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Dank Amadou Onana: HSV-Boldt winkt warmer Geldregen aus Frankreich

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Von: Jan Knötzsch

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Dem HSV könnte ein neuerlicher Geldregen ins Haus stehen, nachdem der DFB-Pokal dem HSV bisher 3,9 Millionen Euro bringt. Warum fließt noch mehr Kohle?

Hamburg – Er ist eigentlich jemand, der weiß, wie man sich hanseatisch zurückhaltend verhält. Wie man auf dem Parkett der Großen nicht unbedingt negativ auffällt. Kurzum: ein ganz anderer typ als HSV-Trainer Tim Walter, dem das berühmte Blatt vorm Mund fremd ist und der gerne auch einmal aneckt – sei es nun im Verbalduell mit TV-Experten wie dem Ex-Profi Martin Harnik oder aber, wenn der HSV-Coach einen Sky-Reporter maßregelt. Dagegen ist Jonas Boldt im Vergleich eher ein Leisetreter. Doch der HSV-Sportvorstand kann auch anders. Das hat Boldt gerade erst beweisen.

Fußballverein:Hamburger SV
Gegründet:29. September 1887 in Hamburg
Mitglieder:84.200 (Stand: 17. August 2021)
Vereinsfarben:Blau-Weiß-Schwarz

Der HSV-Sportvorstand wetterte gegen die Corona-Politik. Und das, obwohl der HSV seit dem Derby gegen den Rivalen SV Werder Bremen vor 25.000 Zuschauern im Volksparkstadion spielen darf. Geld geht dem HSV trotz der Kulisse durch die Lappen. Weil die Arena in Hamburg-Stellingen eben nicht ganz voll ist. Geld, das der HSV dringend nötig hat. Und jetzt von woanders bekommen könnte. Woher? 24hamburg.de/hsv klärt auf.

Pokal-Millionen für den HSV: So viel Geld hat der DFB-Pokal dem Klub beschert – und was kommt jetzt noch dazu?

Dass die Coronavirus-Pandemie den HSV nicht nur ein paar Euro, sondern gleich ein paar Millionen gekostet hat, ist kein großes Geheimnis. Leeres Stadion, leere Kassen – diese Gleichung ist einfach und logisch. Vollkommen losgelöst vom sportlichen Misserfolg, der den HSV beim Verfolgerduell gegen den 1. FC Nürnberg ereilt hat. Entsprechend schiebt Jonas Boldt, der sich gerade erst in einem Treuebekenntnis zum HSV bekannt hat, Frust – auch wenn der DFB-Pokal und vor allem die Elfmeter-Heldentaten von HSV-Torwart Daniel Heuer Fernandes zuletzt Anlass zu jeder Menge Freude in der Hansestadt Hamburg gegeben haben.

Im Hintergrund eine Tasche mit Euroscheinen gefüllt, die auf einer Ersatzbank steht. Im Vordergrund das HSV-Logo und Sportvorstand Jonas Boldt am Handy.
„Hallo, was sagen Sie? Wann kommen die Millionen hier an“, scheint HSV-Sportvorstand Jonas Boldt hier am Telefon beim französischen Meister OSC Lille nachzufragen. (24hamburg.de-Montage) © Zink/Jan Hübner/imago

Doch der Klub aus dem Volksparkstadion, bei dem sich die HSV-Fans fragen, ob Faride Alidou keine Lust mehr auf seinen Noch-Verein hat, leidet eben noch immer unter den Millionen von Euros, die ihm eben in der Corona-Pandemie durch die Lappen gegangen sind. So sehr, dass der HSV bereits einmal zehn Millionen Euro Corona-Hilfe erhalten und eine weitere Corona-Hilfe beantragt hat. Fraglos kein schöner Zustand für den HSV, den der Verein aber mit vielen anderen Klubs teilt. Nur gut also, wenn dann doch mal ein bisschen Kohle in die Kasse kommt.

Geldregen statt leere Kassen: Warum dieser Spieler den HSV glücklich macht und für neue Millionen sorgen könnte

Eben das ist durch die Erfolge im DFB-Pokal, wo der HSV im Halbfinale auf den SC Freiburg treffen wird und somit nur noch ein einziges Spiel vom DFB-Pokalfinale im Berliner Olympiastadion entfernt ist, passiert. Insgesamt 3,9 Millionen Euro hat die Mannschaft von Trainer Tim Walter in der laufenden Saison im DFB-Pokal bereits eingespielt. Pokal-Millionen, die der HSV bei einem Spieler direkt auf dem Platz direkt wieder investieren könnte. Und: Es könnten unter Umständen nicht die einzigen Millionen sein, die auf das HSV-Konto gespült werden. Unverhofft kommt eben doch oft – und offenbar beim HSV immer dann, wenn es der Zweitligist aus der Hansestadt gerade ideal gebrauchen kann.

Woher der mögliche Geldregen kommt, der den HSV ein bisschen reicher macht als er ist? Die Antwort ist ganz einfach – und hängt mit einem HSV-Spieler zusammen, der schon gar nicht mehr da ist: Amadou Onana. Den 20-Jährigen hat der HSV bekanntlich auf dem Transfermarkt im Sommer 2021 verkauft und aus dem HSV-Transfergerücht, Onana werde die Stadt von Alster und Elbe verlassen, eine Realität gemacht, Amadou Onana wechselte zum französischen Meister OSC Lille. Die Ablösesumme: sieben Millionen Euro. Plus Bonuszahlungen, wenn Amado Onana entsprechende Leistungen auf dem Platz bringt.

HSV bald reicher als bisher: Warum Sportvorstand Jonas Boldt und Sportdirektor Michael Mutzel sich loben können

Nun berichten englische Medien wie die Daily Mail, dass Amadou Onana seit seinem Weggang vom HSV in Lille offenbar so sehr überzeugt hat, dass mit West Ham United ein Verein aus der englischen Premier League die Absicht hat, sich die Dienste von Ex-HSV-Kicker Amadou Onana zu sichern. Genau dieses Vorhaben zu realisieren, soll den Engländern eine Ablösesumme in Höhe von 20 Millionen Euro wert sein. Dem HSV kann das nur recht sein, denn die „Macher“ an den entsprechenden Stellen beim HSV haben beim Onana-Vertrag mit dem französischen Meister gut verhandelt.

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Wie die BILD-Zeitung berichtet, sollen HSV-Sportvorstand Jonas Boldt und HSV-Sportdirektor Michael Mutzel mit den Franzosen eine Beteiligung ausgehandelt haben, dass der HSV bei einem späteren Weiterverkauf des Kapitäns des belgischen U21-Nationalteams mitverdient. Und zwar gar nicht so schlecht. Nämlich 20 Prozent von der Summe, die die damalige Ablöse von sieben Millionen Euro übersteigt. Das würde im Falle eines Wechsels für 20 Millionen Euro zu West Ham, dessen Manager David Moyes Top-Talent Amadou Onana bereits beobachtet hat, rund 2,5 Millionen für den HSV sein.

Ein nettes Sümmchen, bei dem auch Jonas Boldt seinen Unmut über die Corona-Politik sicherlich ein klein wenig leichter ausblenden könnte. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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