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Ex-Profi Martin Harnik: Trotz Heimspiel wird es im Derby schwer für den HSV

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Von: Robin Dittrich

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Das 130. Nordderby zwischen dem Hamburger SV und Werder Bremen könnte richtungsweisend für den Aufstieg sein. Revanchiert sich Werder für das Hinspiel?

Hamburg – Das Derby zwischen dem Hamburger SV und Werder Bremen ist für Fans sowie Spieler ein ganz besonderes Saisonspiel. Nach einem Beschluss kann das 130. Duell der beiden Rivalen vor 25.000 Zuschauern im Volksparkstadion stattfinden. Der ehemalige Profi-Fußballer Martin Harnik, der in seiner Karriere für beide Clubs kickte, schaut sich das Spiel in seiner Indoor-Golfhalle an, die er seit Anfang Februar in Glinde bei Hamburg betreibt.

Im Podcast-Interview mit der „Deichstube“* spricht Harnik über die Kontrahenten HSV und Werder sowie das anstehende Duell. Wer geht am Ende des Spiels als Sieger vom Platz und wer steigt am Ende der Saison auf?

Ehemaliger Fußballprofi:Martin Harnik
Geboren:10. Juni 1987 in Hamburg
Vereine:Hamburger SV, Werder Bremen, Hannover 96, VfB Stuttgart u.a.
Jetziger Verein:TuS Dassendorf (Oberliga Hamburg)

Martin Harnik sagt klar: Tim Walters Fußball ist revolutionär

Martin Harnik lief in seiner Karriere 47 Mal für die Profis des SV Werder Bremen auf, für den Hamburger SV immerhin 22 Mal in einer Saison. Verbunden fühlt er sich mit beiden Clubs, wie er dem Portal „deichstube.de“ gesteht. Seine letzte Station als Profi war der HSV, wo für ihn mit dem Amtsantritt von Trainer Tim Walter kein Platz mehr im Kader war. Daraufhin zog Harnik den Schlussstrich und konzentrierte sich auf andere Geschäfte. Fußball spielt er trotzdem noch – inzwischen in der Oberliga Hamburg für die TuS Dassendorf. Zu seinen Geschäften abseits des Platzes gehören mehrere Läden für Partyausstattung, ein Fleisch-Laden und jetzt die Indoor-Golfhalle.

Martin Harnik ist groß in der Mitte des Bildes zu sehen. Im Hintergrund eine voll besetzte HSV-Tribüne im Volksparkstadion. In einem Kreis neben Harnik ist das Ergebnis des Hinspiels des Nordderbys zu sehen: 2:0 für den HSV gegen Werder Bremen.
Martin Harnik sieht das Nordderby ausgeglichen – der Aufstieg ist einer Mannschaft sicher, sagt er. (24hamburg.de-Montage) © Imago

Er glaubt ohnehin nicht, dass Walters System zu ihm passen würde – erkennt aber an, dass das Spielsystem des Mannes, der als „Badisch Dynamite“ durchgeht, revolutionär ist. Kritik musste Walter insbesondere zu Saisonbeginn einstecken, als sein Spielstil „einfach noch zu wild“ war. „Er hat alles nach vorne geschmissen, selbst Innenverteidiger sind nach vorne gedribbelt und waren auf einmal Mittelstürmer.“ sagt Harnik. Mittlerweile wirkt die gesamte Mannschaft stark verbessert, das alte System „sah geil aus, aber der Erfolg hat gefehlt.“ Werder Bremen hat hingegen einen eher klassischen Stil, mit dem man jetzt zu alten Erfolgen zurückführt.

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Laut Harnik muss Bremen aufsteigen – der HSV kämpft mit Schalke um Platz zwei

Schon zu Beginn der Saison hatte Martin Harnik drei Favoriten, die den Aufstieg unter sich ausmachen: Bremen, HSV, Schalke. Daran hat sich bis dato nichts geändert. Für ihn ist „die Bremer Mannschaft so stark, dass sie eigentlich aufsteigen müssen. Werder hat sich in einen Rausch gespielt und ist nicht zu stoppen.“ Die Bremer haben sich wie der HSV und Schalke 04 nach Startschwierigkeiten stark verbessert. Neben Werder sind die Hamburger für Harnik der zweite Favorit auf den direkten Aufstieg: „Es würde mich nicht stören, wenn die jetzige Tabelle am Ende der Saison auch noch so aussieht.“ Bremen ist aktuell Erster, der HSV Zweiter.

Für einen Sieger kann sich der Ex-Profi vor dem Derby nicht entscheiden. Wie Aaron Hunt, der ebenfalls für beide Vereine kickte und jetzt seine Karriere beendete, tippt Harnik auf ein Unentschieden. Er erwartet im Hamburger Volkspark eine ganz andere Partie als im Hinspiel, als „der HSV Werder überrollt“ hat. Im Gegensatz zum siebten Spieltag sind die Bremer jedoch offensiv wie defensiv stark verbessert. Tim Walters Angriffsfußball kommt nicht mehr so überraschend wie zu zu Beginn der Saison.

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Obwohl der Hamburger SV die 25.000 Fans im Rücken hat, die die Hamburger laut Schalke-Legende Olaf Thon auf einer Euphorie-Welle tragen werden, sieht Martin Harnik den dadurch entstehenden Vorteil eher gering: „Das wird super schwer für Hamburg, obwohl sie zu Hause spielen.“ Harnik selbst wird sich die Partie in seiner Golfhalle angucken, in der das Spiel auf jedem Fernseher laufen wird. Egal wie das Derby ausgeht, es wird „ein Duell auf Augenhöhe.“ * 24hamburg.de und deichstube.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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