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Ex-HSV Kapitän Aaron Hunt droht Karriereende

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Von: Denny Konzack

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Seit diesem Sommer ist der „Hunter“ vereinslos und sucht nach einer Alternative. Ob Aaron Hunt noch einen neuen Verein findet?

Hamburg – Nachdem er seit diesem Sommer ohne Verein ist, ans Karriereende allerdings noch nicht denken möchte, wartet Aaron Hunt auf lukrative Angebote. Der FC Ingolstadt soll in der zurückliegenden Sommer-Transferperiode beim „Hunter“ angefragt haben, dieser lehnte das Angebot für einen erneuten Abstiegskampf allerdings ab.

Spieler:Aaron Hunt
Geboren am:04. September 1986, Goslar
Beim Hamburger SV:Saison 2015/16 - 2020/21
Position:Zentrales Mittelfeld

Jetzt wartet Aaron Hunt wartet auf ein neues Angebot. Sollte sich bis dahin nichts ergeben haben, hängt der Freistoß-Experte seine Fußballschuhe wohl an den Nagel. Der Hamburger SV hatte ihm nach seinem Weggang einen Posten in Aussicht gestellt. Gut möglich also, dass wir ihn dann wieder im Volkspark begrüßen dürfen.

Von der Bremer Jugend über den VfL Wolfsburg zum Nordrivalen Hamburger SV – jetzt Karriereende?

Am 31. August 2015 wurde von den Rothosen ein Transfer vermeldet, der die Gemüter der Hamburger Fanszene gespalten hat. Mit einer 13-jährigen Bremer Vergangenheit wurde im Sommer 2015 Aaron Hunt vom VfL Wolfsburg verpflichtet. Der damals 29 Jahre alte Mittelfeldregisseur nahm in seiner Zeit in Hamburg eine Rolle ein, die sich zu diesem Zeitpunkt kein Funktionär und kein Supporter des HSV hätte ausmalen können.

Aaron Hunt läuft im Trikot des HSV über den Platz
Aaron Hunt wurde beim HSV über Jahre zum absoluten Leader. © JoachimSielski/imago

Aaron Hunt reifte in über 153 Spielen für den Hamburger SV zum absoluten Stammspieler und Leader der Rothosen, schoss 26 Tore und gab 18 Assists. Als jüngster Torschütze des SV Werder Bremen nicht verwunderlich, dass Mister Freistoß wusste, wo das Tor des Gegners steht.

Mit dem Hamburger SV stieg Aaron Hunt in die Zweite Bundesliga ab und verpasste mit den Rothosen dreimal die Rückkehr ins Oberhaus

In der Saison 2017/18 trat er mit dem HSV den Gang in die zweite Liga an, konnte den Abstieg ins Unterhaus im Fernduell mit dem VfL Wolfsburg nicht verhindern. Bereits zuvor hatte der HSV zwei Jahre in Folge in der Relegation gegen Fürth und den Karlsruher SC gespielt und mit mehr Glück als Verstand den Klassenerhalt geschafft.

Viele Anhänger der Rothosen betitelten die damals aktiven HSVer Lewis Holtby, Nicolai Müller, Aaron Hunt als lustlose Versager, die nicht den nötigen Willen und Ehrgeiz für ihren Hamburger SV auf den Platz gebracht hätten. Aus heutiger Sicht und der sportlichen Entwicklung beim HSV kann man allerdings sagen, dass es vielleicht nicht an der Leistung der Spieler selbst gelegen hatte, sondern der Störfaktor eher aus der Führungsebene kam.

Verdammt, verhasst, vergöttert: Aaron Hunt legte seine Kapitänsbinde ab

Nachdem er mit dem HSV die ersten beiden Saisons in Liga 2 den Aufstieg verpasst hatte, trat er vom Amt als Kapitän zurück. Die Binde fand folglich seine Träger in Rick van Drongelen (heute bei Union Berlin) und Tim Leibold (derzeit verletzt) und es schien Aaron Hunt tatsächlich gutzutun. In der Saison 2020/21 lief er satte 27-mal für die Hamburger auf, erzielte fünf Tore und bereitete fünf weitere vor.

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Der Erfolg in der Liga blieb dennoch aus, der Aufstieg wurde ein drittes Mal verpasst und ein Umbruch beim HSV begann. Unter dem damaligen Trainer Daniel Thioune und Interimstrainer Horst Hrubesch noch gesetzt, wurde 2021 mit dem jetzigen Trainer Tim Walter ein Coach an Bord geholt, der vor allem Wert auf schnelles Umschaltspiel und Jugendarbeit legt. Somit war klar, dass es für Aaron Hunt beim Hamburger SV keine Zukunft mehr geben würde. Die Zukunft wird zeigen, ob sich der Routinier noch bei einem anderen Verein zeigen darf. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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