Defensiv-Allrounder für Rothosen

Hamburger SV: HSV will Moritz Heyer heuern – Bomber für die Abwehr

  • Christian Domke Seidel
    vonChristian Domke Seidel
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Moritz Heyer könnte HSV-Trainer Daniel Thioune vom VfL Osnabrück zum Hamburger SV folgen. Der torgefährliche Innenverteidiger würde dort das Abwehrproblem lösen. 

  • Moritz Heyer ist ein heißes Transfergerücht beim Hamburger SV*.
  • Der Abwehr-Allrounder vom VfL Osnabrück könnte seinem ehemaligen Trainer in die Hansestadt* folgen.
  • HSV-Trainer Daniel Thioune* kennt und schätzt den torgefährlichen Defensiv-Spezialisten.

HamburgMoritz Heyer, Defensiv-Allrounder in Diensten des VfL Osnabrück, soll einer der Wunschkandidaten beim Hamburger SV sein. Der 25-Jährige könnte seinem ehemaligen Trainer Daniel Thioune folgen. Der ist jetzt Chef-Trainer beim HSV und muss kreativ einen Spar-Kader zusammenschustern. Möglichst einen, der um den Aufstieg mitspielt. Moritz Heyer könnte dabei ein Schlüsseltransfer sein. Genau wie Stürmer Manuel Schäffler vom SV Wehen Wiesbaden.

Fußballspieler Moritz Heyer
Geboren4. April 1995 (Alter 25 jahre), Ostercappeln
Größe1,84 m
Gewicht78 kg
Aktuelles TeamVfL Osnabrück (#6/Mittelfeld)

Hamburger SV: Moritz Heyer vom VfL Osnabrück vor Wechsel zum HSV? Daniel Thioune will Abwehrspieler

Moritz Heyer vom VfL Osnabrück gilt als Kandidat beim Hamburger SV. Der Abwehr-Allrounder würde dem neuen HSV-Coach Daniel Thioune folgen. (24hamburg.de-Montage)

Der HSV-Kader bricht zusammen*, elf Spieler haben den Hamburger SV bisher verlassen. Selbst Jeremy Dudziak will den Verein verlassen*. Das klingt zunächst nach einer schlechten Nachricht. Doch die Rothosen brauchen einen Umbruch. Einerseits sportlich, weil die Mannschaft selbst das Minimalziel Relegation peinlich verdaddelt hat*. Andererseits wirtschaftlich, weil der Spieleretat von ehemals 30 Millionen auf 23 Millionen Euro zusammengekürzt werden muss. Auch wegen der Sponsoren-Flucht*. Es müssen also kreative Transfers her, wie 24hamburg.de berichtet. Wie der ablösefreie Hendrik Weydandt* einer wäre.

Denn natürlich wird auch der neue HSV-Trainer Daniel Thioune um den Aufstieg spielen muss. Ganz egal, ob er einen Vertrag über zwei Jahre hat und ob Sportdirektor Jonas Boldt betont, den „Schwerpunkt vermehrt auf die Entwicklung“ legen zu wollen. Denn sich entwickeln will jeder Verein, jeder Trainer und jeder Spieler. Ein Bekenntnis, das in Krisenzeiten wenig wert sein dürfte.

HSV erwägt Transfer von Moritz Heyer - Wechsel vom VfL Osnabrück zum Hamburger SV wegen Daniel Thioune?

Daniel Thioune weiß das. Er sagte bei seiner Vorstellung: „Ich bin mir bewusst, dass alle hier in Hamburg Wünsche und Träume haben. Es liegt an uns, diese zu realisieren und ihnen nahezukommen. Dabei geht es in erster Linie um harte Arbeit. Denn nochmal: Es geht ums Machen, nicht ums Reden.“

Wenig reden, viel machen. Das ist auch eine Kurzbeschreibung von Moritz Heyer. Der Abwehr-Spezialist hielt in der abgelaufenen Saison die Defensive des VfL Osnabrück zusammen. Also just in dem Verein, den der neue HSV-Trainer Daniel Thioune erst zum Aufstieg aus der 3. Fußball-Bundesliga führte und dann zum Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga.

HSV-Coach Daniel Thioune als wichtiger Faktor: Wechselt Moritz Heyer vom VfL Osnabrück zum Hamburger SV?

Moritz Heyer (r.) bejubelt sein Tor zum 1:0 am 33. Spieltag gegen Holstein Kiel mit Maurice Trapp.

Letzteres verdankte der Verein einer abgebrühten Defensivarbeit. „Arbeit gegen den Ball“, wie es HSV-Trainer Daniel Thioune nennt und auch bei seiner HSV-Antrittsrede predigte. Zentraler Baustein: Moritz Heyer. Ein Spieler, der dieses Mantra bereits verinnerlicht hat und es auch auf den Rasen bringen kann. Meistens brachte er in Innenverteidigung die Gegner zum Verzweifeln. Auch als Sechser und Rechtsverteidiger half er aus.

Die Belohnung: Nur 48 Gegentreffer. Und das bei einer Mannschaft, die schon mit Beginn der Saison 2019/2020 in der 2. Fußball-Bundesliga gegen den Abstieg spielte. Die Torhüter aller anderen Kellerkinder mussten öfter hinter sich greifen. Und der HSV? 46 Gegentore. Und das als potenzieller Aufsteiger. Klar, wo der Fußballschuh drückt, wie 24hamburg.de berichtet.

Zumal noch unklar ist, wann Rick van Drongelen* nach seinem Kreuzbandriss wieder eine Alternative für die Startelf ist. Daniel Thioune muss ein Team entwickeln, aber auch gute Ergebnisse liefern. Moritz Heyer kennt die Liga. Er ist torgefährlich. Sechs Tore steuerte er zum Klassenerhalt des VfL Osnabrück bei. Und noch wichtiger: HSV-Trainer Daniel Thioune kennt und schätzt seinen Schützling.

Moritz Heyer: Torgefährlicher Abwehr-Allrounder für den Hamburger SV - Dank HSV-Coach Daniel Thioune

Auf seinen Ex-Spieler angesprochen sagte HSV-Trainer Daniel Thioune: „Wir wissen um die Baustelle in der Innenverteidigung, die ist mir auch nicht ganz neu. Das ist offensichtlich mit den schweren Verletzungen. Es wird Lösungen geben. Ob Moritz Heyer da dazugehören wird, das bleibt erst mal noch ein Geheimnis.“ Klarer lässt sich in der codierten Fußballsprache ein Interesse nicht kommunizieren.

Der Vertrag von Moritz Heyer läuft im Sommer 2021 aus. Will der VfL Osnabrück eine Ablöse für den Spieler erwirtschaften – und das wird er müssen, in Coronavirus-Zeiten – dürften sie ihm in der laufenden Transferphase keine Steine in den Weg legen. *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.

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