1. 24hamburg
  2. HSV

HSV-Transfergerüchte um Dompé: Investiert Boldt jetzt die Onana-Millionen?

Erstellt:

Von: Jan Knötzsch

Kommentare

Bislang fehlt dem HSV das nötige Kleingeld, um Jean-Luc Dompé zu holen. Mit dem Onana-Wechsel nach Everton wäre es da. Klappt der Dompé-Deal nun endlich?

Hamburg – Eigentlich hat gerade alles erst begonnen. Und schon ist die Zielgerade in Sicht. Die Rede ist natürlich von den HSV-Transfergerüchten und nicht von der Saison in der Zweiten Bundesliga, die für den Hamburger SV tatsächlich gerade erstmal ein paar Wochen alt ist. Am Ende der Saison soll für die Equipe von Trainer Tim Walter ein aus den Ansprüchen in Hamburg fast schon logisches Ziel stehen: der Aufstieg in die Bundesliga. Der aber ist nur zu bewerkstelligen, wenn der Kader auch gut genug ist. Wie es läuft, wenn nicht alle Rädchen ineinander greifen und am Ende vielleicht irgendwo irgendeine noch so kleine Kleinigkeit fehlt, weiß der Club aus dem Volksparkstadion aus eigener Erfahrung nur allzu gut.

In großen Teilen steht der HSV-Kader natürlich. Nur an der einen oder anderen Stellschraube muss der Verein, bei dem es zuletzt neue HSV-Transfergerüchte um Nikola Dovedan gegeben hat, noch nachjustieren. Und da kommen wieder andere HSV-Transfergerüchte auf den Tisch. Die werden dadurch befeuert, dass dem HSV endlich winkt, was ihm fehlt: Geld!

HSV-Transfergerüchte: Everton holt Onana aus Lille – der HSV verdient mit und könnte Dompé finanzieren

Hintergrund des zu erwartenden Geldregens für den HSV, bei dem Stephan Ambrosius das Interesse anderer Vereine geweckt hat und damit liebäugelt, die Hansestadt Hamburg zu verlassen, ist nicht etwa die Tatsache, dass der HSV einen weiteren seiner Spieler für einen ordentlichen Batzen an Kohle an einen anderen Verein abgegeben hat. Nein, der letzte Transfer, der Geld in die Kassen des HSV gebracht hat, ist nach wie vor der Wechsel von Josha Vagnoman vom HSV zum VfB Stuttgart. Die Millionen, die der HSV mit der Verwandlung des HSV-Transfergerüchts in einen Verkauf seines Rechtsverteidigers gemacht hat, sind allerdings nicht für Verbesserungen im Kader des HSV da, sie sind anderweitig eingeplant.

Im Hintergrund HSV-Fans. Davor HSV-Sportvorstand Jonas Boldt und HSV-Transferkandidat Jean-Luc Dompé.
Wann kann sich HSV-Sportvorstand Jonas Boldt (rechts) endlich die Dienste von Jean-Luc Dompé sichern? (24hamburg.de-Montage) © Panoramic International/Jan Huebner/Claus Bergmann/imago

Schließlich hat der HSV, der zuletzt Robin Meißner abgegeben hat und dadurch unter anderem eben im Sturm noch Bedarf hat, nachzubessern, auch noch andere Baustellen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes: Das Volksparkstadion des HSV macht den „Machern“ in Hamburg Sorgen, es sind Sanierungen notwendig – werden diese nicht durchgeführt, drohen vielleicht sogar Spiele des HSV im Volksparkstadion auszufallen. Dabei muss der Hamburger SV nicht nur im Sturm nachbessern, sondern auch an anderer Stelle: Nach dem Abgang von Vagnoman ist die Position des Rechtsverteidigers eher spärlich besetzt, auch auf den Flügeln in der Offensive will der HSV noch etwas tun.

