Doppelpack nach Lobeshymne

HSV-Kapitän: Tim Leibold killt Heidenheim im Alleingang

  • Jan Knötzsch
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  • Natalie-Margaux Rahimi
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Nach Rot-Sperre kehrt Kapitän Tim Leibold in den HSV-Kader zurück. Und beweist direkt, welche Rolle Leibold bei den Rothosen einnimmt. Jetzt auch noch Spielmacher?

Update vom Samstag, 20. März 2021, um 15:00 Uhr: Hamburg – Eine bessere Art und Weise, um ein Comeback zu feiern, gibt es wohl nicht: Nachdem Tim Leibold im Hamburger Stadtderby gegen den FC St. Pauli in der Schlussminute die Rote Karte gesehen hatte, wurde der Kapitän des Hamburger SV für zwei Spiele gesperrt. Im Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim kehrte der 27-Jährige wieder in den Kader des HSV zurück. Ob er ihn von Anfang an spielen lassen werde, wisse er noch nicht, erklärte HSV-Trainer Daniel Thioune noch am Donnerstag, 18. März, auf der Pressekonferenz vorm Spiel.

Fußballverein:Hamburger SV
Gründung:29. September 1887
Stadion:Volksparkstadion
Kapazität:57.000
Cheftrainer:Daniel Thioune

Thiounes finale Entscheidung: Tim Leibold durfte von Anfang an ran – und das zahlte sich aus. Der Kapitän des HSV avancierte im Spiel gegen den FCH zum Matchwinner. Im Volksparkstadion erzielte Leibold beim 2:0-Sieg der Rothosen beide Treffer. Beim 1:0 profitierte er nach einer Viertelstunde davon, dass Aaron Hunt den Ball in den Strafraum chippte, wo Leibold ihn per Kopf ins Netz verlängerte. Beim zweiten Treffer war Leibold nach einem Pass von Manuel Wintzheimer mit dem rechten Fuß erfolgreich (50.). Durch den Sieg springt der HSV vorerst an die Tabellenspitze der Zweiten Liga.

HSV: Daniel Thioune setzt auf Tim Leibold – wer darf noch ran?

Erstmeldung vom Donnerstag, 18. März 2021:

Hamburg – Nach dem Sieg des Hamburger SV gegen den Tabellenführer VfL Bochum am vergangenen Spieltag, könnte die Vorfreude auf das nächste Duell gegen Heidenheim nicht größer sein. Das betonte HSV-Trainer Daniel Thioune auch auf der Pressekonferenz im Volksparkstadion. Während die Rothosen zumindest auf vier Spieler im kommenden Spiel verzichten müssen, kehrt ein Hamburger definitiv zurück. Tim Leibold darf nach seiner Rot-Sperre aus dem Spiel gegen den Stadtrivalen vom FC St. Pauli wieder ran. Ob er in der Startelf stehen wird, wollte Trainer Thioune zwar noch nicht verraten, dafür gab es aber ein extra Lob für den Linksverteidiger.

HSV-Trainer Daniel Thioune lobt Kapitän Leibold: „Trägt die Raute voller stolz“

Sein Tritt gegen Guido Burgstaller im Stadtderby gegen St. Pauli ärgerte viele. Weniger weil es eine „dämliche“ Aktion war, sondern vielmehr, weil der HSV dadurch zwei Spiele auf seinen Kapitän verzichten musste. Denn Tim Leibold gehört zu den absoluten „Führungsspielern“ beim HSV, betonte Trainer Daniel Thioune auch auf der Pressekonferenz vor dem Spiel des Hamburger SV gegen Heidenheim am Samstag, 20. März 2021 um 13:00 Uhr im Volksparkstadion.

„Jeder Trainer wünscht sich einen Spieler wie Tim“, sagte Thioune auf die Frage, ob es in der aktuellen Startaufstellung überhaupt noch einen Platz für den Kapitän geben würde, nachdem Josha Vagnoman ihn zuletzt so gut vertreten hatte. „Tim ist einer, der die Raute mit stolz auf der Brust trägt“, fügte er an und dürfte damit dem einen oder anderen HSV-Fan mitten ins Herz getroffen haben. Ob der Linksverteidiger gegen Heidenheim aber in die Startaufstellung zurückkehren wird, wollte Thioune nicht verraten.

HSV-Trainer Daniel Thioune und Doppeltorschütze Tim Leibold jubeln über den Sieg gegen Heidenheim. (24hamburg.de-Montage)

„Es gibt Überlegungen ihn wieder auf den Platz zu bringen“, sagte er zwar. Fügte aber auch hinzu, dass er noch nicht genau wisse, ob das auch einen Platz in der Startaufstellung bedeute. Trotzdem stellte er fest: „Tim erhöht unsere Ballqualität“. Außerdem sei er sich sicher, dass Tim Leibold es auch akzeptieren würde, wenn er erst etwas später eingewechselt werden würde, so der HSV-Coach. Wie der HSV dann am Ende tatsächlich gegen den FC Heidenheim auflaufen wird, bleibt also vorerst ein Geheimnis.

HSV gegen Heidenheim: David Kinsombi fällt aus – Jeremy Dudziak wackelt

Definitiv kein Geheimnis ist, dass der HSV im Spiel gegen den FC Heidenheim auf mindestens vier Spieler verzichten muss. Sturmwunder Simon Terodde fällt wegen seiner Coronavirus-Infektion aus. Daniel Thioune teilte auf der Pressekonferenz mit, dass der Stürmer derzeit durch seine Erkrankung sehr schlapp sei. Ebenfalls nicht im Kadern sein werden Toni Leistner, dessen Frau ihm kürzlich eine Ansage machte, und Rick van Drongelen.

Auch für David Kinsombi kommt das Spiel gegen Heidenheim noch zu früh. Er fällt mit muskulären Problemen weiter aus. Wann er zurückkehren wird, ist bislang noch unklar. Außerdem kugelte sich Jeremy Dudziak im Training, mal wieder die Schulter aus. Erst in der Hinrunde war der Mittelfeldmann wegen seiner Schulter ausgefallen. Bei ihm hofft Trainer Daniel Thioune noch, dass er für Heidenheim kurzfristig wieder einsatzbereit ist. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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