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„Gibt keinen Anlass, auszuflippen“: HSV-Walter tritt auf die Euphorie-Bremse

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Von: Natalie-Margaux Rahimi

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Nach dem 5:0-Erfolg gegen Darmstadt ist die Aufstiegs-Euphorie in Hamburg zurück. Doch HSV-Trainer Walter tritt auf die Bremse. Noch ist schließlich nichts gewonnen.

Hamburg – Der HSV setzte am vergangenen Spieltag gegen Tabellenführer Darmstadt 98 ein dickes Ausrufezeichen im Aufstiegskampf. Mit ihrem 5:0-Erfolg sicherten sich die Rothosen den Anschluss an die Tabellenspitze. Nur noch zwei magere Pünktchen trennen das Team von Tim Walter von Platz eins. Schon am Samstag, 12. Februar 2022, könnte sich das ändern – in die eine, aber auch die andere Richtung. Die Hamburger treffen mit dem FC Heidenheim auf den nächsten Aufstiegsaspiranten. Vor dem Topspiel im heimischen Volksparkstadion tritt Trainer Tim Walter dennoch auf die Euphorie-Bremse.

Sportverein aus Hamburg:Hamburger SV
Gründung:29. September 1887
Vereinsfarben:Blau-Weiß-Schwarz
Spielstätte:Volksparkstadion

Trotz Ausrufezeichen im Aufstiegsrennen: HSV-Walter sieht keinen Grund „auszuflippen“

Da staunte die Konkurrenz aus Bremen, Schalke, Heidenheim und vom FC St. Pauli sicher nicht schlecht, als der HSV nach dem Nachbarn aus dem Millerntor auch den nächsten Tabellenführer eiskalt abservierte. Der nächste Streich könnte schon am Samstag, 12. Februar, folgen. Heidenheim ist zu Gast im Volkspark und der HSV könnte mit etwas Glück sogar die Tabellenführung der Zweiten Liga übernehmen. Doch die jüngsten Erfolge und die Aussicht auf einen direkten Aufstiegsplatz sind für Tim Walter noch lange kein Grund, überheblich zu werden.

HSV-Trainer Tim Walter und im Hintergrund Fans im Volksparkstadion.
HSV-Trainer Tim Walter bremst Aufstiegs-Euphorie. (24hamburg.de-Montage) © KBS-Picture/imago & Michael Schwarz/imago

„Es gibt keinen Anlass, nach einem Spiel auszuflippen. Wir wissen, was wir noch besser machen müssen, was wir noch zu beackern haben. Unser Anspruch ist es, immer besser zu werden, uns weiterzuentwickeln“, sagte der HSV-Trainer auf der Pressekonferenz vor dem Topspiel im Volksparkstadion.

Und weiter: „Wir haben auch in der Vergangenheit schon viele gute Spiele gemacht, die wir aufgrund der fehlenden Effizienz nicht gewonnen haben. Wir wissen, was wir noch besser machen können. Wir bleiben bei uns, wollen uns weiterentwickeln“. Entwicklung ist das Stichwort der Saison. Immer wieder – egal ob es gerade gut oder schlecht lief, Tim Walter berief sich darauf. Offenbar mit Erfolg.

HSV weiter mit bester Defensive der Liga und den wenigsten Niederlagen – zuhause unbesiegt

Der HSV schien im Aufstiegsrennen diese Saison schon das ein oder andere Mal abgemeldet zu sein. Doch einen richtigen Grund gab es dafür nie. Klar, zu häufig spielte das Team von Tim Walter nur unentschieden, obwohl Siege locker drin gewesen wären. Doch mit nur zwei Niederlagen in der laufenden Saison scheint der HSV beinahe unbesiegbar. Beide Niederlagen mussten die Hamburger auswärts im Norden einstecken – beim Stadtrivalen vom Millerntor und in Hannover. Im heimischen Volkspark sind die Rothosen weiter unbesiegt. Wie gut die Rothosen derzeit sind, verrät auch die Statistik, in welcher der HSV fünfmal den Bestwert stellt.

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Tim Walter und sein Team stellen auch weiterhin die beste Defensive der Liga. Nur 20-Mal gelang es dem Gegner den Ball über die Linie von Daniel Heuer Fernandes oder Ersatzmann Marko Johansson zu drücken. Zum Vergleich: Tabellenführer Darmstadt musste bisher 27 Gegentore hinnehmen und verlor in der laufenden Spielzeit schon sechs Partien. Der FC St. Pauli auf Platz zwei musste sich bereits fünfmal geschlagen geben und kassierte in der aktuellen Saison 29 Gegentore.

HSV-Erfolge für Walter noch kein Grund sich ausruhen: „Entwicklung ist nie abgeschlossen“

Doch sich darauf auszuruhen, kommt für Trainer Tim Walter nicht infrage. „Die Entwicklung ist nie abgeschlossen. Wir müssen weiter hart arbeiten, bissig und gallig bleiben. Die Jungs müssen einfach immer hungrig sein und dürfen keinen Deut nachlassen. Darauf kommt es für uns an“, sagte er auf der Pressekonferenz.

Und das ist vielleicht etwas, das den HSV in diesem Jahr von den letzten Jahren unterscheidet. Im Fokus steht nicht das einzelne Ergebnis, sondern die Arbeit als Team, das zusammenhält. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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