Ablösefrei und torgefährlich

Hamburger SV: Billig-Knipser für HSV-Aufstieg – Insel-Stürmer könnte Verein retten

  • Christian Domke Seidel
    vonChristian Domke Seidel
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Der Hamburger SV braucht dringend einen neuen Stürmer. Trotz leerer Kassen. Jonas Boldt sucht ablösefreie Spieler, die sich trotz Gehaltsobergrenze überzeugen lassen. Elias Kachunga könnte ein Kandidat werden. 

  • Der Hamburger SV* handelte sich bei der Stürmer-Suche zuletzt zwei Absagen ein.
  • Die gesuchten Spieler sollten ablösefrei sein und die Gehaltsobergrenze nicht sprengen.
  • Beides tifft auf Elias Kachunga zu. Könnte er zu einem Kandidat für die Hamburger* werden?

Hamburg – Der Hamburger SV ist auf der Suche nach neuen Stürmern. Keine leichte Aufgabe in Zeiten leerer Kassen. Sportdirektor Jonas Boldt hat kein Geld für Ablösezahlungen und will seinem HSV eine strenge Gehaltsobergrenze für Neuzugänge auferlegen. Treffsichere Knipser zum Spartarif sind Mangelware. Doch es gibt einen Kandidaten, den sich der HSV genauer anschauen sollte: Elias Kachunga von Huddersfield Town.

FußballspielerElias Kachunga
Geboren22. April 1992 (Alter 28 Jahre), Haan
Größe1,77 m
Gewicht64 kg
Karrierebeginn2010
Aktuelles TeamHuddersfield Town (#9/Stürmer)

Hamburger SV auf Stürmersuche: Elias Kachunga ablösefrei - aber auch billiger als die Gehaltsobergrenze?

Dem Hamburger SV haben zuletzt die Stürmer abgesagt. Niklas Dorsch* wechselt lieber zu KAA Gent und Hendrik Weydandt* bleibt in Hannover. Aktuell sollen Christian Gytkjaer von Lech Posen und Moussa Konaté vom Amiens SC* auf dem Wunschzettel von HSV-Trainer Daniel Thioune* stehen. Auch Manuel Schäffler von der SV Wehen Wiesbaden* könnte kommende Saison bei den Rothosen spielen.

Ist Elias Kachunga einer für Jonas Boldt? Der Stürmer ist ablösefrei und sucht nach Jahren in England eine neue Herausforderung.

So sie denn nicht doch noch absagen. Ein Stürmer stand bislang im Schatten dieser Namen, könnten jedoch im Lauf der Transferphase noch interessant werden: Elias Kachunga, dessen Vertrag bei Huddersfield Town mit Ende der Saison ausläuft.

Neuer Knipser für den HSV-Sturm: Elias Kachunga von Huddersfield Town könnte ins Profil des Hamburger SV passen

Der Hamburger SV hat Glück im Unglück. Zwar sind die aktuellen Arbeitsbedingungen mit einer leeren Kasse und einer selbst auferlegten Gehaltsobergrenze alles andere als leicht, dafür haben die Verantwortlichen der Rothosen viel Zeit, um den Kader umzubauen. 83 Tage hat das Transferfenster insgesamt offen. Noch bis Montag, 5. Oktober. Das ist Rekord. Außerdem: Die anderen Vereine haben die gleichen Probleme.

Davon könnte der Hamburger SV profitieren. Zum Beispiel im Fall von Elias Kachunga. Der Vertrag des 28-Jährigen bei Huddersfield Town ist theoretisch abgelaufen, die aktuelle Saison spielt er aber noch zu Ende. Damit passt er ins finanzielle Anforderungsprofil von Sportvorstand Jonas Boldt. Er wäre ablösefrei. Spielerisch ist sein Vorteil, dass er offensiv sehr flexibel einsetzbar ist. In Englands zweiter Liga spielte er vorne links, rechts oder im Zentrum - je nach Bedarf.

Hamburger SV auf Stürmersuche: Elias Kachunga könnte die Lösung sein – Rekordtorschütze für den SC Paderborn

Sein Problem ist die fehlende Treffsicherheit. Er ist ein Arbeiter. Er kann Bälle festmachen, ist zweikampfstark und dient so der Mannschaft. Das Tor trifft er aber selten. Gerade einmal drei Tore und fünf Vorlagen konnte er in der noch laufenden Saison in 35 Einsätzen beitragen. Ob Huddersfield Town die Klasse hält, ist noch offen. Es droht der Abstieg in die dritte Liga.

Seine stärkste Saison hatte er, als Huddersfield Town 2017 der Aufstieg gelang. Zwölf Tore und vier Vorlagen zieren in dieser Saison seine Bilanz. Eine Form, zu der er in einer spielstarken Mannschaft zurückfinden könnte. Zumal in Deutschland. Der gebürtige Nordrhein-Westfale ging bereits für Borussia Mönchengladbach, den VfL Osnabrück, Hertha BSC Berlin, den SC Paderborn und den FC Ingolstadt auf Torejagd.

Für den SC Paderborn markierte er den ersten Treffer in deren Bundesliga-Geschichte. Weil noch fünf weitere dazu kamen, ist er Rekordtorjäger des Vereins. In einem Interview mit dem Kicker sagte er: „Mein Vertrag läuft aus, ich bin ziemlich offen für alles und kann mir viele Dinge vorstellen. Möglicherweise auch eine Rückkehr nach Deutschland.“ Aber noch ist keine Eile angesagt. Die Saison 2020/21 startet für die 1. und 2. Fußball-Bundesliga zeitgleich am Freitag, 18. September 2020. Auch ein zweiter Co-Trainer und ein Torhüter werden an der Elbe noch gesucht. Letzteres könnte Werder Bremens Stefanos Kapino* werden. Ein Wechsel vom Frankfurter Filip Kostic nach Mailand* könnte die finanzielle Situation unerwartet entspannen. Für die Co-Trainer-Stelle brachte sich Ilka Groenewold selbst* ins Gespräch. * 24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.

Rubriklistenbild: © Daniel Reinhardt/Dave Howarth/PA Wire/dpa/picture alliance

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