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Geisterspiele in der Bundesliga – wie steht es um den HSV?

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Von: Robin Dittrich

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Das Corona-Virus hält ganz Deutschland in Atem. Zwei Jahre nach Ausbruch der Pandemie hat sich die Lage nicht beruhigt. Jetzt drohen erneute Geisterspiele. Auch für den HSV?

Hamburg – Die Corona-Pandemie wütet nach wie vor durch ganz Deutschland. In allen Teilen des Landes kommt es täglich zu Rekordzahlen an Infizierten. Die Regierung muss reagieren. Und das tut sie – mit Geisterspielen. In Sachsen müssen Fußball-Vereine wie RB Leipzig, Dynamo Dresden und Erzgebirge Aue auf ihre Zuschauer im Stadion verzichten. In Hamburg droht ein solcher Beschluss nicht – noch nicht. Die Lage bleibt angespannt. Wie steht es um den HSV?

Fußballstadion:Volksparkstadion in Hamburg
Eröffnung:1953, Umbau bis Jahr 2000
Sitze:57.000
Nächste Heimspiele:Ingolstadt, Rostock, Schalke

Neue Geisterspiele in der Bundesliga – wer muss um seine Zuschauer fürchten?

Die Nachricht kam wie ein Schlag ins Gesicht für alle Fußball-Fans aus Sachsen. Am Freitag gab die Staatsregierung bekannt, dass mit sofortiger Wirkung keine Fans mehr ins Fußballstadion dürfen. Kein 2G, kein 2G Plus. Geisterspiele. Wie schon 2020. Diese Reaktion kommt nicht von Ungefähr. Sachsen weist mit 969 die mit Abstand höchste 7-Tage-Inzidenz aller Bundesländer auf. Gepaart mit der niedrigsten Impfquote in ganz Deutschland machen diese Zahlen wenig Mut auf baldige Besserung.

Der HSV spielt gegen den FC St. Pauli vor leeren Rängen im Hamburger Volksparkstadion
Spielt der HSV bald wieder vor leeren Rängen? (24hamburg.de-Montage) © Imago

Eine Impfquote von nur 57,7 Prozent – das meldete das RKI in Sachsen. Zum Vergleich: in Hamburg sind fast 75 Prozent der Menschen geimpft, in Bremen sogar fast 80. Die deutlich niedrigeren 7-Tage-Inzidenzen im Norden und Westen wundern daher nicht. Sachsen ist nicht das einzige Bundesland, das von einem Ausschluss der Zuschauer aus dem Stadion betroffen sein könnte. Bundesländer wie Thüringen, Sachsen-Anhalt und Bayern weisen ebenfalls schlechte Zahlen auf. Bald könnte es auch beim FC Bayern wieder zu höheren Einschränkungen kommen.

Beim HSV bereitet man sich auf 2G Plus, aber nicht auf Geisterspiele vor

Auch in Hamburg kommt es fast täglich zu neuen Rekordwerten an Corona-Infektionen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt mit 223,2 (Stand 23. November 2021) jedoch deutlich unter der in Sachsen. Der HSV muss deshalb nicht um seine Zuschauer bangen – noch nicht. Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher sagte in der letzten Woche, dass die 2G-Regel gelte und man sich nicht auf Geisterspiele einstellen müsse. Die drei bisher unter 2G-Regeln durchgeführten HSV-Spiele sind positiv verlaufen. Es gibt also kein Grund auf Änderung.

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Problematisch wird es erst dann, wenn die Bundesregierung wie bei Ausbruch der Pandemie Regeln für die gesamte Bundesrepublik Deutschland beschließt. Dann wäre auch Hamburg mit dem Hamburger SV und FC St. Pauli betroffen. Bis dahin geht es beim HSV erst mal mit 2G weiter.

2G Plus wird diskutiert, die Vereine stellen sich auf eine solche Regel ein. Bei 2G Plus dürften nach wie vor nur Geimpfte und Genese ins Stadion – sie müssten sich vor dem Besuch im Volksparkstadion zusätzlich testen lassen. Für den HSV stehen vor der Winterpause noch drei Heimspiele an. Es geht um Zuschauereinnahmen in Millionenhöhe. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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