Innenverteidiger aus Osnabrück

HSV gibt Geld für Thioune-Schützling aus: Moritz Heyer kommt mit Ablöse für Abwehr

  • Christian Domke Seidel
    vonChristian Domke Seidel
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Der Hamburger SV (HSV) hat Geld in die Hand genommen und Innenverteidiger Moritz Heyer verpflichtet. Der Schützling des HSV-Cheftrainers Daniel Thioune soll die Abwehr kräftig unterstützen.

Hamburg – Bislang hat sich der Hamburger SV nur mit Spielern verstärkt, die keine Ablöse gekostet haben. Von dieser Politik rückt HSV-Sportvorstand Jonas Boldt jetzt ab. Die Hanseaten haben am Donnerstag, 17. September 2020, Innenverteidiger Moritz Heyer (25) vom VfL Osnabrück verpflichtet und zahlen rund 600.000 Euro Ablöse, wie der Kicker berichtet. Durch Prämien kann die Summe sogar noch steigen. Damit bekommt HSV-Cheftrainer Daniel Thioune einen ehemaligen Schützling in seine Mannschaft. Damit tobt in der Innenverteidigung ein scharfer Konkurrenzkampf*.

FußballspielerMoritz Heyer
Geboren4. April 1995 (Alter 25 Jahre), Ostercappeln
Größe1,84 m
Gewicht78 kg
Aktuelles TeamHamburger SV (Abwehr)

Hamburger SV (HSV) verpflichtet Innenverteidiger Moritz Heyer vom VfL Osnabrück

Weder für Mittelfeldabräumer Klaus Gjasula* (30), noch für Topstürmer Simon Terodde* (32) oder Innenverteidiger Toni Leistner (30), der beim Saisonauftakt fehlt*, zahlte der Hamburger SV eine Ablöse. Sogar die selbstauferlegte Gehaltsobergrenze von 600.000 Euro pro Jahr schien bei den Verhandlungen kein Problem zu sein. Doch von dieser Spar-Politik rückt der Verein jetzt ab.

Innenverteidiger Moritz Heyer wechselt vom VfL Osnabrück zum Hamburger SV. Die Hanseaten zahlen sogar eine Ablöse. (24hamburg.de-Montage)

Ob das mit einem warmen Geldregen zu tun hat, den der HSV der Stadt Hamburg zu verdanken hat*? Oder doch eher mit einer desolaten Vorstellung der Rothosen in der ersten Runde des DFB-Pokals*. Die 1:4-Niederlage bei der SG Dynamo Dresden hat eklatante Abwehrschwächen offenbart. Und das gegen einen Drittligist. Eine Schwäche, die eigentlich Innenverteidiger Toni Leistner abstellen sollte, der jedoch einen gebrauchten Abend erwischte*, wie 24hamburg.de-HSV berichtet.

HSV-Cheftrainer Daniel Thioune mit ehemaligem Schützling Moritz Heyer wiedervereint

Jetzt soll Moritz Heyer die Abwehr retten. Der Innenverteidiger war in der vergangenen Saison Stammspieler beim VfL Osnabrück, als die Mannschaft noch vom jetzigen HSV-Cheftrainer Daniel Thioune betreut wurde. Mit dem 25-Jährigen bekommt der Trainer also einen alten Bekannten in seine Mannschaft. Und dafür greift der Hamburger SV überraschend tief in die Tasche. Doch Moritz Heyer gilt als flexibel einsetzbar. Das kommt den Rothosen bei Verletzungssorgen zugute*.

HSV-Sportvorstand Jonas Boldt überweist 600.000 Euro Ablöse für Innenverteidiger Moritz Heyer an den VfL Osnabrück, berichtet der Kicker. In Anbetracht der bisherigen ablösefreien Verstärkungen ist das dann doch eine echte Hausnummer. Zumal sich die Gesamtsumme mit möglichen Prämien auf bis zu einer Million Euro erhöhen können soll.

Der Vorteil an Innenverteidiger Moritz Heyer ist, dass HSV-Cheftrainer Daniel Thioune weiß, was er an seinem neuen Defensivspezialisten hat. Der gebürtige Niedersachse absolvierte in der vergangenen Saison 34 Spiele für den VfL Osnabrück. Eins im DFB-Pokal und 33 in der 2. Fußball-Bundesliga. Lediglich am letzten Spieltag erhielt er eine Pause.

HSV-Neuzugang Moritz Heyer könnte schon zum Saisonauftakt gegen Fortuna Düsseldorf spielen

Innenverteidiger Moritz Heyer weiß auch, wo der Kasten steht. Beim VfL Osnabrück rückte er immer wieder mit nach vorne auf. Sechs Treffer gelangen ihm. Das musste auch der Hamburger SV am 32. Spieltag schmerzhaft erfahren. Mit seinen 1,85 Metern beweist er außerdem bei Standardsituationen Präsenz. Im eigenen wie im gegnerischen Strafraum.

Gerüchte, dass Innenverteidiger Moritz Heyer den Hamburger SV verstärken könnte, gab es bereits die gesamte Transferperiode über. Scheinbar hat die Klatsche in Dresden die HSV-Verantwortlichen zu etwas mehr Eile getrieben. Den Medizincheck soll der 25-Jährige noch am Donnerstag, 17. September 2020, absolvieren. Theoretisch könnte er so zur Saisoneröffnung gegen Fortuna Düsseldorf spielberechtigt sein. Einige Gründe sprechen für einen HSV-Sieg*. Eine vollständige Übersicht über alle Zu- und Abgänge beim Hamburger SV* gibt es hier. *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Friso Gentsch/dpa/picture alliance

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