Bei Mega-Transfer

Hamburger SV: Filip Kostic füllt HSV-Kassen – Ex-Spieler lässt Millionen regnen

  • Christian Domke Seidel
    vonChristian Domke Seidel
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Verlässt Filip Kostic Eintracht Frankfurt, könnte das einen millionenschweren Geldregen für den Hamburger SV bedeuten. Denn der HSV besitzt eine Weiterverkaufs-Beteiligung, die mehr einspielen würde, als jeder Spielerverkauf.

  • Filip Kostic von Eintracht Frankfurt könnte dem Hamburger SV* mehr Einnahmen bringen als jeder Spielerverkauf.
  • Die Hamburger* besitzen eine Beteiligung am möglichen Weiterverkauf des Flügel-Flitzers.
  • Wegen des Coronavirus-Sars-CoV-2* sind auch die Hessen auf Erträge aus Spielerverkäufen angewiesen.

Hamburg – Für den Hamburger SV war Filip Kostic ein Fehleinkauf. 14 Millionen Euro bezahlte der HSV im Sommer 2016 für den Serben an den VfB Stuttgart. Ein Betrag, den die Offensivkraft nie mit Leistungen rechtfertigen konnte. Zwei Jahre später wechselte er für sechs Millionen Euro zu Eintracht Frankfurt – erst auf Leihbasis, dann fix. Damals verankerten die Verantwortlichen eine Beteiligung an einem Weiterverkauf. Und die könnte dem HSV jetzt die Transferphase retten.

FußballspielerFilip Kostic
Geboren1. November 1992 (Alter 27 Jahre), Kragujevac, Serbien
Größe1,84 m
Gewicht82 kg
Aktuelle TeamsEintracht Frankfurt (#10/Mittelfeld), Serbische Nationalmannschaft (#17/Mittelfeld)
BeitrittsdatenAugust 2018 (Eintracht Frankfurt)

Filip Kostic bringt Hamburger SV Millionen: Beteiligung des HSV am Weiterverkauf bringt mehr als Spielerverkauf

Filip Kostic war und ist für viele Fans ein Sinnbild für die Transferpolitik, die den Hamburger SV in die zweite Liga brachte. Denn oft wechselten großartige oder zumindest vielversprechende Spieler für viel Geld an die Elbe*, nur um dann nicht die erwartete Leistung zu bringen. Das gilt auch für den 27-Jährigen. „Ich stand enorm unter Druck. In Hamburg war es noch schwieriger. Ein großer Verein, dessen Platz in der Bundesliga ist. Aber dort hatte ich auch wenig Glück und musste den Verein verlassen“, kommentiert der Serbe in einem Interview mit Eintracht Frankfurt TV seine Zeit in Hamburg.

Der Hamburger SV würde an einem Verkauf von Filip Kostic mitverdienen. Zehn Prozent beträgt die Beteiligung am Weiterverkauf. (24hamburg.de-Montage)

Kaum wechselte er vom Hamburger SV zu Eintracht Frankfurt, blühte er auf. Das war auch seiner neuen Rolle geschuldet. Statt im Sturm setzte ihn Frankfurts Trainer Adi Hütter als offensiv ausgerichteten Linksverteidiger in einer Fünferkette ein. Dort entwickelte er sich zum Leistungsträger. Laufstark, mannschaftsdienlich, brandgefährlich. Lustlose Auftritte gab es quasi nicht. „Frankfurt hat mich wieder ins Leben zurückgeholt und hat meine Karriere wiederbelebt“, bewertet Filip Kostic den Transfer im Interview weiter.

Verlässt Filip Kostic Eintracht Frankfurt bringt das dem Hamburger SV eine Millionen-Ablöse

Seine Leistungen sind auch anderen Mannschaften nicht verborgen geblieben. Schon im Sommer 2019 soll es ein Angebot über vierzig Millionen Euro für Filip Kostic gegeben haben. Damals wollte Inter Mailand den Flügel-Flitzer unbedingt haben. Doch den Hessen fiel in dieser Transferphase die gesamte Offensive auseinander. Luka Jovic ging zu Real Madrid, Sébastien Haller zu West Ham United und Ante Rebic zum AC Mailand. Das Angebot für Filip Kostic lehnte Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic deswegen ab.

Doch jetzt könnte wieder Bewegung in die Personalie kommen. Angeblich hat Inter Mailand bereits im Frühjahr 2020 einen weiteren Vorstoß unternommen. Ob und wie die Coronavirus-Krise den Marktwert des serbischen Nationalspielers beeinflusst hat, werden die Verhandlungen zeigen. Seine Leistungen sind jedenfalls nicht abgefallen. Auch der AC Mailand soll Interesse bekundet haben und bereit sein, dreißig Millionen Euro zu zahlen.

Eintracht Frankfurt muss Einnahmen generieren, wie Wolfgang Steubing, der Aufsichtsratschef der Hessen, unmissverständlich klarstellte: „Uns schmerzt natürlich, dass wir uns zuletzt ein schönes Polster geschaffen haben, mit dem wir hätten investieren können – und dann wird uns das Polster durch Corona einfach so weggerissen“, zitiert ihn die Frankfurter Rundschau*. Sogar Namen nennt er: „Auch einen Verkauf von Kostic oder Trapp schließe ich nicht aus. Weil die Marktlage schwierig ist.“

Hamburger SV: Transferstopp - Spielerverkäufe dringend nötig, Filip Kostic Wechsel kann HSV helfen

Glück für den Hamburger SV. Denn der ist mit zehn Prozent an einem Weiterverkauf von Filip Kostic beteiligt. Sollten die kolportierten Summen stimmen, könnte der HSV mit rund vier Millionen Euro rechnen. Zwar wäre die Personalie für die Rothosen immer noch ein finanzielles und sportliches Minusgeschäft gewesen, doch das Geld braucht der Verein gerade dringend. Wie die „mopo“ berichtet, hat sich der Hamburger SV einen Transferstopp auferlegt, bis selbst Einnahmen erzielt wurden. Tim Leibold, einer der wenigen Spieler, die eine größere Ablöse erzielen könnte, hat sich klar zum HSV bekannt und damit alle Wechselgerücht zerschlagen*.

Lukas Hinterseer könnte den Verein verlassen*, auch Tim Leibold und Julian Pollersbeck* liebäugeln mit einem Wechsel. In Zeiten des Coronavirus dürfte aber keiner so viel Geld einbringen wie die Beteiligung am Weiterverkauf von Filip Kostic. Aktuell liegt der Fokus des Hamburger SV auf ablösefreien Spielern. Klaus Gjasula* ist bereits da und auch Manuel Schäffler*, Elias Kachunga* oder Christian Gytkjaer* müssten nicht aus Verträgen rausgekauft werden. *24hamburg.de und fr.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.

Rubriklistenbild: © Uwe Anspach/Daniel Reinhardt/dpa/picture alliance

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