1. 24hamburg
  2. HSV

Heimspielserie – wann bringt der HSV das Volksparkstadion wieder zum Beben?

Erstellt:

Von: Robin Dittrich

Kommentare

Ein magerer Heimspielsieg steht beim HSV in dieser Saison zu Buche – zu wenig. Bis zur Winterpause stehen noch vier Heimspiele an. Kann der HSV seine Negativ-Serie beenden?

Hamburg – Es sollte die Festung des Hamburger SV sein. Gegner sollten den Platz mit einem mulmigen Gefühl im Bauch betreten. Von den Rängen schallen die Fangesänge. Der Volkspark lebt. Der HSV siegt. So wünscht es sich jeder Fan der Rothosen. In dieser Saison ist davon noch nicht viel zu spüren und zu sehen. Nur ein Sieg sprang in den ersten sechs Heimspielen heraus. Dem stehen fünf Unentschieden gegenüber. Kehren die Ultras bald zurück, würde zumindest die Stimmung wieder kochen. Noch vier Heimspiele stehen vor der Winterpause an. 4 Spiele, 12 Punkte – Das ist der Plan.

Fußballstadion:Volksparkstadion
Zuschauerplätze:57.000
Bilanz Saison 2021/221 Sieg, 5 Unentschieden, 0 Niederlagen
Nächste Heimgegner vor Winterpause:Regensburg, Ingolstadt, Rostock, Schalke

Der HSV gewinnt zu Hause jede Statistik, die Spiele aber nicht

In den ersten sechs Heimspielen der Saison kam der Hamburger SV auf zum Teil 71 Prozent Ballbesitz. Es sind Zahlen, die noch nicht mal der FC Bayern in der Ersten Bundesliga erreicht. Mehr Torschüsse, Flanken und Ecken als der Gegner. Trotzdem steht am Ende das Unentschieden auf der Anzeigetafel. Nur gegen den SV Sandhausen schaffte es der HSV in letzter Sekunde durch Moritz Heyer zum umjubelten Heimsieg. Oft führen die Hamburger und fangen sich im Laufe des Spiels unnötige Gegentreffer ein. Spielerische Überlegenheit reicht nicht zum Sieg – zumindest bisher noch nicht.

Sonny Kittel jubelt über ein Tor. Im Hintergrund ist die Nordtribüne im HSV-Stadion, dem Volksparkstadion, zu sehen.
Gewinnt der HSV seine nächsten vier Heimspiele im Volksparkstadion? © Michael Schwarz/imago

Es war eine ungewohnte und seltsame Stimmung im Stadion. HSV-Sportvorstand Jonas Boldt sah das im Gespräch mit der Mopo mit gemischten Gefühlen: „Ich habe es nicht so empfunden, dass die Stimmung bei unseren Heimspielen schlecht war. Zurzeit lassen die Menschen ihren Emotionen etwas ungezügelter freien Lauf. Das ist nicht nur in Hamburg, sondern ganz Deutschland und International so.“
Ist die Erwartung der Fans zu hoch? Der Wechsel zwischen lautem Jubel und Pfiffen kam so schnell wie unerwartet. Muss sich also etwas beim HSV oder den Fans tun?

Die nächsten vier Heimspiele des HSV geben eine entscheidende Richtung für die ganze Saison vor

Vier Heimspiele in fünf Spielen, ein solches „Glück“ kommt nicht allzu oft vor. „Wenn man von fünf Partien vier zu Hause austrägt, sieht das auf den ersten Blick natürlich verlockend aus“, sagte Jonas Boldt. Es stehen richtungsweisende Wochen für den HSV und Trainer Tim Walter an. Zunächst geht es am 20. November gegen den Tabellenzweiten aus Regensburg. Eine Woche später trifft der HSV auf Ingolstadt. Beide Spiele sowie das Heimspiel am 12. Dezember gegen Hansa Rostock finden schon Nachmittags um 13:30 Uhr statt. Vielleicht verändert das die Stimmung im Stadion.

Auch wenn Jonas Boldt es als allgemeines Problem sieht – es bleibt ein Problem. Pfiffe, Pöbeleien und Frustration stehen aktuell an der Tagesordnung. Der HSV-Kader ist jung, die Spieler zum Teil sehr unerfahren. Youngster wie Tommy Doyle und Faride Alidou, an dem mehrere Vereine aus der Bundesliga Interesse zeigen, schnuppern erstmals Bundesliga-Luft. Durch negative Emotionen von den Fanrängen lastet zusätzlicher Druck auf den Spielern. Es fällt ihnen offensichtlich schwer, damit umzugehen. Ein Grund mehr, wieso der HSV seine Ultras zurück braucht. An ihnen lebt und fällt die Stimmung im Stadion.

24hamburg.de Newsletter

Im Newsletter von 24hamburg.de stellt unsere Redaktion Inhalte aus Hamburg, Norddeutschland und über den HSV zusammen. Täglich um 8:30 Uhr landen sechs aktuelle Artikel in Ihrem Mail-Postfach – die Anmeldung ist kostenlos, eine Abmeldung per Klick am Ende jeder verschickten Newsletter-Ausgabe unkompliziert möglich.

Doch auch unabhängig der Fans stehen die Spieler in der Pflicht. „Fakt ist, dass wir zu Hause zu wenig Punkte geholt haben, daran müssen wir arbeiten“, sagt Jonas Boldt zur Heimspiel-Misere. Jeder Spieler muss noch eine Schippe drauflegen, damit eine Verbesserung erreicht werden kann. Die Fans sollten aber so oder so hinter der Mannschaft stehen. Als Teil des Teams. Als zwölfter Mann. Um den HSV zu Siegen zu tragen. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare