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HSV braucht Ultras! Prügel, Pöbel, miese Stimmung – das läuft falsch

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Von: Natalie-Margaux Rahimi

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Der HSV darf sein Stadion wieder vollmachen. Viele Fans wollen aber gar nicht. Die, die kommen, benehmen sich daneben. Der HSV braucht seine Ultras mehr denn je.

Hamburg – Es hätte alles so schön werden können. Nach Monaten der Corona-Pause darf der HSV das Volksparkstadion wieder bis auf den letzten Platz füllen. Das Problem ist nur: Es wollen nicht genug Fans ins Stadion – 57.000 kommen einfach nicht zusammen. Und was noch schlimmer ist: Die, die ins Stadion kommen, feuern das Team nicht an, sondern benehmen sich daneben. Es ist beschämend, was sich während des Spiels gegen Düsseldorf auf der Nordtribüne abspielte.

Und erschreckend, wie auch gegen Kiel statt lautstarker Unterstützung eher das Pöbeln und Prügeln im Fokus des Supports stand. Es gibt nur eine Lösung: Die Ultras müssen zurückkommen. Und zwar besser heute als morgen!

Fußballverein:Hamburger SV
Gründung:29. September 1887
Vereinsfarben:Blau-Weiß-Schwarz
Stadion:Volksparkstadion

Der hat HSV ein Fan-Problem: Pfiffe, Frust und Schlägereien – die Ultras fehlen an jeder Ecke

Es ist nicht mehr das Stadionerlebnis, das Fans des HSV gewohnt sind. Wo sonst lautstarker und unermüdlicher Support für einzigartige Stimmung sorgten, hört man aktuell zuhauf Pfiffe, Anfeindungen und Frustration – dazu gesellen sich Becherwürfe und Schlägereien unter den Fans. Wenn gesungen wird, sind es immer dieselben langweiligen Lieder. Gesang, der bereits nach wenigen Minuten wieder verstummt, als wäre er nie da gewesen. Es ist so still, dass man teilweise das Kicken des Balles hören kann. Es sei denn, die Gesänge der gegnerischen Fans übertönen das.

Fans des HSV im Volksparkstadion in Hamburg
Der HSV braucht seine Ultras! Miese Stimmung, Prügel, Pöbeleien – vieles läuft falsch im Volksparkstadion. (24hamburg.de-Montage) © Fabian Bimmer/dpa/Sebastian Wells/imago

Man fühlt sich irgendwie nicht mehr Zuhause. Weil etwas ganz Bestimmtes fehlt: die Ultras! Oft kritisiert und verschmäht, beweist die aktuelle Situation nur zu gut, dass der HSV und auch die Fanszene auf sie angewiesen sind. Aktuell macht einfach jeder, was er will. Pfiffe, Becherwürfe und rassistische Beleidigungen gegen Spieler? Würde es unter der Anleitung der Ultras nicht geben. Totenstille im Volksparkstadion? Würde es vor Abpfiff auch bei einem 0:5-Rückstand niemals geben.

HSV mit großen Fan-Sorgen: Was läuft falsch im Volksparkstadion?

Aber warum benehmen sich die Fans derzeit so furchtbar? Natürlich sorgt die sportliche Leistung des Hamburger SV derzeit für Frust. Aber rechtfertigt das, Becher nach Spielern zu werfen, sie zu beleidigen oder auszupfeifen? Nein! Der HSV steht eigentlich für andere Werte – für seine nie müde werdenden Fans ist der Verein von der Elbe bekannt. Kehren die Ultras nicht zeitnah in das Volksparkstadion zurück, ist dieser gute Ruf tatsächlich in Gefahr.

Der Volkspark steht für Stimmung, lautstarken Support, sehenswerte Choreografien. Doch all das ist in dieser Saison bisher nicht zu finden. Weil ein Anleiter fehlt! Einer der sagt, wo es lang geht. Einer, der seine Vorderleute zur Besinnung ruft, wenn aufgehört wird zu singen und Pfiffe erklingen. Sein Übriges tut der Alkohol, der seit Einführung der 2G-Regel im Volksparkstadion wieder ausgeschenkt werden darf. Teilweise sind die sogenannten Fans so besoffen, dass sie nicht einmal mehr das Spiel verfolgen können – beschämend!

HSV braucht seine Ultras: Wann kehrt der organisierte Support in das Volksparkstadion zurück?

Etwa 1500 Ultras beraten sich vor jedem Spiel darüber, wann und wie sie ihren Support im Volksparkstadion wieder aufnehmen. Zuletzt meldete sich die aktive Fanszene der „Nordtribüne Hamburg“, zu der auch die bekannte Ultra-Gruppe „Castaways“ gehört, vor dem Spiel gegen Düsseldorf. Weil ein Stadionbesuch unter den aktuellen Regeln noch nicht für „alle vorstellbar ist“, werden die Ultras vorerst nicht in das Volksparkstadion zurückkehren – leider.

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Wann die Ultras den organisierten Support im Volksparkstadion und bei Auswärtsspielen wieder aufnehmen werden, steht also noch in den Sternen. Der HSV täte jetzt gut daran, sich mit der aktiven Fanszene in Verbindung zu setzen, sie zu überreden. Ihr klarzumachen, wie dringend sie gebraucht wird.

Denn sonst werden von Spiel zu Spiel immer weniger Fans den Gang ins Stadion wagen. Nicht, weil der HSV so schlechten Fußball spielt, sondern weil es unter diesen Umständen einfach keinen Spaß mehr macht. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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