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„Halt die Fresse“: Darum kracht’s beim Derby HSV – FC St. Pauli mächtig

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Von: Jan Knötzsch

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Das Stadtderby gegen den FC St. Pauli hat der HSV mit 2:1 für sich entschieden. HSV-Trainer Tim Walter steht im Mittelpunkt einer Verbalattacke. Was ist passiert?

Hamburg – Die Kulisse war überschaubar. Nachdem Hamburgs Behörden zuletzt Geisterspiele für den HSV und den FC St. Pauli abgewendet hatten, haben am Freitag, 21. Januar 2022, 2.000 Fans im Volksparkstadion das Stadtderby zwischen dem Hamburger SV und dem FC St. Pauli gesehen. So überschaubar die Menge der Menschen auf den Rängen beim Duell der beiden Hamburger Zweitligisten war, so unüberhörbar war der Aufreger des Abends in Hamburg.

Im Mittelpunkt: HSV-Trainer Tim Walter, der in der Hansestadt Hamburg und darüber hinaus als „Badisch Dynamite“ mit klarer Kante und lauten Tönen bekannt ist. Was ist kurz vor dem Halbzeitpfiff im Stadtderby HSV – FC St. Pauli passiert?

Fußballspiel der Zweiten Bundesliga:Hamburger SV – FC St. Pauli
Endergebnis:2:1
Torschützen:0:1 Burgstaller (30.), 1:1 Schonlau (58.), 2:1 Jatta (70.)
Austragungsort:Volksparkstadion (2.000 Zuschauer)

HSV – FC St. Pauli: Vor dem Halbzeitpfiff geht‘s im Stadtderby hoch her – HSV-Trainer Tim Walter mittendrin

In besagtem Moment kommt es im Spiel des HSV, dem gegebenenfalls ein Erstliga-Stürmer gut zu Gesicht stehen würde, und dem FC St. Pauli zu einem Zweikampf: St. Pauli-Kicker Jackson Irvine bringt HSV-Kicker Jonas Meffert unsanft zu Fall, bekommt vom Schiedsrichter dafür die Gelbe Karte gezeigt. Sekunden nach dem Foul stürmt HSV-Trainer Tim Walter, der zuletzt Transfers angedeutet hat, obwohl sich der HSV in einer finanziellen Misslage befindet, in Richtung Ersatzbank des FC St. Pauli. Der eine oder andere HSV-Fans dürfte kurz an einen neuerlichen Verbal-Hammer des HSV-Coaches gedacht haben.

Im Hintergrund ein Plakat im Derby und eine HSV-Fahne. Im Vordergrund der wild gestikulierende HSV-Trainer Tim Walter.
HSV-Trainer Tim Walter stand bei einem Zoff kurz vor der Habzeit beim Derby gegen den FC St. Pauli im Mittelpunkt. (24hamburg.de-Montage) © imago

Dass der kein Blatt vor den Mund nimmt, ist schließlich hinlänglich bekannt. Wo sich HSV-Trainer Tim Walter nicht gerecht behandelt sieht, da wird er zum Löwen. Und zum Lautsprecher. Beim Auswärtsspiel gegen Erzgebirge Aue legte er sich in dieser Saison mit Ex-FC St. Pauli-Spieler Sören Gonther an, nach dem Nord-Derby gegen Werder Bremen duellierte er sich verbal mit TV-Experte Martin Harnik. Und zuletzt legte sich Tim Walter nach dem Remis des HSV gegen Dynamo Dresden mit Sky-Reporter Torben Hoffmann an.

Stadtderby HSV – FC St. Pauli: HSV-Trainer Tim Walter sieht wieder einmal die Gelbe Karte

Merke: Wo Tim Walter ist, ist Feuer drin. Da gibt‘s dann vom HSV-Trainer, der mit seinem Team auf die Auslosung des DFB-Pokal-Viertelfinales wartet, auch schonmal Kritik an den eigenen Fans. Oder aber eben ein paar klare Worte an die Presse – gerne mit ein wenig bissigem Unterton, dass HSV-Trainer Tim Walter die Bälle vorne vorm Tor „nicht selbst reinkicken“ könne. Richtig – dafür ist er an der Seitenlinie ja auch viel zu weit weg vom Geschehen. Wenn, ja wenn sich dieses eben nicht direkt zwischen den Trainerbänken abspielt. So wie im Spiel gegen den FC St. Pauli.

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Doch diesmal ist es nicht HSV-Trainer Tim Walter, dem der Kragen platzt und der explosionsartig verbal etwas raushaut. Die Stimmung bei Tim Walter ist kurz vor der Halbzeitpause im Stadtderby HSV – FC St. Pauli, das die Kiezkicker im Rennen um den Aufstieg zurückwirft, zwar „on fire“ und gestikuliert wild. Doch der über die Außenmikrofone am TV-Bildschirm klar zu hörende Ausruf „Halt die Fresse! Was ist denn los?“ ist nach genauer Auswertung der TV-Bilder nicht dem HSV-Trainer zuzuordnen, galt vielmehr vielleicht sogar ihm.

Ganz ruhig aber blieb auch Tim Walter nicht. Wie schon beim DFB-Pokalspiel in Köln sah der HSV-Trainer an der Linie die Gelbe Karte. Er ist eben einfach doch „Badisch Dynamite“: jederzeit heiß, jederzeit deutlich. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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