonntags. Dass die Hamburger des Öfteren mal unter der Woche ran müssen, sind sie mittlerweile gewohnt.

Experten munkeln, dass dies etwas mit den Einschaltquoten des Vereins zu tun hat. Nun aber sorgen zwei Ansetzungen für richtig großen Ärger. Was ist passiert?

Fußballverein:Hamburger SV
Gründung:29. September 1887
Stadion:Volksparkstadion
Kapazität:57.000
Cheftrainer: Daniel Thioune

HSV: Spiel-Terminierung der DFL: Kaum Zeit zwischen Top-Spielen

Die Saison geht für den HSV langsam aber sicher in die heiße Phase über. Denn schon am 13. Februar treffen die Rothosen im Volksparkstadion auf den direkten Aufstiegskonkurrenten Greuther Fürth. Hier sollten die Hamburger unbedingt gewinnen, wenn sie weiter an der Tabellenspitze der zweiten Liga thronen wollen. Insbesondere deshalb, weil der Tabellenzweite aus Bochum und die drittplatzierten Kicker aus Kiel am Wochenende, mit Eintracht Braunschweig und den Würzburger Kickers, auf vermeintlich schwächere Gegner aus dem Tabellenkeller treffen.

Der HSV und seine Fans sind sauer über die Terminierung der DFL. (24hamburg.de-Montage)

Im März wird es dann richtig feurig für das Team von der Elbe, denn dann hat das Team von Trainer Daniel Thioune selbst Holstein Kiel und den VfL Bochum und damit zwei echte Top-Spiele vor der Brust. Apropos Top-Spiele, die Ansetzung dieser Partien sorgt bei den Hamburger nun mächtig für Ärger. So treffen die Hamburger am Montag, 08. März, auf Kiel und schon am Freitag darauf, den 12. März, auf den VfL Bochum. Zwischen den beiden wohl wichtigsten Spielen der Saison liegen also nur vier Tage Regenerationszeit.

HSV Trainer Daniel Thioune: „Das ist nicht optimal“

Logisch, dass alle, die es mit dem HSV halten, darüber nicht gerade glücklich sind. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Rothosen den Aufstieg schon zwei Jahre hintereinander in der Rückrunde vermasselten. Die Fans des HSV fürchten sich natürlich davor, dass sich dieses Aufstiegsdilemma ein weiteres Mal wiederholt. Und so unrealistisch ist es mit dieser Ansetzung ja nicht, dass dem Hamburger SV im Spiel gegen den VfL Bochum die dringend benötigten Kräfte fehlen werden, nachdem sie nur vier Tage zuvor die sicher schwer werdende Partie gegen Holstein meistern mussten.

Wir können damit umgehen“

HSV-Trainer Daniel Thioune

Auch Rothosen-Trainer Daniel Thioune, der übrigens kürzlich zugab von seinen Spielern zeitweise gehasst zu werden, ist von der Ansetzung der Top-Spiele alles andere als begeistert. „Das ist nicht optimal, wenn man Montagabend spielt, sofort regenerieren muss, reisen muss und dann gegen Bochum spielt“, so der Trainer im Interview mit der Hamburger Morgenpost. Trotzdem zeigt sich Thioune kämpferisch. „Wir können damit umgehen. Wir haben auch schon geschafft, uns in kürzester Zeit zu erholen“, erklärt er.

HSV vor Topspielen: Werden die Rothosen vom der DFL benachteiligt?

Da werden schnell Rufe nach einer Benachteiligung des Hamburger SV laut. Immerhin haben die Bochumer in dem Fall auch noch zwei Tage länger Zeit zum Ausruhen als ihre Kollegen aus Hamburg. Denn der VfL trifft schon am Samstag zuvor auf die SpVgg Greuther Fürth. Immerhin ebenfalls auf eine Top-Mannschaft. Als hätte es die DFL vor der Saison geplant, dass ausgerechnet diese vier Teams um den Aufstieg in die Erste Bundesliga kämpfen. Benachteiligt fühlt Trainer Thioune sich trotzdem nicht. „Andere Mannschaften haben diese Herausforderung auch“, sagte er. Außerdem sei eine so enge Ansetzung der Spiele auch ganz geil, denn dann stehe man schneller wieder auf dem Platz, so Thioune.

Apropos Herausforderung – die Erste steht den Hamburgern nun unmittelbar bevor. Denn schon am 13. Februar treffen die Rothosen auf die SpVgg Greuther Fürth. Höchstwahrscheinlich müssen sie dort auf ihren Mittelfeldmann Jeremy Dudziak verzichten. Das Ergebnis dieses Top-Duells könnte tatsächlich schon alles verändern. Denn wenn der HSV die Partie verliert, könnte er im schlimmsten Fall bis auf den vierten Tabellenplatz abrutschen. Bis dahin, haben Daniel Thioune und seine Mannschaft aber erst einmal 90 Minuten, um zu zeigen, dass sie definitiv in die 1. Bundesliga gehören. *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © Daniel Karmann/dpa & Christian Charisius/dpa

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