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Geplatzter Transfer: Darum scheiterte der Wechsel von Summerville zum HSV

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Von: Denny Konzack

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Er wurde als adäquate Alternative beim Hamburger SV gehandelt. Der HSV wollte sich für die Rückrunde verstärken, doch der Deal platzte auf der Zielgeraden.

Hamburg – Das Transferfenster war bis zum gestrigen Montag, den 31. Januar 2022, geöffnet. Der Hamburger SV wollte sich für die kommende Rückrunde verstärken, um für individuelle Ausfälle, sei es Verletzungen oder Sperren, passende Antworten liefern zu können. Im Gespräch waren viele Namen, doch am Ende blieben die großen Neuverpflichtungen im Volkspark aus. Lediglich eine Offensivkraft konnten die Rothosen an die Elbe lotsen, im Namen von Giorgi Chakvetadze.

Verein:Hamburger SV
Liga:Zweite Bundesliga
Abgänge im Transferwinter 2021/22:Robin Meißner (Hansa Rostock)
Zugänge im Transferwinter 2021/22:Giorgi Chakvetadze

Der Niederländer Crysencio Summerville galt in Hamburg lange als das Top-HSV-Transfergerücht. Der Kontakt zwischen Leeds United und HSV-Sportvorstand Jonas Boldt wurde bestätigt. Zum Abschluss des Transfers ist es allerdings nicht gekommen. Der Hamburger SV kriecht somit in der Rückrunde auf dem Zahnfleisch aufgrund fehlender Alternativen und Summerville wird weiterhin für Leeds United seine Fußballschuhe schnüren.

Darum platzte der Deal um Summerville zwischen Leeds United und dem HSV

HSV-Sportvorstand Jonas Boldt schaut enttäuscht auf den geplatzten Winter-Deal Crysencio Summerville
Enttäuschender Transferwinter für den Hamburger SV und dessen Sportvorstand Jonas Boldt. Offensiv-Juwel Summerville galt als die heißeste Transfer-Option im Volkspark. (24hamburg.de-Montage) © MalcomBryce/JanHuebner/MatthiasKoch/imago

Vom in finanzielle Misslage geratenen HSV konnte man aufgrund der aktuellen Corona-Situation und den damit ausbleibenden Einnahmen aus Ticket-Verkäufen keine großen Sprünge auf dem Transfermarkt erwarten. Ebenso zählt HSV-Trainer Tim Walter auf die Jugend, gibt Supertalenten regelmäßig die Chance sich zu beweisen. Große Namen und hohe Transfersummen gehören im Volkspark schon lange der Vergangenheit an.

Demnach galt der angestrebte Transfer von Crysencio Summerville als äußerst realistisch, scheiterte letztlich allerdings aufgrund der Tatsache, dass Leeds United keinen passenden Ersatz für sein Offensiv-Talent gefunden hatte. Somit bleibt Summverville in England und wird sich, zumindest vorerst, nicht den Hanseaten anschließen. Geplatzt ist zudem auch der Transfer vom hoch umjubelten Youngster Nemanja Motika (18) vom FC Bayern München II. Das Mittelfeld-Juwel schloss sich dem serbischen Klub Roter Stern Belgrad an. Hier konnten die Rothosen jedoch finanziell nicht mithalten.

Nur ein „Deal“ innerhalb der Transferfrist. Der HSV kriecht in der Rückrunde auf dem Zahnfleisch

Lediglich einen Neuzugang konnte der HSV also in der Wintertransfer-Periode verbuchen. Ein wahres Transfer-Desaster angesichts der kommenden, kräftezehrenden Rückrunde. Die Rothosen kämpfen wie in der Hinrunde mit Verletzungsproblemen, die aufgrund der mangelnden Alternativen auf der Ersatzbank weiterhin für viel Kopfzerbrechen beim Nordklub sorgen wird. Der HSV kriecht in der Rückrunde auf dem Zahnfleisch und HSV-Trainer Tim Walter wird über eine Veränderung seines Spielsystems nachdenken müssen.

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Mit Miro Muheim und Allrounder Moritz Heyer haben die Hanseaten derzeit lediglich zwei Außenverteidiger aufzubieten. Verletzt sich einer der beiden, wäre eine Möglichkeit von einer Vierer- auf eine Dreier-Abwehrkette umzustellen, wie es der HSV im Testspiel gegen den FC Midtjylland bereits probierte. Die vernichtende Niederlage von 1:5 zeigte jedoch deutlich, dass die Spieler dieses System, ebenso wie das 4-4-3, erstmal verinnerlichen müssen und das wiederum kostet Zeit, die der HSV im Aufstiegskampf nicht hat. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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