HSV-Transfergerüchte: Bislang kann sich der HSV Dompé nicht leisten – Sportvorstand Jonas Boldt muss abwarten

Da trifft es sich nur allzu gut, dass Amadou Onana in Zukunft das Trikot des FC Everton trägt. Onana? Everton? Was hat das mit dem HSV zu tun? Der 20-Jährige ist doch schon längst nicht mehr Bestandteil von HSV-Transfergerüchten, sondern trägt seit geraumer Zeit das Trikot des OSC Lille in Frankreich, wohin der HSV ihn einst verkaufte. Alles richtig, doch die HSV-Fans wissen es: Die Hamburger um Sportvorstand Jonas Boldt haben damals eine Beteiligung an der Ablösesumme ausgehandelt für den Fall, dass Lille Amadou Onana weiterverkauft. Und genau das passiert nun mit dem Wechsel des Ex-HSV-Spielers auf die Insel zum FC Everton, der Lille dafür inklusive möglicher Bonus-Zahlungen bis zu 40 Millionen Euro überweisen wird. Eine Tatsache, die man beim HSV nur allzu gern vernimmt, denn schließlich füllt sich so auch die Kasse in Hamburg.

Mit 20 Prozent ist der Club aus dem Volkspark, bei dem es in der näheren Vergangenheit HSV-Transfergerüchte um einen Stürmer aus Belgien gegeben hat, an einem Weiterverkauf von Amadou Onana beteiligt. Heißt im Umkehrschluss: Durch den Transfer von Onana nach Everton dürften sich Jonas Boldt und seine Mitstreiter über fünf bis sechs Millionen Euro freuen, mit denen sie wiederum auf dem Transfermarkt tätig werden und aus bisherigen HSV-Transfergerüchten endlich neue Spieler für den Kader von HSV-Trainer Tim Walter machen können. Ganz oben auf der Liste steht dabei nach verschiedenen Medienberichten immer noch Jean-Luc Dompé, für den der HSV zuletzt ein neues Angebot abgegeben haben soll, wie ein Journalist über Twitter vermeldete.

HSV-Transfergerüchte: Selbst wenn die Kohle da ist, könnte der Dompé-Deal platzen – warum?

Bislang waren Jonas Boldt bei den HSV-Transfergerüchten um Dompé, der schon länger als HSV-Nachfolger von Faride Alidou gehandelt wird, die Hände gebunden. Zumindest in finanzieller Hinsicht könnte sich dieser Status Quo ändern, wenn der HSV-Sportvorstand bald dann eben die eine oder andere Million an Euros mehr in der Hinterhand hat, um HSV-Transfergerüchte in HSV-Neuzugänge zu verwandelt. In Jean-Luc Dompé, der aktuell in Belgien für den Erstligisten Zulte-Wagerem aufläuft, müsste Boldt dem Vernehmen nach rund 1,5 Millionen Euro an Ablöse investieren, um ihn aus der Ersten Liga in Belgien in die Zweite Bundesliga in Deutschland zu transferieren.

24hamburg.de-Newsletter

Im Newsletter von 24hamburg.de stellt unsere Redaktion Inhalte aus Hamburg, Norddeutschland und über den HSV zusammen. Täglich um 8:30 Uhr landen sechs aktuelle Artikel in Ihrem Mail-Postfach – die Anmeldung ist kostenlos, eine Abmeldung per Klick am Ende jeder verschickten Newsletter-Ausgabe unkompliziert möglich.

Doch so einfach wird es selbst dann, wenn der Sportvorstand das Geld, um aus dem HSV-Transfergerücht mehr zu machen, in der Hinterhand hat, nicht. Das heißt nämlich noch lange nicht, dass es Boldt gelingt, Jean-Luc Dompé in Kürze dingfest zu machen. Warum nicht? Weil es dann immer noch Hürden gibt. Erwartbar davon ist eine: der HSV-Aufsichtsrat müsste erst noch absegnen, dass Boldt die Millionen in die Realisierung des HSV-Transfergerüchts um Dompé stecken darf. Zudem muss Boldt auch mit seinem Vorstandskollegen Dr. Thomas Wüstefeld einig sein.

Eigentlich kein Problem. In Zeiten, in denen beim HSV ein Vorstandszoff herrscht, vielleicht aber auch eine Hürde, die gar nicht so leicht zu überspringen ist oder an der Boldt im schlimmsten aller Fälle hängenbleibt – und der Dompé-Deal platzt.

Auch interessant

Kommentare