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Erster HSV-Transfer im Winter: Wer ist Giorgi Chakvetadze und was kann er?

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Von: Antonio José Riether

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Wenige Tage vor Transferschluss holt der Hamburger SV einen Offensivspieler aus Belgien. Kann er den Rothosen beim Erreichen des Saisonziels weiterhelfen?

Hamburg – Im vierten Anlauf will der Hamburger SV in dieser Saison die Rückkehr in die Bundesliga realisieren. Mit Cheftrainer Tim Walter scheint der einstige Erstliga-Dino auf dem richtigen Weg zu sein, in 20 Partien gab es erst zwei Niederlagen. Allerdings nutzen die Rothosen in der laufenden Spielzeiten zu wenige Chancen, nur Mittelstürmer Robert Glatzel tat sich als regelmäßiger Torschütze hervor.

Um das Angriffsspiel mit Blick auf das Aufstiegsrennen zu beleben, verstärkt sich der HSV nun mit einem entsprechenden Spieler. Wie der Verein am Donnerstag, 27. Januar 2022, bekanntgab, wird der offensive Mittelfeldspieler Giorgi Chakvetadze bis zum Ende der Saison ausgeliehen. Viele Fans fragen sich nun: Kann der Georgier ein entscheidender Faktor beim Projekt Wiederaufstieg werden?

HSV-Neuzugang:Giorgi Chakvetadze
Geboren am (Alter):29. August 1999 (22 Jahre)
Nationalität:Georgisch (13 Länderspiele, 5 Tore)
Position:Offensives Mittelfeld

Hamburger SV: „Flexibel einsetzbarer Offensivspieler“ Chakvetadze kommt aus Belgien

„Giorgi ist ein flexibel einsetzbarer Offensivspieler, der technisch stark und torgefährlich ist. Wir beobachten seinen Weg schon länger. Mit ihm erweitern wir unsere Möglichkeiten im Offensivbereich“, kündigte Sportdirektor Michael Mutzel den Neuzugang vom belgischen Erstligisten KAA Gent an. Dass Chakvetadze für Impulse nach vorne gut ist, zeigen alleine schon die Zahlen zu seiner Zeit in der belgischen Hafenstadt.

HSV-Neuzugang Giorgi Chakvetadze wurde bereits im Testspiel für seinen neuen Klub eingesetzt.
Sportvorstand Jonas Boldt (links) hat ihn geholt: HSV-Neuzugang Giorgi Chakvetadze wurde bereits im Testspiel für seinen neuen Klub eingesetzt. (24hamburg.de-Montage) © Eibner/Revierfoto/Michael Schwarz/imago

Seit seinem Wechsel im Sommer 2017 kam Chakvetadze in 81 Pflichtspielen zum Einsatz, in denen er achtmal treffen konnte und weitere 19 Erfolgserlebnisse seiner Mitspieler vorbereitete. Der 1,83-Meter-Mann gilt als kreativer Mittelfeldspieler, der sich im offensiven Zentrum am wohlsten fühlt, in Gent wurde er aber auch häufiger auf den Außenbahnen eingesetzt. In letzter Zeit kämpfte er jedoch zunehmend um Spielzeit in Gent, weshalb die Herausforderung Hamburg wohl zum rechten Zeitpunkt kommt.

Hamburger SV: Georgischer Nationalspieler Chakvetadze sorgte in jungen Jahren für Furore

Der diesjährige Conference-League-Teilnehmer ist Chakvetadzes erste Station in einer mitteleuropäischen Liga, für 1,5 Millionen Euro verließ der kurz nach seinem 18. Geburtstag seinen Jugendverein Dinamo Tiflis. Schon als Teenager machte er im Trikot des 18-fachen Meisters früh auf sich aufmerksam, mit 17 Jahren war er bereits Leistungsträger seines Teams und steuerte in seinen 28 Pflichtspielen für den Hauptstadtklub fünf Treffer sowie zehn Vorlagen bei.

Auch international sammelte er in verschiedenen Wettbewerben Erfahrungen, so lief er etwa schon in der Europa League, in der Conference League sowie in der Qualifikation zur Champions League auf. Dabei traf er auf namhafte Teams, wie die AS Rom, Rapid Wien oder Girondins Bordeaux.

Hamburger SV: Georgiens Fußballer des Jahres 2018 schließt sich dem HSV an

Chakvetadzes ist auch fester Bestandteil der georgischen Nationalmannschaft, deren Juniorenteams er seit der U17 durchlief. Heute kann er bereits auf 13 Einsätze und fünf Treffer für die Auswahl seines Landes zurückblicken. Nur ein Jahr nach seinem Transfer nach Belgien wurde er in der Heimat als Fußballer des Jahres 2018 ausgezeichnet.

Die Vorfreude auf sein fünfmonatiges Gastspiel in Norddeutschland ist Chakvetadz anzumerken. „Ich freue mich, dass der Wechsel zum HSV geklappt hat. Die Verantwortlichen haben mir ein gutes Gefühl gegeben. Jetzt hoffe ich, dass ich mich schnell einlebe und die Mitspieler kennenlerne, damit ich dem Klub auf dem Platz helfen kann“, äußerte er sich auf der Vereinshomepage des HSV.

Bereits an seinem ersten Tag als HSV-Spieler war der Georgier sofort in Aktion und mischte beim Testspiel gegen den FC Midtjylland aus Dänemark mit, das jedoch mit 1:5 deutlich verloren ging. Nichtsdestotrotz kann sich der HSV auf eine motivierte Offensivkraft freuen, die immer gut für Tore und Assists ist. Sollte nun auch der Transfer des Wunschspielers aus England über die Bühne gehen, könnte sich der neue Angriff der Walter-Elf durchaus sehen lassen. (ajr) *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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