Bundesliga-Saison wird fortgesetzt

Es gibt wieder endlich wieder Fußball – HSV am Sonntag gegen Fürth, St. Pauli gegen Nürnberg

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Die Zustimmung der Politik kam am Mittwoch. Nun hat sich die Deutsche Fußball Liga (DFL) für einen Start der Bundesliga am 16. Mai entschieden. Für den Hamburger SV geht es am Sonntag, 17. Mai auf den Platz gegen Greuther Fürth.

  • Die pausierte Bundesliga-Saison wird am 16. Mai fortgesetzt.
  • Der Hamburger SV startet nach Coronavirus-Pause in Fürth, der FC St. Pauli in Hamburg gegen Nürnberg.
  • Spieltag 26: Greuther Fürth - Hamburger SV, Sonntag 17. Mai, 13:30

Hamburg – Fußballfans mussten lange auf eine Entscheidung warten. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat sich mit einem Konzept auf die Fortsetzung der Saison nach der Coronavirus-Pause vorbereitet. Am Mittwoch haben Bund und Länder dann einen Spielstart in der zweiten Maihälfte abgesegnet. Donnerstagmittag hat sich die DFL entschieden: Am 16. Mai geht die Bundesligasaison 2019/20 weiter. Der Hamburger SV startet am Sonntag gegen Fürth.

Bundesliga: Hamburger SV startet nach Coronavirus-Pause gegen Greuther Fürth

Endlich gibt es Klarheit! Die Bundesliga und die 2. Liga werden die aktuelle Saison 2019/20 am 16. Mai fortsetzen. Das hat DFL-Chef Christian Seifert am Donnerstagmittag in einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Für den Hamburger SV geht es am Sonntag, 17. Mai um 13:30 los. Die Gegner von Greuther Fürth warten im Sportpark Ronhof. Der Kiez-Rivale FC St. Pauli empfängt am selben Tag den 1. FC Nürnberg im Millerntorstadion.

Das Finale der Saison 2019/20 soll am Wochenende des 27. und 28. Juni stattfinden. Die Relegation ist ebenfalls geplant. Für den Hamburger SV, aktuell auf dem dritten Platz, gibt es also reelle Hoffnungen auf einen Aufstieg in diesem Jahr. Die Hamburger trainieren am heutigen Donnerstag zum ersten Mal seit vielen Wochen wieder in (fast) voller Mannschaftsstärke und auch Zweikämpfe sind wieder erlaubt

DFL-Chef hat wenig Verständnis für Kritik an Fan-Verbänden

Christian Seifert hat sich bei der Pressekonferenz auch über Bedenken bezüglich der Fußball-Fanszene geäußert. In den letzten Wochen wurde diskutiert, ob es bei einem Bundesligastart trotz Geisterspiel-Regel zu Versammlungen vor den Stadien kommen könnte. Auch beim Hamburger SV war dies Thema. Laut Seifert müsse man diese Probleme „sehr ernst nehmen“, er habe jedoch in Gesprächen mit der Fanszene keine derartigen Pläne mitbekommen. Schließlich lägen auch der Fanszene ihre Klubs am Herzen. Kein Verband würde jetzt absichtlich mit so einem Verhalten provozieren, so Seifert.

Fans des Hamburger SV marschieren zum Millerntor-Stadion (im Jahr 2010)

Seifert äußerte sich in Bezug auf die gesellschaftliche Verantwortung des Fußballs eher abweisen. Es sei nicht die Verantwortung der DFL, Versammlungen in Wohnzimmern zu kontrollieren. Auf die Frage, wie man mit Coronavirus-Fällen in der Bundesliga umgehen möchte, antwortete Seidel mit Quarantäne-Plänen, über die es neben dem DFL-Konzeptpapier noch keine weiteren Details gibt. 

Zudem stand die Frage auf dem Tisch, ob Mannschaften mit infizierten Spielern ausgeschlossen werden können. Seifert verwies hier auf die bisher geltenden Mindestgrößen für Teams. Das Thema Infektionsgefahr ordnete er ein. Laut Seifert sei es statistisch nicht sehr wahrscheinlich, dass der Profifußball für eine zweite Infektionswelle verantwortlichen werden kann. 

Der Hamburger SV bereitet sich auf den 26. Spieltag vor

Auf Instagram können Fans des Hamburger SV heute Bilder vom ersten Mannschaftstraining der Hamburger sehen. Auch Youngster Vagnoman geht schon wieder in die Zweikämpfe. Ob eine Woche intensives Training reicht, um gegen Greuther Fürth bestehen zu können, ist unklar aber recht wahrscheinlich. In 2019 spielten die Hamburger zweimal gegen Fürth, beide Spiele konnten sie ohne ein Gegentor gewinnen. 

Es gibt allerdings auch eine schlechte Nachricht. Abwehrspieler Jan Gyamerah vom Hamburger SV hat sich verletzt und wird zwei bis drei Wochen ausfallen. Die gesamte Mannschaft des HSV muss noch an diesem Wochenende in eine einwöchige Quarantäne starten. So sieht es das DFL-Konzeptpapier vor. Im Moment trainieren die Hamburger auf dem HSV-Campus und nutzen die Räume der Alexander-Otto-Akademie, die normalerweise vom Nachwuchs belegt werden. Der finnische Youngster Anssi Suhonen verbringt dort seine Einreise-Quarantäne. Laut Sportvorstand Jonas Boldt seien die Räumlichkeiten auf dem Campus besser für Einhalten der „Abstands und Hygieneregeln“ geeignet.

Wo die Hamburger nun in einwöchige Quarantäne gehen, ist bisher nicht geklärt. Angefragt wurden laut Hamburger Abendblatt bereits das Mannschaftshotel Grand Elysée und das Lindner Park-Hotel Hagenbeck. Eine Entscheidung wird wahrscheinlich noch am Donnerstag fallen, schließlich geht es in zehn Tagen schon wieder los!

Rubriklistenbild: © Axel Heimken/picture alliance/dpa

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