Spiel gegen VfB am Donnerstag

Remis im Spitzenspiel: HSV distanziert sich von Stuttgart - doch Heidenheim lauert

  • Yannick Hanke
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Trotz einer erneut couragierten Leistung hat es für den HSV im Spitzenspiel gegen Arminia Bielefeld nur zu einem Punkt gereicht. Doch aufgrund des gleichzeitigen Patzers der Stuttgarter haben die Hamburger den VfB vorm direkten Aufeinandertreffen distanzieren können. Wäre da nicht noch Heidenheim.

  • Hamburger SV: Remis im Spitzenspiel.
  • Stuttgart vor der Brust: Rothosen treffen auf Heim-Macht.
  • Underdog Heidenheim: Kontinuität statt Aktionismus.

Hamburg - Zwei Punkte verschenkt oder einen gut gemacht? Eine Frage, die sich HSV-Coach Dieter Hecking nach dem 0:0-Remis gegen 2. Fußball-Bundesliga-Spitzenreiter Arminia Bielefeld gestellt haben könnte. Denn durch die Niederlage des VfB Stuttgarts in Kiel konnten sich die Rothosen minimal von den Schwaben absetzen. Am Donnerstag, 28. Mai 2020 steht nun das direkte Duell der Ex-Bundesligisten an. Doch auch Heidenheim ist noch nicht aus der Verlosung.

Hamburger Sportverein: Dieter Hecking, Bakery Jatta, Aaron Hunt und Co von Heidenheim gejagt

Der Club von der Brenz liegt nur einen (Stuttgart) bzw. zwei Punkte (Hamburg) hinter den begehrten Plätzen an der Sonne. Und holte zuletzt 14 Punkte aus den vergangenen neun Ligaspielen. Dass die Heidenheimer nach gut 3/4 der Saison immer noch aussichtsreiche Chancen auf den Relegationsplatz und sogar den direkten Aufstieg haben, sollte eigentlich nicht verwundern.

Fußballverein:Hamburger SV
Trainer:Dieter Hecking
Kapazität:57.000
Vorsitzender:Marcell Jansen
Gründung:29. September, 1887, Hamburg

Im Gegensatz zum HSV, der in den vergangenen zehn Jahren 16 Trainer beschäftige (Dieter Hecking mit eingerechnet), herrscht im östlichen Baden-Württemberg Kontinuität. Coach Frank Schmidt ist seit 2007 in Amt und Würden und führte sein Team in dieser Zeit von der Oberliga bis in die zweithöchste Spielklasse Deutschlands. Am besten schnitten die Heidenheimer in der 2. Fußball-Bundesliga bisher mit den Endplatzierungen fünf und sechs ab. Dies könnte in der laufenden Saison noch getoppt werden.

Goalgetter gesucht: HSV bekommt den Ball nicht rein

Die Heidenheimer können es sogar noch aus eigener Kraft schaffen, den HSV zu überholen. Denn am 21. Juni 2020 steht das direkte Aufeinandertreffen zwischen dem Schmidt-Team und Dieter Heckings Mannen an. Bis dahin warten zwar noch einige Spiele auf die Hamburger, gewarnt sein sollten die Rothosen dennoch. Das Hinspiel im heimischen Volksparkstadion ging nämlich mit 0:1 verloren.

Damals wie heute das große Problem des HSVs: die Chancenverwertung. Der Auftritt gegen Arminia Bielefeld brachte dem Team um Kapitän Aaron Hunt viel Lob ein, jedoch keine dreifache Punkteausbeute. Freunde der Statistik konnten 61 Prozent Ballbesitz für die gastgebenden Hamburger notieren, auch dominierte der HSV mit 13:8 hinsichtlich der Torschüsse. Doch was nützt es, wenn kein eiskalter Vorstrecker der Marke Fabian Klos vorhanden ist?Vor diesem hatte Coach Hecking im Voraus eindringlich gewarnt. Selbst Sonny Kittel, sonst Torschütze vom Dienst, brachte den Ball nicht im Gehäuse unter.

Zwischen Goldener Generation und Spiel gegen Stuttgart

Mit Erfolg, denn der Goalgetter von der Alm konnte kaum Nadelstiche setzen und zeigte eine durchschnittliche Leistung. Nicht zuletzt bedingt durch die stabile Abwehrkette der Hamburger, bestehend aus Tim Leibold, Timo Letschert, Rick van Drongelen* und Josha Vagnoman. Die beiden Letztgenannten machen zusammen im Verbund mit Bakery Jatta Hoffnung darauf, dass der HSV mal wieder eine Goldene Generation erleben könnte. Den Aufstieg in die 1. Fußball-Bundesliga vorausgesetzt.

Der Drang zum Tor ist da, jedoch müssen die HSV-Spieler, beispielsweise Sonny Kittel, den Ball auch versenken.

Ehe es soweit ist, muss Hecking seine Jungs zunächst auf die schwierige Aufgabe in Stuttgart am Donnerstagabend, den 28. Mai 2020, vorbereiten. „Wir haben gesehen, dass unsere Mannschaft auf einem guten Weg ist. Wir wollen weiterhin so fokussiert spielen wie zuletzt. Ich bin zuversichtlich, dass wir dann unsere Punkte holen werden“, zeigte sich der Coach nach dem Bielefeld-Spiel optimistisch, auch gegen den VfB bestehen zu können.

HSV gegen Heim-Macht

Die Stuttgarter befinden sich in einer Krise und konnten keines der vergangenen vier Ligaspiele gewinnen. Noch dramatischer liest sich die Ausbeute in diesem Zeitraum: nur einer von zwölf möglichen Punkten war den Schwaben vergönnt. Der wurde immerhin gegen Spitzenreiter Bielefeld geholt. Nichtsdestotrotz müssen die Hamburger auf der Hut sein, denn im eigenen Stadion ist der VfB eine Macht.

Auch wenn bedingt durch das Coronavirus-Sars-Cov-2 die Unterstützung der Fans fehlt, lässt sich nicht über die fast lupenreine Bilanz der Stuttgarter diskutieren: 31 von möglichen 39 Punkten in heimischen Gefilden sind eine Ansage. Es bleibt abzuwarten, wie der HSV dem VfB die zweite Heimniederlage der Saison 2019/2020 beifügen will.

Quelle: 24hamburg.de

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