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Fairplay – so viele FC St. Pauli-Fans lässt der HSV zum Stadtderby ins Stadion

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Von: Denny Konzack

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Beim HSV herrscht nach langer Geduld jetzt endlich Gewissheit, dass Zuschauer im Volkspark erlaubt sind. Der HSV reicht Stadtrivale FC St. Pauli die Hand.

Hamburg – Der Hamburger Senat hat am Donnerstag, 13. Januar 2022, das „Go“ für Besucher im Stadtderby gegeben. Jedoch nicht zur vollen Zufriedenheit des Hamburger SV. Verständlich, denn mit 2000 erlaubten Besuchern ist das Stadion nicht im Entferntesten besetzt, wie man es vor den etlichen Corona-Bestimmungen gewohnt war. Der Hamburger SV sehnt sich nach der Rückkehr seiner Fans, nach vollen Kulissen und tollen Sprech-Chören von der Tribüne. All das wird es auf unbestimmte Zeit jedoch nicht geben, auch nicht im Derby gegen den FC St. Pauli, Stadtrivalen vom Millerntor.

Dieser spielt in dieser Saison furios auf, steht mit 36 Punkten, elf Siegen, drei Unentschieden und vier Niederlagen zurecht an der Tabellenspitze und feierte in der Hinrunde sogar den Herbstmeistertitel, der HSV-Coach Tim Walter allerdings total kaltlässt. Kaum auszumalen, was am Millerntor los wäre, wenn die Stadion-Beschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie nicht so erdrückend ausfallen würden.

Verein:Hamburger SV
Gegründet am:29. September 1887
Derbys in der Zweiten Liga:FC St. Pauli, Hansa Rostock, Hannover, Bremen, Kiel
Derzeitiger Tabellenplatz:3. Platz

Trotz aller sportlichen Rivalität reicht der HSV dem FC St. Pauli die Hand – nur: in welcher Sache?

Der Hamburger SV verzeichnete ein Millionen-Rekord-Minus aufgrund der anhaltenden Corona-Beschränkungen – trotz einer Rekordserie von zwölf ungeschlagenen Spielen in der Hinrunde. Die Rothosen verloren einzig die Derbys in Hannover (0:1) und gegen den kommenden Kontrahenten FC St. Pauli (3:2). Eine Performance, die für Zuschauer durchaus interessanter zu beobachten gewesen wäre, als das, was ihnen in den letzten Jahren fußballerisch angeboten wurde.

Oke Goettlich Praesident ( Pauli ) Sportchef Jonas Boldt ( HSV ) reichen sich die Hand
HSV-Sportvorstand Jonas Boldt kommt dem FC St. Pauli und dessen Präsident Oke Göttlich entgegen. © Oliver Ruhnke/Imago

Nachdem verkündet wurde, dass der FC St. Pauli beim Stadtderby im Volkspark nicht unter die Kategorie „auswärtige Gäste“ zählen würden, bot der HSV den Kiezkickern an, hundert Plätze für Gästefans zur Verfügung zu stellen. Kein Wunder, denn zusammen mit den Hamburg Towers (Basketball), den Crocodiles Hamburg (Eishocker) und dem HSV Hamburg (Handball) lehnte man sich gegen die neu verordneten Corona-Bestimmungen vom Hamburger Senat und der Politik auf. Mit mäßigem Erfolg, aber immerhin.

Der Sport als Bindeglied zwischen HSV und FC St. Pauli – so schön kann Fußball sein

Der HSV und der FC St. Pauli könnten in sich in ihrer Fan-Kultur wohl kaum größer unterscheiden. Doch im Ernstfall, zum Beispiel bei der Anklage gegen HSV-Spieler Bakery Jatta, machte sich der Kiezklub stark und twitterte emotionale Worte. Außerdem ließ der Verein klar von einer Klage gegen den HSV ab, da Jatta während seiner Untersuchung nicht für den HSV hätte spielen dürfen. In Krisensituationen steht man zusammen. Und egal wie böse die Zungen nach Derbysiegen oder eben Niederlagen auch sind: am Ende reicht man sich in Hamburg für Hamburg die Hände.

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Fernab der schönen Geschichten im Fußball muss sich der HSV vor dem Derby jedoch Gedanken um drei seiner Startelf-Akteure machen. Diese könnten die Partie nämlich verpassen und würden ihrem Team damit sicherlich keinen Gefallen tun. Vor dem Stadtderby steht für St. Pauli übrigens noch das DFB-Pokalspiel gegen den BVB an – wo Sie die Partie live sehen*, verrät ruhr24.de. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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