Coach verlässt Hamburger SV

Ohne Perspektive für Hamburger SV: Dieter Hecking nicht überzeugt – Trainer verlässt HSV

  • Christian Domke Seidel
    vonChristian Domke Seidel
    schließen

Dieter Hecking schafft es nicht, sich als Erfolgscoach beim Hamburger SV zu etablieren. Der Trainer lehnte eine Vertragsverlängerung ab. Hecking sieht schwarz für die Zukunft des HSV.

  • Dieter Hecking* lehnt Vertrag beim Hamburger SV* ab.
  • Fehlende Perspektiven als Grund angegeben.
  • Kein Geld, keine Mannschaft, kein Trainer. HSV vor turbulenter Sommerpause.

Hamburg Dieter Hecking ist nicht mehr Trainer beim Hamburger SV sein. Wie der Verein mitteilte, haben sich der HSV und der 55-Jährige getrennt. Der ehemalige Trainer von Borussia Mönchengladbach und VfL Wolfsburg hat eine Vertragsverlängerung beim HSV abgelehnt. Auch aus Mangel an Perspektiven. Die Hamburger* müssen ihr Budget für die kommende Saison stark zusammenkürzen.

FussballerDieter Hecking
Geboren12. September 1964 (Alter 55 Jahre), Castrop-Rauxel
Größe1,78 m
EhepartnerinKerstin Hecking
ElternWilfried Hecking
Bisherige TrainerstationenHamburger SV
KinderJonas Hecking, Charlotte Hecking, Aaron Hecking, Maria-Lena Hecking, Theresa Hecking

Dieter Hecking lehnt HSV-Angebot ab: Trainer des Hamburger SV wirft hin - fehlende Persepktive

Dieter Hecking ist nicht mehr Trainer beim Hamburger SV. Der 55-Jährige verlässt mangels Perspektiven den HSV. (24hamburg.de-Montage)

Nach nur einem Jahr gehen Trainer Dieter Hecking und der Hamburger SV auch schon wieder getrennte Wege, wie 24hamburg.de schreibt. Wirklich überraschend kommt das Ende nicht. Ziel des HSV war der Aufstieg. Doch genau daran scheiterte der DFB-Sieger von 2015. Sein Vertrag hätte sich im Aufstiegsfall automatisch verlängert. Technisch gesehen ist sein Arbeitspapier sogar schon seit Mittwoch, 1. Juli 2020, abgelaufen. Der 55-Jährige galt jedoch als erster Ansprechpartner für die Besetzung des Trainerstuhls.

Nach der peinlichen Heimniederlage gegen den SV Sandhausen* und dem Verpassen des Minimalziels Relegation wollte Sportdirektor Jonas Boldt dennoch mit Dieter Hecking verlängern. Oder zumindest verhandeln. Doch nach Informationen der „bild“-Zeitung hat der scheidende Coach das Angebot wegen mangelnder Perspektiven abgelehnt.

Fehlende Perspektive beim Hamburger SV: Dieter Hecking wirft als Trainer beim HSV hin

Für die kommende Saison muss der Hamburger SV seinen Spieleretat kürzen. Von aktuell rund 30 Millionen Euro auf 23 Millionen Euro. Denn es gibt Probleme mit den Sponsoren*, die sich in der zweiten Liga nicht gut vertreten sehen. Dazu muss ein Kaderumbruch gestemmt werden. Hecking glaube nicht daran, dass mit den Mitteln, die zur Verfügung stehen, ein schlagkräftiger Kader aufgebaut werden könne, souverän um den Aufstieg mitspielt, so die „bild“ weiter.

Vor fast genau sechs Jahren, in der Saison 2013/14 rutschte der Hamburger SV sportlich endgültig ab und befand sich fortwährend im Abstiegskampf. Samt zwei glücklich überstandener Relegationen, die den Rothosen den Klassenerhalt sicherten. In diesen sechs Jahren standen – Dieter Hecking inklusive - elf Trainer an der Seitenlinie.

Trotz Einsatz und Wille: Dieter Hecking scheitert am Aufstieg und verlässt den Hamburger SV.

Aus beim HSV: Trainer Dieter Hecking wirft beim Hamburger SV hin - Vertrag wegen fehlender Perspektiven nicht verlängert

Ruhe sieht anders aus. Dieter Hecking hielt sich elf Monate auf dem Schleudersitze der Rothosen. Länger waren nur Bruno Labbadia und Markus Gisdol dabei. Labbadia musste im September 2016 nach 15 Monaten im Amt gehen. Gisdol verabschiedete sich im Januar 2018 nach 17 Monaten.

Dieter Heckings Bilanz verschlechterte sich nach der Coronavirus-Pause dramatisch. Er schaffte es nicht, dem Team Ruhe und Konzentration über die gesamte Spieldauer einzubläuen. Immer wieder gab es in den Schlussminuten Nackenschläge. Wie im Aufstiegskrimi gegen den 1. FC Heidenheim* oder beim Unentschieden gegen die SpVgg Greuther Fürth*.

Trainer Dieter Hecking verlässst Hamburger SV: Vertrag wegen fehlender Perspektiven beim HSV nicht verlängert

Doch es gab auch Schwierigkeiten, an denen Dieter Hecking eher nicht die Schuld trägt. So kritisierten viele Fans die Zusammenstellung des Kaders. Viele Leihspieler, die den Verein jetzt verlassen, enttäuschten die Anhänger mit ihren Leistungen*.

Sein Nachfolger steht auch schon fest. Vom VfL Osnabrück kommt Daniel Thioune*. Er bringt auch gleich seinen Co-Trainer Merlin Polzin mit in die Hansestadt. Das bedeutet auch das Aus der bisherigen Co-Trainer Dirk Bremser und Tobias Schweinsteiger. Ein Posten ist damit im Trainerteam noch offen. Ilka Groenewold, die Moderatorin und Sportlerin aus Hamburg*, brachte sich dafür selbst ins Gespräch. *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.

Rubriklistenbild: © Christian Charisius/dpa/picture alliance

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare