Knipsen für Aufstieg

Hamburger SV: Ballermann oder One-Hit-Wonder? Manuel Schäffler vor HSV-Wechsel

  • Christian Domke Seidel
    vonChristian Domke Seidel
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Manuel Schäffler steht vor einem Wechsel zum Hamburger SV. Für den 31-jährigen Stürmer ist es nach dem Abstieg vom SV Wehen Wiesbaden die Chance, in der 2. Fußball-Bundesliga zu bleiben.

  • Manuell Schäffler steht vor einem Wechsel zum Hamburger SV*.
  • Der Stürmer soll von der SV Wehen Wiesbaden in die Hansestadt* wechseln.
  • Kaderumbau von HSV-Trainer Daniel Thioune* nimmt Form an.

HamburgManuel Schäffler hat die beste Saison seiner Karriere hinter sich. Für den SV Wehen Wiesbaden erzielte er in der 2. Fußball-Bundesliga statte 19 Treffer. Nur Fabian Klos von Arminia Bielefeld traf häufiger (21 Tore). Jetzt steht der 31-Jährige vor einem Wechsel zum Hamburger SV. Ob er eine echte Verstärkung wäre, steht jedoch in den Sternen. Eine Alternative soll Hendrik Weydandt von Hannover 96* sein. Auch Moussa Konaté und Christian Gytkjaer sind Kandidaten für den HSV-Sturm*.

FußballspielerManuel Schäffler
Geboren6. Februar 1989 (Alter 31 Jahre), Fürstenfeldbruck
Größe1,86 m
Gewicht89 kg
Aktuelles TeamSV Wehen Wiesbaden (#9/Stürmer)
Beitrittsdatum2016 (SV Wehen Wiesbaden), 2008 (TSV 1860 München), 2012 (FC Ingolstadt 04), 2010 (MSV Duisburg)

Hamburger SV: Interesse an Manuel Schäffler von der SV Wehen Wiesbaden - Stürmer mit 19 Toren in der 2. Fußball-Bundesliga

Manuel Schäffler könnte Nachfolger von Joel Pohjanpalo beim Hamburger SV werden. (24hamburg.de-Montage)

Manuel Schäffler hat eine bockstarke Saison hinter sich. Der 31-jährige Mittelstürmer netzte in der 2. Fußball-Bundesliga 19 Mal ein. Und das für den SV Wehen Wiesbaden. Das Team stieg als Tabellen-Vorletzter direkt ab. Nicht einmal für die Relegation reichte es. Beeindruckend ist, dass er keine großen Leistungs-Schwankungen hatte.

Er traf in der Hinrunde genauso wie in der Rückrunde. Er knipste auswärts und in der heimischen BRITA Arena in Wiesbaden. Auch die Coronavirus-Pause verursachte keine nennenswerte Leistungsdelle. Gegen offensiv orientierte Top-Teams wie Arminia Bielefeld und den VfB Stuttgart traf Manuel Schäffler genauso wie gegen kompakt stehende Abstiegskandidaten.

Stürmer für den HSV: Manuel Schäffler von der SV Wehen Wiesbaden soll den Hamburger SV verstärken

Dem SV Wehen Wiesbaden nutzte all das nichts. Trotz der Treffer von Manuel Schäffler stiegen die Hessen sang- und klanglos ab. Doch immerhin der Stürmer hat jetzt die Chance, die Klasse zu halten. Wie der „kicker“ berichtet steht ein Wechsel kurz bevor. Nur noch Kleinigkeiten müssten geklärt werden. Ein Transfer, der eine riesige Baustelle beenden würde – neben der Innenverteidigung, schreibt 24hamburg.de.

Joel Pohjanpalo* hat den Hamburger SV verlassen. Er kehrte zurück zu Bayer Leverkusen, von denen er nur ausgeliehen war. Der Finne spielte eine fantastische Rückrunde. In 14 Spielen erzielte er neun Tore. Doch eine Verpflichtung ist für den HSV schlicht nicht finanzierbar. Die langen Jahre in der 2. Fußball-Bundesliga, das Coronavirus und die Sponsoren-Flucht* fordern ihren finanziellen Tribut*. Insgesamt elf Spieler haben die Rothosen seit Saisonende bereits verlasssen*.

HSV: Stürmer Manuel Schäffler soll von der SV Wehen Wiesbaden zum Hamburger SV wechseln

Zwei Tore schoss Manuel Schäffler gegen den Hamburger SV in der Rückrunde. Der SV Wehen Wiesbaden verlor trotzdem mit 3:2.

Auch das dürfte ein Grund sein, warum sich der Hamburger SV bei Manuel Schäffler gemeldet hat. Denn ebenfalls auf der Wunschliste von HSV-Trainer Daniel Thioune soll Niklas Dorsch vom 1. FC Heidenheim* stehen. Der 22-Jährige gilt als großes Talent, dürfte jedoch den finanziellen Rahmen des stark beschnittenen Spieleretats sprengen.

Im Winter war der Hamburger SV außerdem an Simon Terodde vom 1. FC Köln dran, wie das Hamburger Abendblatt berichtet (hinter Bezahlschranke). Ebenfalls einer, der jede Torflaute beenden könnte. Zumindest in der 2. Fußball-Bundesliga. Der 32-Jährige gilt als Experte für das Unterhaus. Schon drei Mal holte er sich dort die Torjäger-Kanone. 2016 für den VfL Bochum, 2017 für den VfB Stuttgart und 2019 für den 1. FC Köln. In der ersten Liga ist er aktuell hinter Jhon Córdoba und Anthony Modeste bei den Rheinländern nur dritte Wahl. Geschickte Verhandlungen könnte das hanseatische Interesse neu entfachen.

Hamburger SV: Kann Manuel Schäffler von der SV Wehen Wiesbaden den HSV zum Aufstieg verhelfen?

Die Frage ist, ob Manuel Schäffler für den Hamburger SV eine ähnliche Buden-Ballerei auf den Rasen zaubern könnte, wie für den SV Wehen Wiesbaden. Theoretisch sollte der Stürmer in einer Mannschaft, die um den Aufstieg statt gegen den Abstieg aus 2. Fußball-Bundesliga mitspielt, mehr Chancen und damit mehr Tore bekommen. Doch es ist unklar, ob der 32-Jährige überhaupt dauerhaft auf diesem Niveau liefern kann.

Beim SV Wehen Wiesbaden hat er sich vor allem in der 3. Fußball-Bundesliga einen Namen gemacht. 16, 22 und 14 Tore lieferte er in drei Spielzeiten ab. Bei seinen Stationen davor – Holstein Kiel und FC Ingolstadt 04 – fiel er nicht gerade als Tormaschine auf, wie 24hamburg.de berichtet. Sollte Manuel Schäffler also zum Hamburger SV kommen, ist es an Daniel Thioune, dem neuen HSV-Trainer, aus dem 32-Jährigen und den Rothosen eine torreiche Liebesbeziehung zu machen. Auch Elias Kachunga von Huddersfield Town* würde ins Anforderungsprofil passen. Im Newsticker rund um den Hamburger SV* gibt es alle Transfergerüchte. *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.

Rubriklistenbild: © Peter Steffen/Andreas Gora/dpa/picture alliance

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