Fußball im Coronavirus-Modus

Personalwechsel beim Hamburger SV - Bundesligastart am 15. Mai?

  • Enno Eidens
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Neuste Quellen lege nahe, dass ein Bundesligastart am 15. Mai möglich ist. Der Hamburger SV plant derweil weiter am Kader und suspendiert einen leitenden Mitarbeiter.

  • Die Bundesliga könnte schon am 15. Mai wieder starten.
  • Am Mittwoch entscheiden Bund und Länder über den Start.
  • Hamburg: Der Hamburger SV arbeitet weiter am Kader.

Hamburg - Dass sich Bund und Länder am morgigen Mittwoch, 6. Mai treffen wollen, um unter anderem über die Bundesliga zu sprechen, ist bereits bekannt. Nun meldet die Nachrichtenagentur Reuters, dass ein Spielstart der Bundesliga noch im Mai möglich ist. Stichtag: 15. Mai. Der Hamburger SV arbeitet weiterhin am Kader für die Fortsetzung der Saison und suspendiert eine Führungskraft, ohne damit groß zu überraschen.

Hamburger SV wartet auf Start der Fußball-Bundesliga im Mai

Das Spielchen geht nun schon ein paar Wochen so. Die Fußball-Nation hofft auf einen Spielstart und schielt in Richtung Politik. Die lässt sich Zeit, arbeitet Schritt für Schritt. Am Mittwoch, 6. Mai wollen sich Bund Länder abermals treffen, um unter anderem mögliche Lockerungen der aktuellen Coronavirus-Maßnahmen zu besprechen. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet aus Verhandlungskreisen der Vorbereitung auf diese Besprechung, dass dort ein Bundesligastart am 15. Mai besprochen wird. Für den Hamburger SV und den FC St. Pauli könnte es also schon nächste Woche Freitag losgehen!

HSV-Leihgabe Aaron Opoku geht für den FC Hansa Rostock in den Zweikampf. (24hamburg.de-Montage)

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat ein Hygiene- und Sicherheitskonzept entworfen, das den Spielbetrieb der Bundesliga in der Coronavirus-Krise regelt. Unter anderem sind regelmäßige Tests sowie eine Team-Quarantäne vor dem erneuten Ligastart geplant. Aktuell wird zweimal pro Woche getestet, dafür werden laut Zeit Online bis zu 35.000 Tests benötigt! Der Hamburger SV und der FC St. Pauli bereiten sich auf diese Maßnahmen vor und wollen so schnell wie möglich wieder ins Training gehen. Auch darüber muss die Politik entscheiden. Aktuell sind nur Trainings in Kleingruppen zugelassen.

Kaderplanung und Kündigungen beim Hamburger SV

Trotz unfreiwilliger Spielpause plant der Hamburger SV fleißig am eigenen Kader. Mit dem Flügelstürmer Aaron Opoku haben die Hamburger das nächste Eigengewächs bis 2024 verpflichtet. Der 21-jährige Opoku spielt seit 2011 beim HSV. Damals war er zwölf Jahre alt. Aktuell ist er an den FC Hansa Rostock ausgeliehen, er kehrt im Juli möglicherweise zurück ins Volksparkstadion. Die kommenden Wochen werden entscheiden, ob Opoku für den HSV auflaufen kann oder wieder verliehen wird. Für die Rostocker stand Opoku ganze 25 Mal auf dem Platz, erzielte drei Tore und legte fünfmal zum Treffer auf. Auch für die U20-Nationalmannschaft spielte er bereits. HSV-Youngster Josha Vagnoman verlängerte ebenfalls bis 2024, der HSV setzt also auf Nachhaltigkeit im Kader.

Eine andere Wunsch-Personalie des Hamburger SV steht auf der Kippe: Tobias Strobl (29) spielt aktuell für Borussia Mönchengladbach. Der defensive Mittelfeldspieler hatte angekündigt, bei einem Aufstieg der Hamburger zum HSV zu wechseln. Nun ist vieles unklar. Wird die Saison überhaupt zu Ende gespielt? Was passiert mit dem dritten Platz, auf dem der HSV in der zweiten Bundesliga steht, ist eine Relegation möglich? Zudem ist Strobl für die Borussen seit der Verletzung von Denis Zakaria (23) wieder deutlich wichtiger geworden. Das macht einen Wechsel in den Norden noch unwahrscheinlicher.

Hamburger SV entlässt den Leiter der Unternehmensentwicklung

Für einen anderen Mann ist die Zeit beim Hamburger SV vorbei. Stephan Hildebrandt (46), der Leiter der Unternehmensentwicklung wurde freigestellt. Finanzvorstand Frank Wettstein ist für die Entscheidung verantwortlich. Hildebrands Vertrag läuft am 31. Mai aus, somit kam die Freistellung nicht besonders kurzfristig. Von 2002 bis 2010 hatte er schonmal für den HSV gearbeitet, unter anderem war er in dieser Zeit Leiter der Nachwuchsabteilung.

Die Entscheidung seiner vorzeitigen Suspendierung kommt nicht überraschend. Hildebrandt ist nach den beiden Aufsichtsräten Max-Arnold Köttgen und Thomas Schulz der dritte enge Vertraute von Ex-HSV-Chef Bern Hoffmann. Dieser wurde, so bild.de, im März 2020 vom Aufsichtsrat des Hamburger SV freigestellt, nachdem er mit Sportvorstand Jonas Boldt und Finanzchef Wettstein aneinandergeriet. 

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