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HSV berät über den 120 Millionen Euro Plan mit Investor Kühne

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Von: Robin Dittrich

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Die HSV-Bosse trafen sich mit Geldgeber Klaus-Michael Kühne in dessen Hotel. Das Thema: Das 120 Millionen Euro Angebot des Unternehmers – gibt es eine Lösung?

Hamburg – Der Hamburger SV sieht sich aktuell einiger Kosten ausgesetzt. Zunächst wollen die Hamburger rund zehn Millionen Euro in die Stadionsanierung stecken, zusätzlich stellte HSV-Finanzboss Wüstefeld ein Konzept vor, um vor das Volksparkstadion einen echten Erlebnispark zu bauen. Investor Klaus-Michael Kühne will jetzt 120 Millionen Euro in den Verein pumpen, was sagt der HSV dazu?

Fußballverein:Hamburger SV
Gründung:29. September 1887
Stadion:Volksparkstadion
Angebot:120 Millionen Euro von Klaus-Michael Kühne

Kühne bietet dem HSV 120 Millionen Euro – Hamburger sind nicht abgeneigt

Beim Hamburger SV wird aktuell mit hohen Geldbeträgen hantiert. Zunächst will der Zweitliga-Verein zehn Millionen Euro aus der eigenen Kasse in die Stadionsanierung stecken – das war aufgrund hoher Zuschauereinnahmen und unerwarteten Transfer-Erlösen möglich geworden. Dann stellte HSV-Finanzvorstand Wüstefeld ein 200 Millionen Euro Konzept vor, bei dem vor dem Volksparkstadion eine Plaza sowie ein über 25 Stockwerke hoher Tower entstehen soll – zahlen sollen das mehrere Investoren.

Die HSV-Bosse trafen sich mit Geldgeber Klaus-Michael Kühne, um über dessen 120 Millionen Euro Angebot zu beratschlagen.
Die HSV-Bosse trafen sich mit Geldgeber Klaus-Michael Kühne, um über dessen 120 Millionen Euro Angebot zu beratschlagen. © Oliver Ruhnke/Jan Juebner/Imago (Montage)

Seit einigen Wochen steht zusätzlich ein Angebot von Unternehmer Klaus-Michael Kühne im Raum. Kühne bot dem HSV 120 Millionen Euro für fast 25 Prozent der Anteile an der HSV Fußball AG. Weitere zehn Prozent sollten an andere Unternehmer gehen – der HSV e.V. hätte damit nur noch 50,1 Prozent Beteiligung. Das Angebot war an mehrere Bedingungen geknüpft: Unter anderem müsste HSV-Finanzvorstand Wüstefeld den HSV verlassen. Die HSV-Fans reagierten wütend, beleidigten Kühne mit einem Banner. Die Hamburger Bosse sind jedoch nicht abgeneigt, wollten Gespräche mit Kühne führen – dazu ist es jetzt gekommen.

Nach 120 Millionen Euro Angebot: HSV-Bosse beraten sich mit Klaus-Michael Kühne

HSV-Sportvorstand Jonas Boldt sagte, dass man sich über das Angebot von Klaus-Michael Kühne definitiv Gedanken machen müsse. Boldt war beim Gespräch der HSV-Bosse jedoch nicht dabei – ebenso wenig wie Thomas Wüstefeld. Stattdessen traf sich der Unternehmer Kühne mit Karl Gernandt, Markus Frömming - beide aus Kühnes Lager - HSV e.V. Vizepräsident Bernd Wehmeyer, Schatzmeister Michael Papenfuß und Präsident Marcell Jansen. Laut Jansen war „es ein gutes Gespräch. Es geht beiden Parteien um Stabilisierung, Entschuldigung und eine wettbewerbsfähige Zukunftsausrichtung der HSV Fußball AG.“

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Bis zu dem Gespräch in Kühnes Hotel „The Fontenay“, gab es wenig bis keine Kommunikation aller Parteien. Der HSV scheint noch immer nicht abgeneigt von Kühnes Angebot zu sein, nur an den Bedingungen muss geschraubt werden. Alle Parteien verabredeten sich dazu, die Thematik bei weiteren Gesprächen fortzuführen – klingt erst einmal nach einer Annäherung. Für einen wirklichen Beschluss des Anteilskaufs von Kühne müssten jedoch ohnehin die Mitglieder zustimmen. Und obwohl sich Finanzvorstand Thomas Wüstefeld aktuell oft im Mittelpunkt befindet, ist dessen Abgang weiterhin eine Hauptbedingung.

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