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„Ganz, ganz schlecht“: HSV-Trainer Walter lässt nach Schalke-Spiel Frust ab

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Von: Jan Knötzsch

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Die Laune von HSV-Trainer Tim Walter ist mies. Das 1:1-Unentschieden gegen Schalke schmeckt ihm nicht. Der Coach holt im TV zur Klartext-Kritik aus.

Hamburg – Tim Walter ist als Mann klarer Worte bekannt. Zurückhaltung ist etwas, was nicht so wirklich im Repertoire des 46-Jährigen vorkommt und auch nicht zum Trainer des Hamburger SV passen würde. Tim Walter ist alles – nur eben kein Leisetreter. Sondern einer, der seine Meinung gerade heraus sagt. Auch wenn der HSV-Trainer damit schonmal aneckt. So wie bei einem Wut-Disput vor laufenden Kameras bei Sport1 mit TV-Experte Martin Harnik.

Wer gegen den HSV schießt, den nimmt HSV-Trainer Tim Walter auf die Hörner – sinnbildlich gesprochen, versteht sich. Aber auch die eigene Mannschaft ist vor den Knallhart-Ansprachen nicht sicher. Nachdem er sich beim Spiel in Aue mit Erzgebirge-Spieler Sören Gonther anlegte, nahm HSV-Trainer Tim Walter sein eigenes Team auseinander. Und jetzt, nach de enttäuschenden Remis gegen Schalke 04, kriegt das HSV-Team wieder ordentlich was ab.

Fußballtrainer:Tim Laszlo Walter
Geboren:8. November 1975 (Alter 46 Jahre), Bruchsal
Durchschnittliche Amtszeit als Trainer:1,62 Jahre
Bevorzugte Formation:4-3-3 offensiv

HSV-News: Tim Walter und seine Ansagen im TV – der HSV-Trainer haut nicht zum ersten Mal Klartext raus

Für HSV-Trainer Tim Walter, der noch immer nicht weiß, ob er nach der Winterpause in Hamburg noch auf die Dienste von HSV-Top-Talent Faride Alidou setzen kann, gilt die Devise: Was raus muss, muss raus – selbst dann, wenn Tim Walter dabei auch schonmal die HSV-Fans ins Visier nehmen muss und der Anhängerschaft des Zweitligisten aus der Hansestadt Hamburg deutlich mitteilt, was er an ihrem Verhalten nicht gut findet. Tim Walter polarisiert eben. Sowohl mit seinem Auftreten als auch mit seinem System, dass er in Hamburg spielen lässt, wo TV-Sportjournalist Patrick Wasserziehr dem HSV empfiehlt, sich ein „Beispiel am FC Bayern“ zu nehmen.

Im Hintergrund HSV-Fans mit vielen kleinen HSV-Fahnen. Im Vordergrund HSV-Trainer Tim Walter.
HSV-Trainer Tim Walter ist nach dem Schalke-Spiel unzufrieden und geht mit seinem Team hart ins Gericht. (24hamburg.de-Montage) © imago

In Sachen Waltersches Fußballsystem hat der HSV-Trainer in dieser Saison bereits einiges an Gegenwind erfahren müssen. So zum Beispiel von Ex-Profi-Trainer und Jetzt-TV-Experte Peter Neururer, der Tim Walter und das HSV-System nicht nur einmal in die Mangel nahm. Auch ehemalige HSV-Spieler wie Aaron Hunt übten in der ersten Saisonhälfte mehr als deutliche Kritik am HSV. Ex-HSV-Kicker Mladen Petric vertrat öffentlich sogar die Ansicht, der HSV-Kader besitze schlicht und einfach zu wenig Qualität. Die Konsequenz: Der HSV ist hinter dem FC St. Pauli in Hamburg nur noch die Nummer zwei – wie auch Ex-HSV-Spieler Sergej Barbarez erkannt hat.

HSV-Trainer Tim Walter redet sich vorm TV-Mikrofon in Rage – das kritisiert er vor der Kamera deutlich

Stichwort Qualität: Die hat dem Zweitligisten aus Hamburg auch am Samstag, 18. Dezember 2021, im Volksparkstadion gefehlt. Die Mannschaft von HSV-Trainer Tim Walter kam nicht über ein 1:1 gegen den FC Schalke 04 hinaus, der in Hamburg ohne Ex-HSV-Stürmer Simon Terodde antrat. Der Torjäger fehlte mit einer Muskelverletzung. Mit dem Remis gegen den Ex-Bundesligisten verabschiedet sich der HSV aus dem Fußballjahr 2021 und geht in die i, in der Sportvorstand Jonas Boldt und Sportdirektor Michael Mutzel einige HSV-Personalien klären müssen.

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Klärungs- oder besser Redebedarf hatte nach dem Kick im Volkspark auch HSV-Trainer Tim Walter. „Die Schalker waren nur darauf aus, mit vielen langen Bällen und Flanken vor das Tor zu kommen. Dann haben wir es nicht effektiv genug geklärt und zu viele Standardsituationen zugelassen – und da haben sie dann einfach Größe. Und Größe kannst du nicht lernen“, ärgerte sich der HSV-Trainer. Und echauffierte sich – vorm Sport1-Mikrofon einmal in Rage geredet – gleich noch weiter: „Wenn wir die Standards so gut weg verteidigen, müssen wir aber auch die Konter besser setzen und das haben wir einfach ganz, ganz schlecht gemacht.“

Das führte im Endeffekt zum Unentschieden. Und Tim Walters Klartext-Ansage: „Das Unentschieden ist am Ende verdient, aber wie es zustande kommt dann doch sehr ärgerlich.“ * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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